Staffel 1:B.E.A.R.D.S. Folge 4

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Die vierte Folge wurde am 07.10.2016 auf Youtube Gaming übertragen.

Hier findet ihr eine Zusammenfassung der Geschehnisse aus der vierten Folge B.E.A.R.D.S.

B.E.A.R.D.S. Folge 4
Ausstrahlungsdatum: 07.10.2016
Anzutreffende Charaktere::
Orte::
  • Moor
  • Bolger Kutt
VoDs:: [Part 1][Part 2]

[Part 3][Part 4] [Part 5]


Kapitel 1: Dickicht

Dunkler Morast zu ihren Füßen, das Zwielicht den Blick verwirrend, Krieger, niedergerungen und zerfetzt auf dem Boden vegetierend und die anrückende Gefahr, die sie zu umzingeln droht. Unsere vier Abenteurer Lasse Bluten, Steppken Pislmick Tjark Gogontar und Geronima Rödnarok stehen noch immer einer Horde Hasenwargs entgegen und müssen sich behaupten, während ein Großteil ihrer Begleitung, aus dem Dörfchen Ooke stammend, bereits dem Erdboden gleichgemacht wurde. Die kleinen Biester, mit ihren alles zerfleischenden Klauen, sind nicht zu unterschätzen. Noch scheinen die Fellknäule sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Die Chancen stehen somit gut für eine Flucht. Sie beratschlagen sich in aller Eile, wie ihr weiteres Vorgehen aussehen soll. Schnelle Blicke werden gewechselt, die eine oder andere Möglichkeit wird in Betracht gezogen. Rauf auf die Bäume? Wäre eine Option, denn die Wesen sehen nicht so aus, als ob sie geübte Kletterer wären, wobei diese Beschreibung auch auf unsere vier Helden zutreffen könnte. Geronima möchte eine andere Taktik verfolgen. Sie versucht die Hasenwarge auf ihre Seite zu ziehen und sich als Hasenwarg-Königin auszugeben. Was sie jedoch vergisst ist die Tatsache, dass Hasenwarge zum einen keine Königin an die Spitze ihres Rudels setzen und zum anderen, dass sie brutal gegen ihre Zieheltern vorgehen. Ganz gleich was Geronima in diesem Fall versucht zu imitieren, sie zieht die Aufmerksamkeit und den Groll des Rudels auf sich. Die Gruppe schreckt zurück. Steppken hingegen nutzt seine Chance und eilt flucks in Richtung der Bäume vor ihnen, immer noch den Plan des Kletterns im Hinterkopf, als er den Halt unter den Füßen verliert und einige Meter, in etwa mannshoch, gen Abgrund rutscht. Tjark eilt sogleich seinem Freund hinterher, während Lasse und die verdutzte Geronima erst einige Minuten brauchen, bis sie sich ihren Kameraden anschließen, den Rückzug sichernd mittels eines etwas schlecht geworfenen kleinen Beutels mit Blendeffekt, der in Geronimas Hand zu minimalen Verbrennungen führt. Während der Krieger und die Schamanin eher schlecht als recht im Matsch des Hanges landen, schauen sich der Ausbilder, wie auch der findige Erfinder, indes in der Gegend um. Ein abtastender Blick nach oben zeigt, dass die Biester am Hang stehen, sich gegenseitig zur Seite drücken, jedoch noch sehr zaghaft dem Hang entgegentreten. Glück im Unglück. Wenn sie jedoch nicht schnellstens den Ort verlassen würden selbst die kleinen felligen Knäule ihren Sprung ins Ungewisse wagen, nur um der Gruppe ans Leder zu gehen. Hurtig sammeln die zwei Recken die mit Matsch besudelten Freunde vom Morast auf und suchen einen Ausweg, immer weiter ihrer Nasenspitze folgend. Der Boden glänzt seicht vor ihnen, eine dünne Wasserschicht scheint sich darauf zu befinden und eine unbehagliche Atmosphäre legt sich über die Seelen der Krieger. Mit gezückten Waffen, zu denen Tjark unter anderem auch seine angespitzte Zahnbürste, die er im Wal fand, zählt, schlagen sie sich durch das Dickicht. Tjarks prüfender Blick entdeckt in den Pfützen Spuren von etwas, dessen Herkunft sie nicht deuten kann. Sie wirken wie eine Mischung aus Hand und Fuß. Äußerst ungewöhnlich und gar furchteinflößend. Er versucht seinen Gefährten, die Zahnbürste aus dem Mund spukend, diese Spuren zu erklären, doch auch die anderen sind ratlos. Zunehmend bricht die Dunkelheit über die Vier herein, die Geräusche des Waldes nehmen zu, während ihre Sichtweite sich immer mehr verringert. Steppken inspiziert die Tragbarkeit des Bodens, wirft den Vorschlag in die Runde, sich Schuhwerk zu bauen um nicht in dem nachgebenden Boden zu versinken, der jedoch überhört wird. Stattdessen schleichen sie vorsichtig weiter durch das Unterholz. Der Boden wird immer weicher, lehmiger und immer wieder versinken ihre Füße leicht im Schlamm. Steppkens Misstrauen gegenüber die Wandertauglichkeit des, zum einen, des aktuellen Schuhwerks, zum anderen des Weges, scheint sich nun auch noch zu bewahrheiten: Langsam sinkt dieser immer weiter in den Morast. Während der Gefangene beleidigt die Arme verschränkt und zunächst das Hilfe Angebot seines Kameraden Lasses ausschlägt, überlegt er es sich im letzten Moment anders und greift in dem Moment, als ihm der Boden bis zum Hals steht, eilig die Hand des Retters. Als Lasse beginnt stark an dem Arm des Erfinders zu ziehen erhascht währenddessen die andere Hand Steppkens im lehmigen Boden etwas leinenartiges, das sich indes an seinen Körper heftet. Zusammen mit seinem, doch zierlichen, Körper zieht er das stoffige etwas aus dem Matsch. Als Steppken seine neue Errungenschaft der Gruppe präsentiert weicht Geronima erschreckt zurück. Das ist doch nicht die Möglichkeit. Die Farbe, die Form, alles deutet auf einen ihr wertvollen Schatz, der aber unmöglich hier sein kann. Tränen schießen in ihre Augen, was die anderen sogleich bemerken und genauer nachfragen. „Dieser Umhang bedeutet mir sehr viel.“ Geronima erzählt weiter von der bewegenden Geschichte ihres Schamanenlehrers, der sie über den gewaltsamen Tod ihrer Eltern hinwegtröstete, indem dieser diesen Umhang trug, in dem Gedenken daran, dass sie fortan darin ihre Eltern erkennen und er sie anstelle dieser schützten solle, er zeige ihr nämlich das, was sie sich am Meisten im Leben wünsche. In Andenken daran bewahrt sie, seit sie ihn von ihrem Lehrer erhalten hat, in ihrer Heimat, in Skalme, auf. Doch wie gelangt er nun hier her? Schnell, in Erinnerungen versunken, packt sie die Leinen ein, denn viel Zeit bleibt der Gruppe nicht darüber zu philosophieren. Sie sind zunehmend erschöpft, gebeutelt von den Strapazen, die sie in dem merkwürdigen mittelgroßen Fischerdorf namens Ooke erlebten und auch die Flucht durch den schwer zu überwindenden Moorboden nagt an ihren Kraftreserven. Einen Ruheort suchend waten sie weiter durch das Gehölz.

