Borgard Rhagørson

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Borgard "die Ratte" Rhagørson
Borgard.jpg
Geschlecht: männlich
Status: tot
Titel: König von Skarnland
Herkunft: Skarnland

Borgard Rhagørson, auch "Borgard die Ratte", war vor langer Zeit König von Skarnland. Seine Herrschaft gilt als schändliches Zeitalter der Zwietracht und der Ausbeutung. Auch wenn sein Andenken bestmöglich aus der Geschichte getilgt wurde, gilt Borgard den geschichtskundigen Skarnländern als niederträchtigster und ehrlosester Tyrann in der Historie des Skarnlands. Die Anhänger Borgards wurden "Borgardianer" genannt.

Leben

Den Überlieferungen zufolge soll Borgard Rhagørson als erster und einziger Sohn eines unbedeutenden und heute unbekannten Jarls geboren worden sein. Schon früh in seiner Jugend zeigte sich, dass der schwächliche und feige Knabe kein großer Wikinger werden würde. Die Männer seines Vaters verspotteten den jungen Borgard genauso, wie die Mädchen in seinem Dorf. Niemand schien mit einer langen Regentschaft zu rechnen, wenn es Borgard überhaupt gelänge das Erbe seines Vaters anzutreten. Selbst sein Vater soll gezweifelt haben, dass seine Untertanen seinen Sohn als legitimen Nachfolger akzeptieren würden. Borgard war gebrechlich, bekam einen Krampf im Arm, wenn er ein Schwert führte und begann nach wenigen Schlücken Alkohol zu erbrechen. Er soll von schmächtigem Körperbau gewesen sein und eine blasse kränkliche Hautfarbe besessen haben.

Eine Gelegenheit sich zu beweisen, erhielt der junge Borgard im Alter von 19 Jahren, als sich sein Vater während des Großen Bruderschlachtens auf Seiten der Lørninger in den Krieg einmischte. Als Sohn eines Jarls wurde Borgard ein eigenes Kommando über einen großen Kampfverband übergeben. In der Schlacht von Barksholm soll Borgard eine demütigende Niederlage gegen einen Heerführer der verfeindeten Krogrygger erlitten haben, welcher eine wesentlich kleinere Truppe in den Kampf führte. Borgard verlor an diesem Tag fast 2.000 Männer. Nach weiteren Niederlagen wurde er seines Kommandos enthoben und zum einfachen Fußsoldaten degradiert. Die Schande für Vater und Sohn muss enorm gewesen sein.

Während der Schlacht bei Kalstyld überkam Borgard Feigheit vor dem Feind und er entfernte sich unerlaubt vom Schlachtfeld. Der Deserteur wurde am nächsten Tag von einigen Kriegern seines Vaters aufgegriffen und ihm wurde der Prozess gemacht. Sein Vater und einige andere Jarls verweigerten Borgard die Ehre einer standesgerechten Enthauptung. Stattdessen wurde er nackt und mit Fäkalien beschmiert hinaus in den tobenden Schneesturm gejagt. Dem Tode nahe, wurde Borgard in der Wildnis schließlich von einem Spähertrupp der Krogrygger aufgegriffen.

Die Sage berichtet, dass Borgard sich Krogrygg dem Tauben unterworfen haben soll und ihm ewige Treue schwor. Er bot ihm alles Wissen über die Lager, Truppenstärke, Versorgungswege, Kampftaktiken und Absichten der Lørninger an. Krogrygg soll beim Anblick eines solch feigen und verräterischen Wikingers schlecht geworden sein, doch da der Bürgerkrieg zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Jahre lief, ließ er sich von Borgard das Versprechen abringen diesen zu schonen und erhielt im Gegenzug sämtliche Informationen, die der Jarls-Sohn besaß. Zu diesem Zeitpunkt erhielt Borgard den Beinamen "die Ratte", den er Zeit seines Lebens nicht mehr los wurde.

