Fjerdi "Kehlback" Trallermuul

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Fjerdi "Kehlback" Trallermuul ist ein bekannter Minnesänger, Wanderdichter, Weltenbummler und Taugenichts, der einst berühmt war für seine Lieder und seine Poesie, doch nach einem misslungenen Auftritt aus seinem Heimatdorf vertrieben wurde. Seither wurde er nicht mehr gesehen. Es heißt, er wandert und segelt noch immer durch die Welt und trägt hin- und wieder umherstreifenden Wanderern seine Weisen vor.

Biografie

Die frühen Jahre

Fjerdi "Kehlback" Trallermuul war einst ein ganz gewöhnlicher Sohn des Dorfes Skalme. Wie auch viele Kinder seines Dorfes war auch er angetan vom Leben auf hoher See. Das Aroma des Meersalzes, das sich aus den wiegenden Küstenwogen in seinen Nüstern niederlegte, ließ ihn immer wieder von den Ländern jenseits des Horizontes, fernab seiner Heimatinsel träumen. Sein Vater, Urik Trallermuul, war ein einfacher Holzfäller, seine Mutter verstarb bereits früh. Eines Tages war es für ihn an der Zeit: Er durfte seinen ersten Raubzug begehen. Als Teil einer Horde von etwa 20 Mann aus verschiedenen Dörfern aus der Umgebung segelte er damals, als Bub im Alter von 16 Jahren, über das große Weltmeer und fiel in einem heute leider unbekannten Reich ein. Die Geschichten erzählen von Häusern aus Lehm, sengender Hitze und feinsten Tüchern, die von den Gebäuden hingen. Hochstammige Bäume mit feingliedrigen Blättern wuchsen dort und wenn man die Früchte dieser Pflanzen griff, so waren sie grün, fleischig, und besaßen einen pelzigen Kern. Spaltete man diesen Kern, so quoll süßer Saft heraus. Dort, so erzählen die Wenigen in Skalme, die Fjerdi Trallermuul einst trafen, habe er zum ersten Mal die Klänge eines Saiteninstruments gehört. Für Fjedri war dies ein wunderbarer Moment. Die sanften, fremdartigen Töne des Instruments umschmiegten ihn und inspirierten ihn. Zu diesem Zeitpunkt wusste er, dass er selbst diese Klänge erlernen und in die Welt hinaustragen musste. So zog er dem Musiker seinen Knüppel über den Schädel, schnappte sich das Instrument und nannte es fortan "Laute", denn immerhin war es eine ziemlich laute Laute. Kaum war der Raubzug vorbei und die Meute wieder im beschaulichen Dorfe, übte Fjerdi Trallermuul tagaus tagein seine Lieder. Sein Vater war jedoch nicht sehr glücklich darüber, dass sein Sohn weder daran interessiert war, die Holzfällerei zu übernehmen, noch daran interessiert war, die wichtigen Raubzüge des Dorfes zu unterstützen. So war es Fjerdi bis zum Tod des Vaters verboten, seine Laute zu spielen.