Kapitel 2: Abseits des Weges

Während sich aus dem Gemurmel zwischen Steppken und Lasse die wunderbare Gleichung „Axt + Baum = unten“ herauskristallisiert, was darauf schließen lässt, dass sie noch immer über die ‚Kletter-Idee‘ sprechen, beschließt Geronima an dem angekommenen ruhigen Ort ein Lager aufzuschlagen. Der Boden an dieser Stelle scheint fest, weiteres Absinken ist also nicht zu befürchten. Sie teilen sich auf um das Nötigste zusammen zu suchen, ein Feuer zu entzünden und dieses mittels weiteren kleinen Feuerstellen um sie herum zu verteilen um ihr Sichtfeld in dem dichten Neben zu erweitern. Lasses wachsames Auge patrouilliert um die Lagerstelle herum, während die verbleibenden drei sich weiteren Aktivitäten widmen. Steppken sucht sich einige Stücke Baumrinde zusammen, die sie er mit einigen geschickten Handgriffen zu moorfestem Schuhwerk verarbeitet, gefolgt von dem Bau einer kleinen Falle für nahendes Getier. Tjark hingegen legt sich auf die Lauer. Leises Gequake dringt an sein Ohr und mittels eines schnellen Hiebes seines Dolches gelangt er in den Besitz einer dicken Kröte, die er sogleich aufspießt und über dem Feuer brät. Voller Vorfreude starrt er auf das Feuer, während der Frosch eine bräunliche Färbung annimmt. Geronima verharrt an der wohligen Wärme des Lagerfeuers bis es schließlich darum geht die Einteilung der Nachtwache vorzunehmen. Geronima erklärt sich bereit zuerst einige Stunden auszuharren, bis anschließend Steppken die zweite, Tjark die dritte und schließlich Lasse die vierte Wache übernehmen würde. Dankbar legen sich die drei, nachdem Trjark noch schnell seine Kröte verspeist, auf ihre Schlafplätze und nutzen die Ruhe der Natur um zu Kräften zu kommen. Nichts Nennenswertes passiert in der nächtlichen Dunkelheit und Geronima kann führsorglich Steppken aus seinem Schlaf wecken. Eine Liebelei später fällt Geronima erschöpft in einen tiefen Schlaf, während nun Steppken seine Augen für die Gruppe offen hält.

