Langstreckenwindpfeil

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Der Langstreckenwindpfeil ist ein in Skarnland weit verbreitetes Geschoss für Bögen. Er ist simpel im Aufbau und in der Herstellung, jedoch schwer zu benutzen. Der Vorteil dieser Art des Projektils ist die unglaublich hohe Reichweite, der Nachteil sind jedoch die hohen Kosten.

Ursprung

Der Legende zufolge wurde der Langstreckenwindpfeil von Benjolf Franklinson, einem der größten Erfinder seiner Zeit, entwickelt. Es heißt, sein Jarl und guter Freund Romlheim der Jähzornige habe ihn um eine Waffe gebeten, mit der er seinen Erzfeind Rattwin den Furchtsamen töten konnte, der sich feiger weise hinter seinem kompletten Heer und damit außerhalb der Reichweite seiner Bogenschützen befand. Dank Benjolfs scharfem Verstand und seiner Erfindungsgabe gelang es Romlheim seinen Feind zu töten und dessen Heer zu zerstreuen. Der Langstreckenwindpfeil erfreut sich seither großer Beliebtheit unter den Bogenschützen von Skarnland.

Beschreibung

Langstreckenwindpfeile bestehen aus einem langen, leichten Schaft aus Schilf, an dessen vorderem Ende eine meist sehr schwere und messerscharfe Spitze aus Eire, Bornum, Knochen oder Stein befestigt ist. Am hinteren Ende des Schaftes befinden sich eine Kerbe um den Pfeil an die Bogensehne zu legen, drei Leitfedern und ein etwa drei Fuß langer Schweif aus Woll-, Hanf- oder Lederschnur, der meist mit bunten Bändern und Schleifen geschmückt wird. Der auffälligste Unterschied eines Langstreckenwindpfeils im Vergleich zu einem gewöhnlichen Pfeil ist jedoch die rautenähnliche Membran aus Pergament, auf die der Pfeil mit Birkenpech oder Leim geklebt wird und die sich von knapp hinter der Spitze bis knapp vor die Leitfedern erstreckt. Die Membran wird oft bunt bemalt oder mit Wappen, Götterbildern oder anderen Symbolen versehen. Da das Pergament, aus der die Mebran besteht, ein teures Gut ist, kosten Langstreckenwindpfeile mehr als das Zehnfache eines gewöhnlichen Pfeils.

Darstellung eines klassischen Langstreckenwindpfeils mit seinen Bestandteilen

Verwendung und Funktionsprinzip

Langstreckenwindpfeile werden auf dem Schlachtfeld oder auch auf der Jagd verwendet, um Feinde oder Wild auf eine Entfernung zu treffen, die die Reichweite gewöhnlicher Pfeile um ein Vielfaches übersteigt. Aufgrund des höheren Gewichts sind für ihre effektive Verwendung jedoch etwas leistungsstärkere Bögen erforderlich. Langstreckenwindpfeile werden, je nach Distanz zum Ziel, in einem mehr oder weniger steilen Winkel in die Luft geschossen. Die Pergamentmembran sorgt dafür, dass der Pfeil lange Zeit durch die Luft gleiten kann, bevor er im Sturzkflug auf das Ziel fällt. Leitfedern und Scheif stabilisieren hierbei den Flug des Pfeils. Das hohe Gewicht der Pfeilspitze sorgt dafür, dass das Ziel auch mit dem spitzen Ende durchbohrt wird. Langstreckenwindpfeile sind nur dann effektiv einsetzbar, wenn der Schütze aus der Entfernung zum Ziel und der Windstärke und -richtung, den optimalen Abschusswinkel ermitteln oder abschätzen kann, da der Pfeil sonst zu früh oder zu spät mit dem Sturzflug beginnt oder vom Wind weggeweht wird. Der Wind kann allerdings auch zur Vergrößerung der Reichweite von Langstreckenwindpfeilen genutzt werden, indem man sie auf den Böhen gleiten lässt. Durch die geschickte Nutzung des Windes kann die Reichweite eines Langstreckenwindpfeils von etwa 500 Metern auf mehrere Meilen erhöht werden, jedoch nimmt die Treffgenauigkeit mit zunehmender Entfernung dramatisch ab. Bei fehlerhaftem Abschusswinkel kam es in der Vergangenheit bereits zu Unfällen, bei denen Langstreckenwindpfeile durch den Wind viele Meilen weit getragen wurden und beim Herabfallen (mehr oder minder) unschuldige Bürger Skarnlands aufspießten. Deshalb erlauben die meisten Jarls die Nutzung dieser Pfeile in ihrem Gebiet nurnoch mit einer speziellen Genehmigung und entsprechendem Fachwissen.



--Broedels (Diskussion) 19:20, 2. Feb. 2016 (CET)