Morsasfjord

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Morsasfjord
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Das etwas entlegene Eiland Morsasfjord soll einst der Rückzugsort von Kalad, des Schutzpatronen der Fischer gewesen sein. Heute siedeln dort die Fjordheimer unter dem Schutz der Morsa, gewaltige Walrosse von der Größe von Ochsen oder Pferden, der Sage nach Gefährten des Kalad Monstrad.

Geographie

Morsasfjord ist annähernd von runder Form, soweit dies bei den zerklüfteten Felsküsten der Insel möglich ist. Der Norden der Insel ist von einer Gebirgsformation geprägt, sodass der Zugang zur Insel von dort, außer für die erfahrensten unter den Bergsteigern, eigentlich unmöglich ist. Zentral liegt, am Fuße der Berge, die Hauptstadt der Insel: Fjordheim. Von Süden her führt der namensgebende Fjord vom Meer an die Stadt heran, sodass Fjordheim, obwohl in der Mitte der Insel gelegen, einen großen Hafen besitzt. Der südliche Teil der Insel ist bewaldet, allerdings haben die Fjordheimer entlang des Fjordufers gerodet, um auf diesem fruchtbaren Boden ein wenig Landwirtschaft für den eigenen Bedarf betreiben zu können. An der Mündung zum Meer thront auf der Ostseite ein massiver steinerner Wachturm, Kalad's Wacht, der auch als Leuchtturm der Insel dient. Ihm zum Fuße befindet sich ein weiterer kleiner Hafen und das Dorf Ingasholm, in dem vor allem die Familien der Garnison von Kalad's Wacht leben. Auf der anderen , der Westseite der Mündung, leben die Morsa und wachen ebenfalls darüber, wer in Richtung Fjordheim zu segeln versucht.

Fjordheimer

Wenn man anderen Orts über die Fjordheimer spricht, dann meist wegen ihrer Liebe zum Faustkampf und ihrem ausgezeichneten Met. Wegen ihrer eigentümlichen Bindung zu den Morsa, die ihnen quasi heilig sind, und ihrer Gottesfurcht gelten sie gemein hin zurecht als sehr abergläubisch, weshalb sie von einigen Menschen belächelt werden. Zudem benehmen sich die Fjordländer recht eigenbrötlerisch und verlassen sehr ungern ihre Insel – allerdings packt immer wieder einige Recken die Abenteuerlust und sie brechen auf zu anderen Ufern. Ihre Tapferkeit und ihr Heldenmut in der Schlacht wird in vielen Sagen und Liedern gepriesen, sodass sie als Krieger fast genauso gefürchtet sind, wie für ihre Spezialität, einen eingelegten und fermentierten Fisch, von dem Außenstehenden oft noch über Tage schlecht werden kann. Tatsächlich ist das Fischen ein großer Lebensinhalt der Fjordheimer, was nicht verwundert, da sie den Schutzpatron der Fischer verehren. Zudem sind sie talentierte Imker und so berühmt für ihren Met, wie sie berüchtigt für ihren eingelegten Fisch sind. Weniger verstehen sie sich auf Ackerbau, schaffen es aber immerhin das Nötigste entlang des Fjords anzubauen. Zerstreuung finden sie in besonders rauen Prügeleien – wer einen Fjordheimer zu Boden schickt, der muss schon behände im Faustkampf sein – , aber auch im freundschaftlichen Trinken, Singen und Musizieren. Auch empfangen sie gerne jeden Gast, der die besten Absichten und noch bessere Geschichten mitbringt. Statt eines wirklichen Anführers bedienen sich die Fjordheimer einer eher flachen Hierarchie. In ihrer großen Halle versammelt sich regelmäßig ein Rat aus Druiden, Kriegern und Handwerkern, um über die Belange der Insel zu tagen. Nur in Krisenzeiten wird ein Anführer auf Zeit gewählt, der die Krieger in den Kampf führen kann.

Fjordheim

Die einzige Stadt der Insel, dafür aber von beachtlicher Größe. An den Ufern des Fjords findet sich nicht nur der Hafen, sondern auch die Hütten der Fischer, sowie die Arbeitsstätten der Bootsbauer, Schmiede und anderer Handwerker. Nahe des Hafens steht zudem ein großes Gasthaus, in dem Reisende eine Unterkunft finden können, sowie weitere kleinere Tavernen. Das Zentrum der Stadt bilden zwei große Heiligtümer, samt Versammlungsplatz und Opferstätte. Das größere der Heiligtümer haben die Fjordheimer den Höchsten der Götter errichtet, um sich ihres Schutzes zu versichern. Das zweite Heiligtum ist Kalad geweiht, ihrem Patron. Die Heiligtümer sind mit kunstvollen Schnitzereien versehen und beherbergen neben den Götterbildern die größten Schätze der Stadt. Über diese Stätten wachen Kalads Priester, die sich die Hauer verstorbener Morsa unterhalb ihrer Mundwinkel in den Bart flechten, um diesen ähnlich zu sehen. Etwas erhöht, am Nordrand der Stadt, am Fuße des Gebirges, steht die große Versammlungshalle, die schon die ersten Siedler mit der Hilfe Kalad Monstrads errichtet haben sollen. Umgeben ist die Stadt von einer steinernen Mauer, die aus Brocken der Felsen des Berges errichtet wurde.