Erholsam scheint Geronimas Schlaf jedoch nicht zu sein. Sie wird von einem Traum, gar einer Vision, heimgesucht, die sie darstellt, inmitten des Moors, wo sie eben noch mit ihren Gefährten saß. Doch niemand ist da. Sie erhebt sich und geht ein paar Schritte, doch aus irgendeinem Grund gibt der Boden mit einem knarzigen Geräusch nach, fast so, als wäre er aus Holz. Der dichte Nebelschleier legt sich um ihre Seele, doch inmitten des Lagers entdeckt sie eine Holztreppe, die nach oben führt. Das vertraute Geräusch von Wellen dringt durch die Stille, als sie sich dieser Treppe, an dessen Spitze Geronima etwas Felliges bemerkt, nährt. Sie tritt auf die knarzenden Stufen, hält jedoch inne als sie ein furchtbares Grollen hinter sich wahrnimmt. Erschrocken dreht sie sich um und blickt in Richtung einer vermummten, mit allerlei Gegenständen behangene Gestalt, welche plötzlich hinter ihr erschienen ist. „Kehr heim.“ „Wieso?“ entgegnet Geronima. „Zeige uns den Weg.“ ächzt die Person, ohne auf die Frage der Schamanin eingehend, Geronima entgegen. In diesem Moment schreckt sie aus ihrem Traum auf und findet sich auf ihrem Schlafplatz wieder. Doch wo ist Steppken hin?

Indes, jenseits des Traumes: Steppken reibt sich zwischenzeitlich die Augen. Müde, aber glücklich über dem kurzen intimen Austausch mit seiner Schamanenkollegin, geht dieser gewissenhaft seiner Wachaufgabe nach als er ein furchtbares Grollen vernimmt. Sogleich erhebt er sich und folgt der Quelle des Geräusches, bis er aus dem Dunklen ein paar rot leuchtende Augen wahrnimmt, die ihn prüfend anstarren. Ein schwerer, kaum zu definierender, Schatten ist zu erahnen, der sogleich sich umdreht und zu verschwinden versucht. Nach Hilfe Ausschau haltend blickt Steppken zurück zum Lager und bemerkt, dass Geronima aus ihrem Schlaf erwacht ist und ruft sie zu sich. Sie hingegen, noch halb benommen, versucht sich zu erheben, als sie bemerkt, dass in ihrer Hand plötzlich etwas felliges liegt. Ein Schal aus Fell. Doch woher stammt er? Er macht einen weichen Eindruck und ohne es weiter zu hinterfragen legt sie sich diesen um ihren Hals. Steppken traut seinen Augen nicht. Verdutzt und verwirrt, das leuchte Augenpaar für einen Moment vergessend, läuft er zurück und tritt an die Schamanin heran. Das kann nicht sein. Das ist doch sein Schal! „Wo hast du diesen Schal her?“ doch Geronima kann diese Frage selbst nicht beantworten und auf den Wunsch Steppkens hin übergibt sie ihm das Kleidungsstück aus Rattenfell, dass, wie sich herausstellt, tatsächlich dem Erfinder gehört. Andächtig nimmt er diesen entgegen, wird jedoch in diesem, für ihn emotionalen, Moment von dem Grollen unterbrochen, dass er zuvor schon vernahmen. Steppken und Geronima fahren in sich zusammen, während letztere „AAAAAXT“ in die Runde plärrt, was die anderen Gefährten aufschrecken lässt und in Abwehrhaltung versetzt. Die roten Augen von eben leuchten kurz dich das Dickicht hervor, verschwinden jedoch ebenso schnell, wie sie erschienen. Gemeinsam, nachdem Lasses geübter Griff aus dem Feuer eine geeignete Fackel zog, treten sie ihren Weg an in Richtung der Position, in der Steppken schon zuvor die Gestalt wahrnahm. „Ich habe eine Gestalt gesehen. Sie ist groß und schwer.“ gibt er den anderen als Warnung zu verstehen. Tjarks geschärfte Sinne erblicken die gleichen Spuren, die er schon zuvor auf dem Weg hierher wahrnahm. Erneut diese merkwürdigen Stapfen, die kaum Aufschluss darüber geben, wer oder was sich durch den Morast bewegt. Hinzu kommt der Geruch von süßem Met. Während die Gruppe verschreckt bei den Spuren verweilt, wittert Geronima noch etwas anderes in der Luft. „Sølkbeeren“ murmelt sie in die Schatten. Eine Beere, die es vermag mittels Abkochen der Frucht berauschende Zustände bei einem Menschen hervorzurufen. Die Schamanin beginnt an der Glaubwürdigkeit ihres Seins in dieser Umgebung zu zweifeln und weiht ihre Kumpanen in ihre Überlegung ein. „Ihr könnt euren Sinnen in diesem Moment nicht mehr vertrauen.“ gibt sie als Warnung weiter. Doch selbst wenn sie einer Täuschung unterliegen hilft alles nichts. Sie müssen sich ihren Weg bahnen durch die Weiten des Moors, in der Hoffnung so einen Ausweg zu finden. Ungewissheit über das weitere Vorgehen macht sich breit, während sie versuchen zurück zu ihrem Rastplatz zu kehren, doch dort, wo sich das Wärme spendende Feuer befinden müsste, offenbart sich ihnen nun ein neuer, völlig unbekannter Ort.

