Familienoberhauptvogel

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Familienoberhauptvogel, wie er in Höhlenmalereien oft dargestellt wird

Der Familienoberhauptvogel (auch: Familienvogel oder Oberhauptvogel) ist eines der mächtigsten Geschöpfe von Skarnland und mit Abstand der größte Vogel, den es auf der Welt gibt. Ausgewachsene Exemplare können eine Größe von zwei Metern überschreiten und haben eine Flügelspannweite von viereinhalb bis fünf Metern. Sie haben ein schneeweißes Gefieder, das trotz der häufigen Schlammbäder nie wirklich schmutzig wird, wesshalb viele Völker und Stämme dem Familienoberhauptvogel magische Eigenschaften zuschreiben. Sie werden maximal 16 bis 18 Jahre alt und sind im Alter von vier das erste mal Geschlechtsreif. Zu diesem Zeitpunkt haben sie meistens schon einen Partner gefunden und ein Nest gebaut.


Beschreibung

Namensgebung

Der Familienoberhauptvogel hat seinen Namen aufgrund seiner enorm hohen Geburtenrate. Ein Weibchen legt alle zwei Jahre bis zu 100 Eier pro Gelege, braucht danach allerdings eine mehrmonatige Erholungspause, weshalb die Aufzucht der Jungen vom Männchen übernommen wird. Nur das Männchen hat Überblick darüber, welche der Jungen gefüttert werden müssen, welche schon fliegen können und welche zu schwach zum Überleben sind und aus dem Nest verbannt werden. Berichten zufolge versuchen die Weibchen selbst in geschwächtem Zustand die verbannten Jungen zu retten, woran sie vom Männchen äußerst aggressiv gehindert werden. Langzeitbeobachtungen zeigen, dass sich das Männchen nach einer Zeit bemüht, die schwachen Jungen vom Weibchen unbemerkt aus dem Nest zu entfernen.

Ruf

Der Ruf ist eines der charakteristischsten Merkmale des Familienoberhauptvogels. Aufgrund der Ausmaße des Tiers sind seine Lungen fast anderthalb Mal so groß wie die eines ausgewachsenen Mannes. Sein Ruf ist Kilometerweit zu hören und kein Horn, das je von Menschenhand geschaffen wurde klingt lauter oder heller als der Ruf des Familienoberhauptvogels. Dies hat allerdings auch dazu geführt, dass der Familienoberhauptvogel heute trotz seiner Geburtenrate vom Aussterben bedroht ist.

Mythologie

In zahlreichen Legenden sind Familienoberhauptvögel die Gefährten von Göttern und ihr Nachwuchs die Armeen, die letztere in den Krieg schicken. Einer alten Sage zufolge wacht der unsterbliche Vogel Ragara über den Fluss Ralfast und sorgt dafür, dass die Neugeborenen den Leib ihrer Mutter und die verstorbenen den Weg nach Durnholm finden. Für viele Völker ist Ragara der Grund dafür, dass die Familienoberhauptvögel so viel Kinder haben.

Folklore

  • "Der Familienoberhauptvogel zieht im Winter in den Norden."
  • "Wenn ein Familienoberhauptvogel sich auf einen Ast setzen will, entwurzelt er den ganzen Baum. Ausversehen."


Verhalten

Nist- & Paarungsverhalten

Familienoberhauptvögel sind äußerst treue Tiere. Wenn sie einmal einen Partner gefunden haben, bleiben sie mit ihm bis an ihr Lebensende zusammen. Stirbt einer der beiden, sucht sich der andere allerdings ohne lange zu warten einen neuen Partner. Sie sind territoriale Tiere und halten sich Normalerweise von anderen ihrer Art fern. Es wurde aber durchaus schon beobachtet, dass sich drei bis vier Paare in relativer Nähe zueinander Nester gebaut haben. Das Weibchen signalisiert Paarungsbereitschaft durch aufspannen der Flügel und einen besonderen Ruf, den sie nur hierfür verwendet. Die Paarung selbst kann von mehreren Stunden bis zu zwei Tagen dauern.