Mit den bedeutsamen Informationen gelang es Krogrygg endgültig die Oberhand im Krieg zu gewinnen. Nach wenigen Wochen waren Lørne der Bluttrinker und die letzten ihm treu ergebenen Jarls in der Schlucht von Fallstyl in die Enge getrieben. Borgard war mittlerweile zum Berater Krogryggs aufgestiegen und verfolgte an dessen Seite den fliehenden Lørne, als dieser die hoffnungslose Schlacht verloren hatte, in eine Höhle. Was hier geschah, liegt im Nebel der Geschichte verborgen. Als gesichert gilt nur, dass Borgard letztendlich allein mit den Köpfen von Krogrygg und Lørne aus der Höhle hinaus trat. Er berichtete, dass Lørne sie in einen Hinterhalt gelockt und Krogrygg im Zweikampf enthauptet hätte. Einige Leute vermuteten eher, dass Borgard Krogrygg verraten und ihn selbst auf dem Gewissen hatte. Beweisen ließ sich dies allerdings nie. Das Lager der Lørninger war nahezu vollständig ausgelöscht worden und auch die Krogrygger waren stark geschwächt. Zusammen mit Falgrygg, dem Sohn Krogryggs, machte sich Borgard auf nach Spitzstiften, wo der Sohn des Tauben die Königskrone beanspruchte. Die Regentschaft Falgryggs I. dauerte etwas über eine Woche. Er starb bei einem Treppensturz. In dem Testament, welches seine Männer fanden, begünstigte er seinen Berater Borgard Rhagørson, dem er sowohl seinen kompletten Lehnsbesitz hinterließ als auch ihn zu seinem rechtmäßigen Nachfolger erklärte.

Am Tag der Beisetzung Falgryggs I. bestieg Borgard die Ratte im Alter von 21 Jahren den Thron Skarnlands.

Herrschaft und Tyrannei

Als König bewies Borgard die Ratte enormes politisches Geschick. Seine Herrschaft begann vielversprechend, da die Skarnländer ihn mit dem wiedereinkehrenden inneren Frieden in Verbindung brachten. Da viele Jarlen im Bürgerkrieg gefallen waren, verteilte Borgard viele Territorien neu an ihm ergebene und loyale noble Familien. Hierbei sorgte er klug dafür, dass die Jarlen untereinander in leichter Konkurrenz blieben. So waren sie auf seine Autorität als König angewiesen und buhlten um seine Gunst.

Nicht zuletzt durch viele erfolgreiche Kaperfahrten, florierte die Wirtschaft Skarnlands in den nächsten Jahren. Borgard hob mit jedem Jahr die Steuern an, doch die Skarnländer konnten diese lange Zeit stemmen. Mit der Zeit wurde Borgard allerdings immer verschwendungssüchtiger und immer häufiger kam Kritik an seiner Politik auf. Zu diesem Zeitpunkt begannen die ersten Skarnländer Borgard und seine loyalsten Anhänger verächtlich als "Borgardianer" zu bezeichnen.

Im fünfzehnten Jahr von Borgards Herrschaft häuften sich gescheiterte oder wenig erfolgreiche Kaperfahrten. Nach der Wehrreform den Eirischen Königs Vigtorus II. hatte das Eirische Reich die Verteidigung seiner Grenzen effektiver gestaltet. Auch die Freisen hatten die Sicherung ihrer Küstenabschnitte besser zu organisieren begonnen, wodurch die Raubzüge der Skarnländer immer seltener von Erfolg gekrönt waren. Trotz der schwächelnden Beutewirtschaft in Skarnland, ließ Borgard die Steuern nicht senken. Er hatte sich viel zu sehr an seinen Prunk und Luxus gewöhnt. Als er die Pläne für einen neuen Palast bekannt gab, wuchs erneut Unmut unter den Wikingern. Viele der Jarlen fanden, dass dieses Gebäude unnötig groß und protzig geplant sei. Eine protestierende Delegation unter Jarl Skyrstadson wurde allerdings von Borgard des Hofes verwiesen und aus Spitzstiften verjagt. Nach einigen Fehlern der Architekten, sah der König sich schließlich gezwungen die Steuern erneut zu erhöhen. Diese Entscheidung fiel zufällig mit einem ungewöhnlich harten Winter zusammen. Historiker vermuten, dass die Borgard-Gegner spätestens nun begannen sich ernsthaft zu organisieren.