Kapitel 3: Den Schleier lüften

Sie haben sich verirrt. Sie folgen einem Pfad, lehmig, wie schon die beschrittenen Wege zuvor, doch dessen Ende führt, statt zu ihrem Rastplatz, zu einer nebligen Lichtung, in dessen Mitte sich ein riesiger Baum befindet. An dessen Vorderseite offenbart sich ihnen eine weibliche Gestalt, die gänzlich mit dem Baum verwachsen zu sein scheint. Bevor die Gruppe die Möglichkeit erhält zu hinterfragen, wo sie sich denn nun befinden, richtet urplötzlich die Dame im Baum ihre Worte an die vier Jarls. Ihr Blick scheint leer, fast so, als würde sie durch die vier Krieger hindurchsehen.

Wer seid ihr?
,dröhnt die Stimme der alten Frau über die Lichtung. Lasse, einfältig aber gutgläubig, beginnt sich und seine Kameraden dem alten Baum vorzustellen.

Woher kommt ihr?
Von da hinten“ purzelt es aus Lasses Mund heraus. Der Baum reagiert nicht auf diese Antwort. Geronima tritt weiter heran: „Aus Skarnland.

Wie gelangt man dort hin?
gibt der alte Baum zurück. Mehrere Antworten, die die Vier von sich geben scheinen die alte Dame nicht zufrieden zu stellen, erst mit Tjarks Worten „Durch den Wald“ fährt der Baum fort.

Wie viele von euch leben dort?
Unser Volk, einige hundert.“ entgegnet Geronima.

Seid auf der Hut vor dem Schadsuhl. Es geht etwas um im Dickicht. Etwas, dass schon die ersten Freisen jagte, die je Fuß in diesen gottlosen Sumpf setzten. Geboren aus der Hoffnungslosigkeit, zwischen Ertrinken und Verdursten. Ohne Licht und ohne jedes Mitleid. Fürchtet den Dürster, den ewig Hungrigen. Patschend und schnatternd fließt und wabert sein fauliger Leib durch das morastige Dickicht, das euch umgibt. Gierig lechzend nach allem Guten in euch. Spürt seinen fauligen Hauch in euren Nacken. Zu jeder Zeit. Denn wohin ihr euch wenden möget, der Schadsuhl, er …

doch bevor der Baum seinen Satz beenden kann wird die Rede unterbrochen durch ein Rascheln, dass sich hinter den Jarls befindet. Erschrocken blicken sie sich um, um die Ursache dessen zu erfahren, doch just in diesem Moment gibt der Baum einen Klageschrei von sich und als sie sich zu der Frau im Baum umblicken wollen bemerken sie, dass der Kopf von eben jener Gestalt urplötzlich fehlt. Stattdessen liegt nun in der Ausbuchtung zwei kleine Gegenstände: Ein Holzsplitter, wie auch eine kleine Goldmünze, die sich darunter befindet. Geronima möchte schon voreilig die Ausbuchtung inspizieren, als sich Lasse vor sie wirft mit der Warnung, sie sollte doch die Finger bei sich behalten. Unsicher tritt der Krieger an die Ausbuchtung heran, in der der Holzsplitte liegt. Noch nie hatten die anderen den stämmigen Muskelprotz so nachdenklich erlebt. Sie treten an ihn heran und fragen, was es mit dem Splitter auf sich hat, was ihn denn so berührt. „Ich weiß nicht, wie er den weiten Weg von Skarnland hierher geschafft hat. Ich hatte mal einen Bruder: Enis Am Bluten. Er ist umgekommen in einem Feuer. Er war älter, ich war noch ein kleiner Junge. Ich nahm eine kleine Axt, die bei meinem Vater über dem Kamin hing, und schlug damit auf die Holztür ein. Aber es war zu spät. Enis verbrannte vor meinen Augen. Alles, was mir blieb, waren die Holzsplitter. Ich habe die Holzsplitter mein Leben lang in Skarnland gehabt. Sie sollten mich immer daran erinnern, dass du eine große Axt brauchst… und viel Kraft, damit dir nichts mehr Schlimmes im Leben passiert.“ Lasse tritt an den, für ihn äußerst wichtigen, Gegenstand heran, doch als er ihn fassen möchte meint er eine Stimme zu vernehmen. „Wo hab ich das verdammte Teil nur hingelegt“ hallt es durch den Kopf des Stämmigen. „In den Baum“ versucht Lasse zu antworten, während die verbleibenden Drei ihn nur verdutzt anblicken und sich fragen, mit wem er gerade zu sprechen versucht. Auch die Goldmünze nimmt er an sich. Sie gleicht denen aus ihrer Heimat Skalme. Auch die Anderen bestätigen diesen Eindruck. Eigenartig. Doch was nun? Den Baum weiter befragen ist keine sinnvolle Option mehr, stattdessen führen drei Wege von eben dieser Lichtung, an der sie sich nun ungewollt befinden, weg, die die Vier, was sie bis dato nicht wissen, schnurstracks in ein ewiges Labyrinth führen, durch dass sie nun gezwungen sind zu irren. Mittels Markierungen versuchen sie ihren Weg kenntlich zu machen um sich nicht weiter zu verlaufen. Allerlei ungewöhnliche Funde machen sie dabei. Ein totes Reh, indem ein grober Holzsplitter einer Schiffsplanke steckt, zwei Kaninchen, die einen ihrer Kumpanen fressen und sich dabei übergeben (wovon Tjark eines, das nach Schweiß zu stinken scheint, einfängt und mitnimmt), eine Axt, die augenscheinlich aus ihrer Heimat Skalme stammt, die seine besten Tage jedoch schon gesehen hat (Lasse nimmt sie selbstverständlich mit), wie auch eine zerquetschte Leiche, von der sie einen nassen Hut nehmen und ebenfalls in ihre Taschen verstauen. So viele Zeichen, die sich nicht entschlüsseln lassen. Alles wirkt diffus und undurchdringlich und keiner der Hinweise gibt Aufschluss darauf, was in diesem Moor vor sich geht. Sie kommen vorbei an einigen Weggabelungen, sogar die Spuren, die sie Stunden zuvor entdeckten, finden sie wieder, nur der richtige Weg lässt noch auf sich warten. Ihre Beine tragen sie immer weiter bis der Pfad schlussendlich an einem ungewöhnlichen Ort endet.