Kalad Monstrad, Patron der Fischer

Kalad Monstrad war ein Fischer und selbst ernannter Druide, der von sich behauptete mit den Geschöpfen des Meeres in Kontakt zu stehen. Auch wenn viele ihn zu seinen Lebzeiten für diese Behauptung verspottet haben sollen, so gelang es ihm dennoch immer wieder auf die reichsten Fischgründe zu stoßen und für einen Fischer ein beachtliches Vermögen anzuhäufen. Als er während eines Sturmes aus seinem Boot fiel, soll ihn ein Wal zurück an Land getragen haben. Das bezeugten zumindest eine einäugige Stadtwache und der immer betrunkene Hafenmeister aus Monstrad's Heimatdorf. Als er eines Tages weit aufs Meer hinaus segelte, begegnete er einem der Morsa, der ihm von der bis dahin unbekannten Insel Morsasfjord berichtet haben soll. Von den reichhaltigen Einkünften seines als magisch geltenden Talents zu Fischen beschaffte er sich ein Langschiff und scharrte einen Haufen abergläubischer Recken um sich, um neues Land zu entdecken. So erreichten sie Morsasfjord. Nachdem sich Monstrad an Land begeben hatte, um mit den am Ufer wartenden Morsa ein sicheres Geleit auszuhandeln, saßen seine Gefährten tagelang auf dem Schiff fest und begannen sich zu fragen, ob es richtig war auf einen Mann zu setzen, der mit Tieren, wie mit einem Menschen sprach und verhandelte, während diese offenbar nur gutturale Laute von sich gaben. Dennoch schienen die „Verhandlungen“ erfolgreich verlaufen zu sein, denn nach seiner Rückkehr führte Monstrad sein Gefolge über den Fjord ins Landesinnere, wo schon bald die Stadt Fjordheim zu wachsen begann. Monstrad verließ noch einige Male die Insel und führte weitere Siedler herbei. Doch eines Tages beschloss er sich voll seinem Leben als Druide zu widmen und lebte fortan abgeschieden unter den Morsa, die schon bald mit ihm als Patron der Insel identifiziert wurden. Eines Tages verschwand er und Außenstehende munkelten, dass die Morsa sich letztlich wohl von diesem „Druiden“ belästigten fühlten und ihn verschlungen hätten. Tatsächlich schworen bald Fischer überall auf dem Meer, wann immer ein Morsa nahe ihres Bootes auftauchte, sie guten Fang machten. So lebte einerseits Monstrads Ruf als „Spinner“ weiter, andererseits wurde er als Fischerkönig und Legende bald unter seinem eigentlichen Rufnahmen Kalad – nicht nur auf Morsasfjord, sondern auch auf vielen anderen Inseln – als Patron der Fischer verehrt.

Die Morsa

Die Morsa ähneln gewaltigen Walrossen und überragen in ihrer Größe auch Pferde und Rinder. Sie haben ein kurzes braunes oder schwarzes Fell und ihre Haut soll selbst von den scharfen Harpunen der Walfänger kaum zu durchdringen sein. Morsa sind nicht aggressiv, verteidigen aber ihr Revier und nur die wenigsten Menschen können behaupten einen Kampf gegen einen Morsa lebend überstanden zu haben. Wenn man sie nicht reizt dulden sie auch Menschen in ihrer Nähe, wie die Siedler aus Fjordheim bezeugen können. Für sie sind die Morsa heilige Tiere und jeder der auch nur versucht ihnen Leid zuzufügen hat mit der Todesstrafe zu rechnen. Auch die Krieger Fjordheims drücken ihre Verehrung für die Morsa im Kampf aus, tragen sie als Wappentier auf ihren Schilden und befestigen lange Eisendornen am Wangen- oder Gesichtsschutz ihrer Helme, sodass sie selbst wie Morsa aussehen. Außerdem ahmen sie den kehligen Ruf der Morsa als Kampfschrei nach. Zwar ist es nicht erlaubt einen Morsa zu töten, doch wenn einmal eines der Tiere stirbt, so ist es den Fjordheimern erlaubt sich widerstandsfähige Rüstungen aus dem Leder der Haut der Morsa zu fertigen. Diese Rüstungen sind äußerst selten und bleiben meist über Generationen im Familienbesitz. Der starke Unge, einer der ersten Siedler und ein gefürchteter Krieger, soll sogar ein Schwert besessen haben, das einen der scharfen Hauer eines Morsabullen als Klinge verwendete. Diese Waffe scheint leider verloren zu sein und rätselhafter Weise ist offenbar niemand auf Morsasfjord mehr auf die Idee gekommen diese Art der Verwendung der Hauer aufzugreifen. Vielleicht sind aber auch die Waffenschmiede Fjordheims einfach nicht mehr das, was sie einmal waren.