Im Verlaufe der nächsten Jahre verschlechterte sich das politische Klima das Skarnlands sich zusehends. Immer wieder kam es zu diplomatischen Eklats. Einladungen zu Festen wurden ausgeschlagen und offizielle Kontakte zwischen den einzelnen Jarlen und dem Königshof wurden zeitweise immer wieder eingefroren. Ganz Skarnland litt unter der hohen Abgabenlast an deb König in Spitzstiften. Bei den Feierlichkeiten des borgardianischen Jarls Fenrikson in Warunkstad, weckte dessen junge und attraktive Frau das Interesse des Königs. Borgard soll seinen Vasallen aufgefordert haben sie freizugeben und ihm zu überlassen. Er würde ihn dafür angemessen entschädigen. Jarl Fenrikson schlug das Angebot aus und Borgard soll wutentbrannt die Feierlichkeiten verlassen haben. Einige Tage später erreichte ein Brief aus Spitzstiften den Jarl von Warunkstad, in dem der König ihm befahl seine Frau an den Königshof zu schicken, da Borgard sich andernfalls gezwungen sähe Fenrikson den Titel eines Jarls und das Lehen zu entziehen. Als Antwort des Jarls diente der Kopf des königlichen Boten, den Fenrikson nach Spitzstiften zurück schickte.

Rebellion

Nach der Hinrichtung seines Boten sammelte König Borgard seine treusten Jarlen um sich und ernannte Hrugar Høvstarson, einen loyalen Borgardianer zum neuen Jarl von Warunkstad und marschierte mit Truppen auf das abtrünnige Jarltum zu. Bei der anschließenden Belagerung Warunkstads durch die Borgardianer, gelang es Fenrikson zu fliehen. Borgards Vasallen nahmen die Stadt ein und König Borgard verschleppte die zurück gelassene Frau Fenriksons nach Spitzstiften. Eine Woche nach dem Fall Warunkstads heiratete Borgard die Frau Fenriksons. Die Männer Fenriksons, die die Eroberung des Jarltums Warunkstads überlebt hatten wurden zu den Hochzeitsfeierlichkeiten in Spitzstiften vorgeführt und als Unterhaltungsprogramm für die Gäste einzeln bei lebendigem Leibe verbrannt.

Die Meldung um die unverhältnismäßig grausame Massenhinrichtung ging wie ein Lauffeuer durch Skarnland und schockierte viele Wikinger. Fenrikson war derweil beim Jarl Skyrstadson und die Beiden planten bereits einen Aufstand. Einige Tage nach Borgards Hochzeit hatte sich ein großes Anti-Borgard-Bündnis gebildet. Unter der Führung von Skyrstadson und Fenrikson zog eine riesige Armee, der sich mehrere andere Jarlen anschlossen, gegen Spitzstiften. Die Nachricht eines gewaltigen Rebellenheeres versetzte Borgard in Zorn und er sammelte alle ihm loyalen Jarlen mit ihrem Armeen vor Spitzstiften um das feindliche Heer zu erwarten.

Die Schlacht bei Spitzstiften ging als "Freiheitsschlacht um Spitzstiften" in die skarnländische Geschichte ein. Das Gemetzel dauerte mehrere Tage an und das Schlachtgeschehen verlagerte sich mit der absehbaren Niederlage der "Borgardianer" immer weiter ins Innere der Stadt. Nach beinah einer Woche des Kämpfens in und um Spitzstiften, drangen die Rebellen in den Königspalast ein. Borgard, seinen treuesten Jarlen sowie seinen besten Kriegern gelang mit einer großen Anzahl Frauen (darunter auch die Frau Fenriksons) die Flucht vor der Stürmung des Palastes. Die letzten Borgardianer flohen aus Spitzstiften in den Osten Skarnlands.

Fenrikson selbst führte ein Heer der Rebellen an um die Borgardianer zu stellen und seine Frau zu befreien.

Borgards Abstieg