Kapitel 4: Wahrheit

Eine Hütte mitten im Wald. Fast märchenhaft liegt sie inmitten des Morastes. Verwittert. Alt. Durch die Fenster dringt ein fahles grün-gelbliches Licht, dass schwach flackert. Ein intensiver Sølkbeerengeruch dringt an Geronimas Nase, als sie sich dem Haus nährt um durch die Ritzen der Fenster zu spicken. Im Inneren erkennt sie einen Kessel auf einem Feuer, der mittig im Raum platziert ist. Darum sind Tische platziert, auf denen sich allerlei Krimskrams aufhält, der für rituelle Zwecke gedacht ist. Dazwischen erkennt sie ein Buch, auf dem Herd köchelt etwas herum, das einem Tee gleichkommt. Mehr lässt sich von ihrer Position aus nicht festmachen. Keine Person weit und breit. Sie nutzen die Gunst der Stunde und schleichen sich in das Haus hinein, in der Hoffnung noch weiteres entdecken zu können. Gespannt blicken sie sich in der kargen Räumlichkeit, die vollgestopft ist mit Fellen, Kräutern und ähnlichen Dingen, um ohne viel Neues entdecken zu können. Lasse und Steppken beugen sich über das Buch, welches sie sogleich aufschlagen, jedoch feststellen müssen, dass sie den Inhalt nicht entziffern können. Wie immer erhält Geronima in diesen Situationen diese Art der Gegenstände um die Runenschrift zu entziffern. Sie blättert darin herum, bis ihr auffällt, das in eben diesem jedes Detail ihrer Reise, seitdem die Bolger Kutt kenterte, darin verzeichnet ist. Jede noch so kleine Kleinigkeit, selbst das Techtelmechtel zwischen Geronima und Steppken ist Teil des Buches. Auch eine Vielzahl an Gesprächen ist präzise dokumentiert und nicht nur das, auch wichtige Informationen über die Heimat der vier Jarls ist zusätzlich in den Texten markiert. Aber wie kann das sein? Ob sie jemand vielleicht verfolgt. Doch wo ist diese Person nun? Zusammen wagen sie den Versuch: Steppken und Tjark verlassen kurz den Raum, Geronima schlägt für einen Bruchteil das Buch zu und als die beiden Gefährten die Hütte wieder betreten und die Schamanin erneut einen Blick in das Buch riskiert ist nun auch eben diese Handlung hinzugefügt worden. Als wäre es Zauberei. Geronimas Schlussfolgerung scheint schlüssig: Seit ihrem Aufwachen im Wal scheint nichts mehr real gewesen zu sein. Die Blödb… Sølkbeere, dessen Geruch sie ständig wahrnimmt, die Gegenstände die ihrer Heimat, das komische Dorf, ihre Vision… Alles sollte nur dem Zweck dienen an Informationen über Skarnland und dessen Lokalisation zu gelangen. Die anderen stimmen zu, so muss es sein. Während Tjark, Steppken und Geronima weiter überlegen, was nun zu tun ist und wie sie dieser Odyssee entkommen können entfernt sich Lasse ein paar Meter von ihnen. Seine Nase wittert den Tee, der noch immer dampfend auf dem Herd vor sich hin sprudelt und seine Aufmerksamkeit auf sich zieht. Der stämmige Krieger nimmt einen kräftigen Schluck, als sich just in diesem Moment alles um ihn verdunkelt. Eine Vision. Er liegt im Lagerraum der Bolger Kutt. Kein Zweifel. Den Raum kennt er. Die raue See peitsch lauthals gegen das Holz, neben ihm nimmt Lasse drei weitere Gestalten war. Womöglich seine Freunde. Bewusstlos, wie er selbst gefesselt. Hinter sich hört er das Knarzen der Tür, die in besagten Lagerraum führt und eine ihm unerkennbare Figur betritt den Raum, die sein Erwachen bemerkt, ihm die Nase verschließt und ein Gebräu einflößt. Ehe er sich versieht schreckt Lasse auf und findet sich in der Moorhütte wieder. Nur wenige Sekunden sind scheinbar vergangen als er den Tee zu sich nahm, doch die anderen blicken besorgt in seine Richtung. „Lasse“, „Warum so blasse“, „Was war in dieser Tasse“ schießt es aus den Mündern der übrigen drei und Lasse beginnt zu berichten, was ihm die Vision des Tees zeigte. Ein Blick in das Innere des bislang noch nicht inspizierten Kessels gibt weitere Aufschlüsse, die Lasses Erzählung Nachdruck verleihen. In diesem sehen sie anstelle des Kesselbodens eine Szenerie in der klaren Flüssigkeit, in der die vier Krieger bewusstlos auf einem Holzboden zu liegen scheinen. Eine mögliche Fesselung lässt sich aus diesem Blickwinkel nicht beurteilen. Doch ist da noch mehr. Immer wieder sehen sie eine Gestalt hin und her huschen, abgehakt, sie lässt sich kaum erkennen, doch dringt eine ihnen unbekannte Stimme durch die Vision an ihr Ohr: „Nun nur keine falschen Erinnerungen einstreuen. Nichts darf sie zweifeln lassen. Nichts sie an ihr wahres Ich erinnern.