Nagnørskheim

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Nagnørskheim befindet sich der Legende nach tief im Durnholm (siehe Mythologie und Legenden). Es handelt sich in den verschiedenen Erzählungen meist um ein ausgedehntes Höhlengeflecht, dass je nach Überlieferung unter der Erde oder in einem der Berge Durnholms liegt, mancherorts wird der Ort aber auch als Festung oder gar Turm beschrieben.

Namensherkunft

Die Wortherkunft des Begriffes Nagnørskheim ist umstritten. Manche meinen, es stamme von dem früh-skarnländischen Wort „nagnarøk“ ab, was mit „Der unkenntliche“ oder auch „Der verschleierte“ übersetzt werden kann, tatsächlich ist es aber wahrscheinlicher, dass sich Nagnørsk aus der alten Sprache der Isen entwickelt hat und sich aus zwei Wörtern zusammensetzt. Zum einen aus „Nag“, was mit „hinter etwas befindlich“ übersetzt werden kann, zum anderen aus „nørskal“, einem negativ konnotierten Ausdruck für „Schatten“. Die Endigung Heim wird in beiden Fällen als „Ort“ übersetzt. Je nach Ansicht steht Nagnørskheim also für „Der unkenntliche/verschleierte Ort“ beziehungsweise für „Der Ort hinter den Schatten“.

Mythologie

Auf dem Weg nach Walhalla gibt es viele Gefahren, viele Abwege auf welche die Verstorbenen geraten können und welche sie anstatt in die Hallen der Altvorderen, zu einem neuen Leben unter ihresgleichen führen. Trotzdem gibt es ein Schicksal, dass sich keiner wünscht, weder der ehrenhafte Krieger, noch der furchtsame Feigling und das auch keiner dem anderen wünscht: Durch die Pforten von Nagnørskheim zu treten. Der Legende nach kann die Seele des Verstorbenen diesen Ort nie wieder verlassen, außer sie wird freigegeben von jenem Mann, dessen Name von abergläubischen Personen nur leise, hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen wird, und welchen selbst die redlichsten und tapfersten Krieger lieber hinter ihren Lippen einsperren, als ihn in die Welt zu entlassen: Allsvartur.

Seit jeher war Borne von Freund und Feind gleichermaßen umgeben und umgarnt. Allsvartur zählte anfangs zu ersterem und wurde schließlich zu letzterem. In jungen Jahren himmelte er Borne geradezu an, war fasziniert und ergriffen von dessen Macht, seinem Willen die Welt nach seinen Vorstellungen zu formen. So folgte Allsvartur Borne bedingungslos und tat alles um dessen Aufmerksamkeit und Freundschaft zu erlangen. Doch er war zu schwach, zu unbedeutend, wirkte mehr wie ein Schoßhund, als ein brauchbarer Anhänger und so lehnte Borne es ab, Allsvartur in die Reihen der ersten Väter aufzunehmen und schickte ihn fort. Blind vor Trauer und Zorn verließ Allsvartur die Menschen, zog sich zurück an Orte so tief und alt, dass selbst die Eiren sie vergessen hatten. Dort wartete er wie eine rostige Klinge und mit der Zeit wandelten sich Trauer und Zorn in Hass, welcher durch die Erde tropfte und alles Gute verdeckte, jede Hoffnung erstickte und so saß Allsvartur wie eine schwärende Wunde in der Welt. Der Hass veränderte ihn. Wo früher Schwäche war, wuchs mit jedem Tag die Schwärze und schon bald erstreckten sich die Ausläufer seiner Dunkelheit in die Umgebung, verließen die alten Orte und begannen die Menschen zu umhüllen, sie zu verzehren wie eine Krankheit und stahlen ihnen das Licht. Borne blieb das nicht verborgen und so suchte er Allsvartur auf und als er ihn sah, überkam ihn eine große Trauer, wurde er sich doch dessen gewahr, dass Allsvartur nur ein Produkt seiner eigenen Überheblichkeit war. Borne wusste, dass er jenen Menschen, der ihn einst verehrt hatte, nicht mehr retten konnte und erschlug Allsvartur mit zittrigen Armen und beklemmter Brust, auf dass dieser in Walhalla einfahren möge. Doch der Hass war zu stark und als sich Borne abwandte um seinem Kummer zu entfliehen, lebte Allsvartur noch. Sieben Tage und sieben Nächte rang er mit dem Tod und jede Sekunde tropfte sein schwarzes Blut in die Erde, sickerte bis an den tiefsten Punkt, verband sich mit dem Meer und gelangte über Ralfast zum Durnholm und als Allsvartur seinen letzten Atemzug tat, fand er sich im Winterwald wieder und wanderte ziellos umher. Selbst die Dunkelheit des Durnholms wirkte hell gegenüber der Schwärze Allsvarturs und sein Hass kannte keine Grenzen ob der Erniedrigung durch Borne, welcher ihm aus Mitleid den Tod geschenkt hatte. Nach einer schier endlosen Wanderung durch den Winterwald fand sich Allsvartur vor dem Eingang zu einer Höhle wieder, deren Wände so schwarz waren wie er selbst und er verstand, dass sich sein Blut durch diese Welt gefressen und ihm ein Zuhause geschaffen hatte.

Seit jener Zeit haust er an diesem Ort, den er Nagnørskheim nannte, und lockt die Seelen der Verstorbenen auf ihrem Weg nach Walhalla in seine Höhlen, wo sie in seiner zähen Schwärze versinken und dazu verdammt sind, auf ewig durch die Finsternis zu wandern, ohne je wieder einen Lichtblick zu erhaschen. So nimmt er Rache an Borne und allen anderen Göttern und Menschen, denn sein Hass ist grenzenlos und allumfassend. Er ist Allsvartur, die Dunkelheit hinter den Schatten.

Kult um Allsvartur

In einigen Teilen der Welt, unter anderem Skarnland und Eirnland, gibt es Gruppierungen von Menschen, die Allsvartur anbeten und als Gottheit verehren und der Ansicht sind, über Hass in einen höheren Zustand des Seins zu gelangen, so wie Allsvartur. Im Geheimen üben sie groteske und zuweilen brutale Rituale ab, die von Verstümmelung bis hin zu Menschenopfern gehen. Ihr großes Ziel ist es, der Welt Hass zu bringen und soviel Leid zu streuen, wie nur irgendmöglich.