Die Nester des Familienoberhauptvogels befinden sich in der Regel hoch oben auf Klippen oder Bergen und haben einen Durchmesser von mindestens 20 Metern. Da es etwa ein halbes Jahr dauert, solch ein Nest zu bauen, bleibt der Familienoberhauptvogel nach Möglichkeit sein ganzes Leben lang an derselben Stelle, hat aber kein Problem damit, sein Nest aufzugeben, wenn die Position zu große Gefahr birgt. Für die Suche nach einer geeigneten Stelle ist ein Paar im Zweifelsfall bereit, mehrere Jahre aufzubringen.

Jagdverhalten

Familienoberhauptvögel sind Fleischfresser. Bei der Jagd verlassen sie sich auf ihre starken Krallen und hohes Gewicht, um die größten Tiere in ihrem Jagdrevier zu packen und in die Lüfte zu reißen. Wenn die Beute nicht direkt stirbt, tötet sie der Familienoberhauptvogel, indem er sie gegen die Seite eines Berges oder einer Klippe schlägt, oder aus solcher Höhe über dem Nest fallen lässt, dass sie den Aufschlag nicht überleben. Kämpfe zwischen Jarlbären und Familienoberhauptvögeln sind Stoff zahlreicher Geschichten und Legenden. Real beobachtete Kämpfe haben sowohl die eine, als auch die andere Seite gleichermaßen gewonnen, was in der Hauptsache daran liegt, dass ein Jarlbär zu schwer ist, um vom Familienoberhauptvogel hochgehoben zu werden.

Menschen gegenüber verhält sich der Familienoberhauptvogel in der Regel nicht feindlich, es sei denn, sie kommen dem Nest zu nahe. Aufgrund ihrer Größe taugen sie weder als Nahrung, noch nimmt sie der Familienoberhauptvogel sie als gefährlich war.

Schlammbäder

Familienoberhauptvögel sind dafür bekannt, häufige Schlammbäder zu nehmen. Über den Grund dafür streiten sich die Gelehrten bis heute. In wärmeren Regionen schützen sich Tiere so vor der Hitze, was in diesem Fall eher unwahrscheinlich ist. Die landläufige Meinung ist, dass sich die Vögel der beeindruckenden Wirkung ihres Gefieders bewusst sind. Manche sagen auch, es gehöhre zu ihrem Paarungsritual.


Jagd auf den Familienoberhauptvogel

Jagdmethoden und -gefahren

Die Jagt auf den Familienoberhauptvogel gestaltet sich relativ einfach. Aufgrund seiner Größe erfordert es nicht viel Übung, ihn mit Pfeil und Bogen zu treffen. Die Haut hat einer geschärften Pfeilspitze nicht viel entgegenzusetzen und so erfordert es nur wenige Schüsse, um selbst die größten Exemplare zu erlegen. Die Jagt erfolgt meistens mit Langbögen, da man sich dem Nest so nicht nähern muss. Allein die enorme Geburtenrate hat verhindert, dass der Familienoberhauptvogel schon vor langer Zeit ausgerottet wurde. Die Tatsache, dass der Familienoberhauptvogel keine natürlichen Fressfeinde kennt, hat dies noch unterstützt, da er Menschen nach wie vor nicht als Gefahr wahrnimmt, wenn er ihnen außerhalb der unmittelbaren Umgebung seines Nests begegnet. Hat er einen Angreifer aber erstmal entdeckt, benutzt er seine Flügel, um Geschosse abzuwehren und Gegner von den Füßen zu reißen. Entweder durch Schläge oder Windböen, die selbst ausgewachsene Männer umwerfen können. Selbst zu Fuß hat der Familienoberhauptvogel eine beachtliche Geschwindigkeit und ein einziger Biss oder Klauenhieb kann einen Menschen in zwei Teilen. Getötete Eindringlinge werden von den Jungen innerhalb von Minuten verspeist.