“ Die täuschend echte Vision ist vermutliche keine Trickserei, vielmehr muss das die Wirklichkeit sein, so Geronimas Worte. Des Rätsels Lösung muss in diesem Kessel zu finden sein. Den Tee der Brühe hinzumischen führt nicht zu einem weiteren Fortschritt, auch der Versuch das Buch zu manipulieren scheitert, doch dann kommt ein Geistesblitz aus dem Munde Lasses: Nichts an ihr wahres Ich erinnern? Doch was ist mit den Gegenständen, die er, Steppken und Geronima fanden? Die, die ein Teil ihres wahren Ichs sind! Ob sie diese in den Kessel hinzugeben sollen? Zuvor jedoch verschaffen sie sich ein genaueres Bild von der Vision des Tees. Bevor sie voreilig Handeln wollen sie sicher gehen, dass sie kein wichtiges Detail übersehen. Ein paar Schlucke des Tees sind noch in der Kanne vorrätig und alle erleben zeitgleich exakt die gleiche Vision, nur dass, nicht wie erhofft, alle zusammen in dem Schiffsbauch erwachen, sondern dass jeder als einzelne Person, unfähig etwas zu unternehmen, dem Geschehen beiwohnt. Das bedeutet, dass dieser Weg die Welt der Illusion zu verlassen keine Option bietet. Also doch der Kessel. Lasses Vorschlag von zuvor wird erneut aufgegriffen. Angefangen bei den Dingen, die sich im Labyrinth befanden. Die Münze aus ihrem Dorf Skalme findet als erste ihren Weg in die Hitze der brodelnden Flüssigkeit inmitten des Kessels. Sogleich verändert sich die Farbe des Suds in ein kräftiges Rot. Sie sind also auf der richtigen Fährte. Lasse wirft die alte Axt ins Innere und wieder ändert sich die Farbe, dieses Mal in ein leuchtendes Gold. Nun war es an der Zeit die Gegenstände aus ihrer Vergangenheit hineinzuwerfen, Lasse voran. Als er Abschied nimmt von seinem Holzsplitter und dieser in der goldenen Flüssigkeit landet verfärbt sich der Inhalt in ein strahlenden Blau und sein Abbild auf dem Holzboden beginnt sich zu rühren. Hinzu kommt das Erscheinen einer mysteriösen Inschrift in der Innenseite des Kessels: ‚Fragt tausende von Stimmen, was das Herz eines Wikingers wohl am Meisten begehret. Dann sprich es aus und schließe das Ritual ab. Doch überlege gut, ob alle von euch bereit sind.‘ Moment. Besitzt Tjark einen solchen Gegenstand, wie die anderen ihn gefunden haben? Was würde denn mit ihm passieren, sollten sie versuchen ohne ihn das Ritual abzuschließen? Tjark, ebenso ratlos, verlässt nachdenklich die kleine Hütte, während die anderen beiden nichtsdestotrotz ihre Gegenstände, zunächst Geronima, anschließend Steppken, dem Ritual übergeben. Tjark nimmt das Kaninchen, das er zuvor fing, aus seiner Tasche und blickt ihm tief in die kleinen Knopfaugen „Gorgon, bist dus‘?“. Keine Reaktion, zu mindestens könnte ein Zuschauer der Szenerie keine erkennen. Was er sich davon erhofft ist für den Betrachter kaum zu erraten, lediglich, dass Tjarks Augen hoffnungsvoll etwas in dem Fellknäul zu erkennen versuchen. Er kehrt mit dem Kaninchen in den Händen zurück in den Innenraum der Hütte, gebannt blicken seine Gefährten den Ausbilder an. Unerwartet nimmt er Fahrt auf und schmeißt das lebende Stück Fell in den brodelnden Kessel, indem es qualvoll verendet. Ein ‚leises‘ Quicken lässt sich noch von dem Häschen ausmachen, bis es im Kessel versinkt. Ohne Erfolg, wie die Gruppe mit bedauern feststellen muss. Tjark kehrt wieder um und verlässt ohne viele Worte, leicht geknickt, den Raum. Also liegt es nun an den Dreien das Ritual zu beenden, in der Hoffnung, ihrem Freund in der Realität anderweitig helfen zu können. Was begehrt das Herz eines Wikingers wohl am meisten? „Met…“ ist das Wort, welches Geronima sogleich in den Sinn kommt…