Die Legende vom Kehlback ward geboren

So begab es sich, dass Fjerdi fortan nur noch bei Nacht üben konnte. Also setzte er sich jede Nacht, wenn sein Vater, der übrigens schrecklich schwerhörig war, auf den höchsten Hügel am Nordrand des Dorfes, klimperte mit seiner Laute, komponierte und sang. Und weil er ja ein Mann mit den Genen eines Kriegers war, und der Schlachtruf der Trallermuul-Familie seit Generationen bekannt ist, war seine Stimme so laut wie der Schrei eines Wolfes, aber bei weitem nicht so lieblich wie der Gesang einer holden Maid. So brüllte er in jeder Nacht den Hügel hinunter. Und weil sein Bemühen so groß war und seine Stimme so laut und sein Brüllen so schrecklich klang, wurde das halbe Dorf in jeder Nacht wach. Daher erzählte man sich bald von der Legende des "Kehlback", des brüllenden Untiers, das am Waldrand lauert und nur darauf wartet, Mensch und Tier zu rauben. Dieses Spiel wurde über Monate hinweg getrieben. Eines Tages, in einer Vollmondnacht, trafen sich einige mutige Männer des Dorfes und versuchten, dem Getöse Einhalt zu gebieten. So rannten sie mit Fackeln und Keulen den Hügel hoch, nur um dort den ängstlich kauernden, aber immer noch klimpernden Fjerdi zu finden. Fjerdi erklärte seine Situation und stellte sich als Musiker vor. Und so gaben ihm die Männer eine einmalige Gelegenheit: In der nächsten Nacht sollte Fjerdi vor dem Jarl seine Weisen vortragen und die Menge mit seinen Liedern unterhalten. Schafft er es, die Gemeinschaft für sich zu gewinnen, so dürfe er bleiben, schafft er es nicht, so musste er das Dorf verlassen. Der große Tag brach schnell an und Fjerdi konnte mit seinem Konzert beginnen. Die ganze Dorfgemeinschaft war im Haupthaus versammelt und bereit, seiner musikalischen Kostprobe zu lauschen. Kaum fing er an, seine Lieder zu singen, schmerzte es den Anwesenden in den Ohren. Der Jarl, so heißt es, habe schmerzverkrümmt auf dem Boden gelegen und seine liebste Hündin brachte ihren Wurf drei Tage zu früh zur Welt. Am Ende waren sich die Dorfbewohner einig: Fjerdi "Kehlback" Trallermuul war eine Gefahr für Skalme und musste verbannt werden. So nahm Fjerdi seine Laute, sein Sangesbuch und Proviant und verschwand auf nimmer wiedersehen hinter der Dorfgrenze. Niemand weiß, wo er sich heute herumtreibt und er ward mehr als 20 Jahre nicht mehr in Skalme gesehen.

Werk und Fähigkeiten

Auch wenn Fjerdi "Kehlback" Trallermuul aus Skalme verbannt wurde, so blieb er stets unermüdlich in seinem Schaffen. Er dichtete fortan, fortwährend und reiste von Dorf zu Dorf, mit wechselhafte Erfolgen. Über die Jahre hinweg verbesserte er jedoch seine Fähigkeiten. Seine Wortwahl wurde geschmeidiger, sein Wissen wurde reicher und auch seine Sangesstimme wurde deutlich besser. Fjerdi ist selten mehrmals an einem Ort zu sehen, doch diejenigen, die ihn trafen, beschreiben ihn als hochnäsigen, aber doch tölpelhaften Genossen, der sich in viel zu engen Kleidern einhüllt. Die Sorgen dafür, dass der Metbauch des braunhaarigen, nur klein gewachsenen Mannes zwischen Hose und Mantel hervorquillt. Seine Haare sind zu sanften Locken gewellt und er trägt keinen Vollbart, sondern einen gezwirbelten Schnauzer, sodass er weniger an einen Nordmann von den Inseln, sondern vielmehr als einen gutbürgerlichen Festlandbewohner erinnert. Fjerdi gilt als charismatischer, wortgewandter Musiker mit hoher Fingerfertigkeit. Dadurch ist er seinen Freunden nützlich als Schmeichler, Ablenkungsmaßnahme und Frauenheld, der jede ruchlose Kriegerin mit den richtigen Worten um den Finger wickeln kann. Natürlich hat er durch sein Künstlerdasein an Kampffertigkeiten eingebüßt und ist von der Gnade mitreisender Soldaten und Kämpfer abhängig, wenn es um das Überleben in Notsituationen geht. Auf seinen Reisen schrieb Trallermuul zahlreiche Pamphlete, Dichtungen und Lieder. Viele davon veröffentlichte er, einige wenige behielt er bisher für sich. Sicher ist, dass jeder Reisegefährte sich seine Tiraden unaufhaltsam anhören muss und ebenso sicher ist auch, dass er es liebt in Reimen, Sprichwörtern und Metaphern zu sprechen. Zwischendurch trat er den Sangesgruppen "Die Schamanen" und "Menhirn" bei, wurde jedoch flugs wegen seiner Met-Eskapaden (Er soll das Gastgemach einer Taverne verwüstet haben) hinausgeworfen Zu seinen bekanntesten Dichtereien gehörten:

  • Ottobar, der Stecher vom Tullhorst
  • In Eirnland sind die Eyter groß
  • Keule ufn Kopp
  • Mei Mutz küsst' 'nen Hruta-Frosch
  • Alfa, beschütz' den Met
  • Lieber Wild im Bauch als Bornenstachel im Darm