Viele leichtsinnige Jäger hat es außerdem schon das Leben gekostet, sich nach der Erlegung eines Paares dem Nest zu nähern, was dazu geführt hat, dass sich die gesamte Brut auf sie gestürzt und sofort getötet hat. Ohne die Eltern gehen die Jungen dann schnell dazu über, sich gegenseitig aufzufressen, woraufhin das letzte Überlebende Junge bald den Hungertod erleidet.

Weiterverarbeitung

Schnäbel

Familienoberhauptvögel werden hauptsächlich wegen ihrer Schnäbel gejagt, die bei ausgewachsenen Exemplaren bis zu 30 cm lang und 20 cm hoch sind. Die besten Hornbauer Skarnlands rühmen sich damit, aus dem Material Hörner bauen zu können, die dem Ruf des Tieres gleichkommen oder ihn sogar übertreffen. Tatsächlich erzeugen diese Hörner einen unverwechselbaren Klang, der in einer Schlacht sofort erkannt wird. Allerdings haben sie eine beachtliche größe, weshalb viele Schnäbel benötigt werden, um eines anzufertigen.

Gefieder

Aus dem Gefieder des Vogels werden Kleider gewebt, mit denen sich die reichsten Frauen des Landes schmücken, um ihren Wohlstand zu demonstrieren. Diese Kleider behalten die Eigenschaft, trotz schwerster Verschmutzung beinahe ohne Aufwand wieder sauber zu werden, sind allerdings schwer herzustellen, da das feine Gefieder in den meisten Webstühlen zerstört wird und spezielle Gerätschaften gebaut werden müssen, um es zu verarbeiten.

Fleisch

Das Fleisch des Tieres ist hingegen das, was am wenigsten interessiert. Richtig zubereitet ist es zwar eine der köstlichsten Delikatessen, die man für Geld bekommen kann, dies ist allerdings schwerer als bei jedem anderen Tier, das wir kennen. Die Temperatur und die Zeit müssen für die Zubereitung auf das Grad bzw. auf die Sekunde genau abgemessen werden, ansonsten wird das Fleisch zäh und ungenießbar. In ganz Skarnland sind nur zwei Köche bekannt, die diese Kunst beherrschen: Ohle Holgenstein (87), der an den königlichen Höfen zahlreicher Jarl kocht, und Sven Tormark (62), der Einzige, der je eine Lehre bei ihm abschließen konnte. Festmahle, die diese Köche zubereiten, locken Besucher aus den entferntesten Winkeln des Landes an und selbst die gestandesten Krieger sollen geweint habe, als sie die Gerichte gegessen haben.

Wilderei

Tierschutz

Die Anwesenheit eines Familienoberhauptvogelpärchens hat in der Regel zur Folge, dass die örtliche Tierwelt stark dezimiert wird, da der Nachwuchs große Mengen Nahrung benötigt. Viele Fürstentümer sind dazu übergegangen, die Tiere erlegen zu lassen, um den Wildbestand nicht zu gefärden. Nester in der Nähe von Siedlungen sind daher zur Seltenheit geworden, in der Wildniss, abseits der Städte und Dörfer, sind sie jedoch nicht allzuschwer zu finden, wenn man weis, wo man suchen muss.

Ruhmesjagd

Die Größe und Tödlichkeit des Familienoberhauptvogels lassen ihn zu einer begehrten Jagdtrophäe werden. Die Tatsache, dass das erlegen eines solchen Tiers keine Schwierigkeit ist, wenn man weis was man tut, hat stark dazu beigetragen, dass heute viele Jäger damit angeben, wie sie einen Familienoberhauptvogel in einem epischen Gefecht getötet haben. Geschichten über Nahkämpfe mit den Tieren sind auch keine Seltenheit, wenn es auch keinen bestätigten Bericht darüber gibt, dass jemals ein Mensch einen solchen Kampf überlebt hat.


Trivia

  • Aufgrund der Form seines Schnabels wird der Familienoberhauptvogel auch "Hackenschnabel" genannt.
  • Die Beine des Familienoberhauptvogels sind im Verhältnis zum Körper länger, als bei jedem anderen Vogel.