Kurz wird es schwarz um die drei Krieger als sie urplötzlich aufschrecken. Meeresrauschen, kalter Holzboden unter ihren Körpern, der Geruch von Salzwasser in ihren Nasen: Sie sind auf See! Genauer: Im Schiffsbauch der Bolger Kutt. Unmöglich. Freudig blicken sich die drei an, sie haben die Illusion hinter sich gelassen, doch die Freude ist nur von kurzer Dauer, als sie bemerken, dass Tjark noch regungslos neben ihnen zu liegen scheint. Doch zunächst müssen sie sich ihrer Fessel entledigen. Gegenseitig befreien sie sich von den Seilen an ihren Handgelenken und kümmern sich sogleich um ihren Freund, bei dem eine Ohrfeige des Erfinders ausreicht um ihn aus seiner Trance zu reißen. Schnell lösen sie ihm die Fesseln, doch noch ist der Ausbilder nicht ganz bei Bewusstsein. Ein weiterer Klaps von Geronima schafft dem Abhilfe. Sie alle Vier haben es geschafft. Verwirrt sehen sie sich in dem Lagerraum um. Ein Kessel befindet sich inmitten des Raumes, daneben ein kleines Notizbuch mit einem Stift, eine Goldmünze, ein Lumpen, ein spitzer Holzsplitter und eine tote Ratte. Geronimas prüfender Blick in das kleine Büchlein zeigt den gleichen Inhalt wie das Buch aus der Illusion. Eine weitere Inspektion des Raumes zeigt eine kleine Holztreppe, die nach oben an einer Tür mündet. Schritte sind zu vernehmen, die an Deck hin und her laufen und freisische Stimmen dringen an die Ohren der Jarls. Geronima übersetzt die gesprochenen Worte ihren Freunden: Sie sprechen über einen Sieg und prahlen damit, wer von ihnen dem Troll am meisten Schmerzen zugefügt hat bevor sie ihn zu den Fischen schickten. Moment. Kunge? Was ist nur mit der restlichen Crew aus ihrer Heimat Skalme und mit der ehemaligen Besatzung der Bolger Kutt geschehen? Erschreckt bemerken die Vier noch, dass sie ihrer Waffen beraubt sind. Wie sollen sie sich denn nun gegen die freisischen Kämpfer behaupten? Vorsichtig versuchen sie sich ein Bild über die Lage zu verschaffen und spicken durch die Tür am Ende der Treppe. Sie hören eine große Feier, die an Deck stattzufinden scheint, aber keine Wache weit und breit. Lediglich einen alten Seebären erblicken sie, der gut einen über den Durst getrunken zu haben scheint und ihnen den Weg zu einer Tür, ihrer Erinnerung nach die, die zu der Kapitänskajüte führt, versperren würde. Kurz werden einige Pläne geschmiedet, wieder verworfen, um schließlich langsam ans Freie zu treten. Sogleich bemerkt der Kauz Tjark, der zuerst aus dem Lagerraum tritt und winkt ihn und die Gruppe zu sich. Er scheint ein sonniges Gemüt zu besitzen. Als sie an ihn herantreten stellt er sich ihnen auch sogleich vor. „Hallo. Ich bin Balthasar Leopold Alfons Ulf Kort Eirnfels.“ Welch ein ausschweifender Name. Der Herr lallt fröhlich weiter: „Isch glaub, isch habs mim Met ein bissl gut gemeint, aba ich würd eusch gern eine Geschichte erzählen.“ Aufmerksam lauschen sie den Worten des verrückten, aber liebenswert anmutenden Matrosen: „Es war einmal ein Skarnländer. Der liebte 1. … was war das noch gleich…“ „Met?“ entgegnet Steppken und führt damit den Seebären wieder in seine Erzählung zurück. „Aber er hatte auch gewaltig wad übrig für…?“ „Larissa?“ Sehr viel Sinn ergibt Lasses Antwort zwar nicht, doch scheint dies den Mann zufrieden zu stellen. Er fährt fort: „So begab s sich eines Tages, dass er zu Hause bei seiner Frau saß und ihm der Sinn nach ‚Larissa‘ stand. Leider konnte er weit und breit nichts findn außer…“. „Einem Hebel“ wirft Geronima ein. „… außer seinem Hebel.“ erzählt der Seebär weiter. „Den mochte er swar au recht jern, aber so rech glücklich wurd er damit nich. Also beschloss er sich auf den Weg zu machen um sich was andres zu holn. Als er so den Weg entlang stapfte traute er seinen Augen kaum. Er musste wohl zu viel mit dem Hebel gespielt habn. Da lag doch glatt n Seepferdchen auf der Straße. Mitten auf der Straße! Und neben ihm lag eine…“ Eine? Nun kommen die Vier ins Stocken. Ihnen fällt nichts mehr Sinnvolles ein. Wobei Tjark kurz der Begriff der ‚Zahnbürste‘ ins Gedächtnis rutscht, wohl aufgrund seiner Begegnung mit einem übergroßen Exemplar der Seepferdchengattung innerhalb des Wales in der Illusion. Den Gedanken verwerfen sie jedoch und antworten schließlich „Angel“, als der Seebär zusammenzuckt. Er scheint nicht zufrieden mit dieser Antwort. „So ging die Geschichte nicht. So ein Quatsch. WACHEEEN!“ und sogleich beginnt es an Deck äußerst hektisch zu zugehen. Die Jarls hören eine Vielzahl von Stimmen in ihre Richtung laufen und so nehmen sie, nachdem sie in einer unnötig brutalen Geste dem Betrunkenen das Genick brechen, seinen Humpen stehlend, ihre Beine in die Hand und eilen zur nächstbesten Tür, die offenkundig, wie erwartet, in die Kapitänskajüte führt. Sie stürmen hinein und schließen die Tür von Innen. Kaum im Raum angekommen sehen sie eine Gestalt in einer Luke verschwinden. Wer war das? Doch noch etwas anderes fällt den Vieren auf, was sie daran hindert direkt hinterher zu preschen: der Raum scheint anders zu sein, seitdem sie ihn das letzte Mal vor einiger Zeit, bevor sie Gefangene in ihrem eigenen Geist waren, das letzt Mal sahen. Hinzu kommen vier ungewöhnlich große Truhen, die gänzlich neu sind. Schnell sind die fünf Fehlerquellen ausgemacht, an denen sich Schlüssel befinden, mit denen sie besagte Truhen öffnen und ihre Sachen an sich nehmen können. Wieder vollends ausgestattet geht es nun rasch in Richtung der Luke, denn vor der Tür wird das Rumoren immer lauter. Die Tür scheint nicht mehr lange stand zu halten. Eilig huschen sie mittels des fünften verliebenden Schlüssels durch die Luke im Boden, bis sie am Fuße dessen angelangen, bis zu den Knöcheln im Wasser stehend. Gerade so sehen sie noch die Gestalt von eben, wie diese sich mit einem Beiboot in Richtung der hohen See durch eine Öffnung im Rumpf des Schiffes aufmacht. Eine Kerze brennt langsam herunter, gefährlich positioniert auf einem der dort lagernden Ölfässer. Schnell löschen sie das Feuer des kleinen Dochtes um eine mögliche Explosion zu verhindern. Vor ihnen liegt ein weiteres Boot an. Sie können den Fremden, der vermutlich für ihre Gefangenschaft verantwortlich war, noch verfolgen. Doch was würde aus der Bolger Kutt werden? Tjark und Geronima schicken Lasse und Steppken los um der verdächtigen Gestalt nach zu eilen, sie würden hier an Bord die Stellung halten und versuchen das Schiff wieder in ihre Gewalt zu bringen. Als der Krieger und der Erfinder mit dem Pislmick lospaddeln, dem Fremden folgend, sehen sie aus der Ferne wie ihre Freunde übermannt und in Gewahrsam genommen werden. Voller Sorge und in Gedanken an ihre beiden verlorenen Weggefährten, denen sie fürs Erste nicht mehr helfen können, blicken sie nach vorne in Richtung des Horizontes, an dem sich Land aufzutun scheint. Einige Netze lassen sich von Weitem erkennen, ein kleines Boot liegt am Hafen an und kleine Holzhäusschen ragen leicht in den Himmel empor, fast so, als wären sie an einer Küste, direkt bei einem mittelgroßen Fischerdorf, gestrandet…


...

Fortsetzung folgt.