Snissrüstung

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Die Snissrüstung ist eine sehr zuverlässige, aber schwere Rüstung aus den Rückenplatten des Snissföndt.

Ursprung und Entwicklung

Nachdem die Förderung von großen Mengen Erz durch modernere Bergbautechnik möglich war und somit der Einsatz von massiven und schweren Stahlwaffen auf dem Schlachtfeld zunahm, waren die Rüstungsschmiede überall auf der Welt dazu gezwungen, stärkere Rüstungen zu entwickeln.

Im hohen Norden, wo der Snissföndt in vergleichsweise großer Zahl vorkommt, haben die Schmiede eine Technik entwickelt um aus den extrem stabilen und massiven Knochenplatten des Tieres Rüstungen zu fertigen. Da die vermeintlichen Knochenplatten nur auf der Unterseite aus einer sehr dünnen Schicht Knochen und auf der anderen Seite aus einer Art sehr dicht gepressten Mineralien und Erzen besteht, ist es nicht möglich, dieses Material auf klassische Weise zu schmieden.

Das material muss zunächst tagelang in Wasser aufgeweicht werden um es dann sehr behutsam zum Beispiel an die Form eines menschlichen Brustkorbes anpassen zu können. Mit eigens für diesen Zweck entwickelten Sägen werden dann die Ränder der Rüstungsplatte angepasst. Da die dünne knöcherne Schicht der Platte nun auf der Innenseite ist, können hier ohne Probleme Riemen und Schnallen befestigt werden.

Snissrüstung im Kampf

Die Snissrüstung hat sich als praktisch undurchdringliche Rüstung herausgestellt. Richtig verarbeitet gleiten Schwerter und Äxte ab, aber selbst wenn sich etwaige Klingen in Unebenheiten verkanten, besitzt kein Mensch die Kraft, die Snissrüstung mit solchen Hiebwaffen zu durchdringen. Das Selbe gilt für Speere, Lanzen und Dolche. Selbst ein Lanzenreiter kann einen Gegner, welcher eine solche Rüstung trägt lediglich umwerfen, ihn aber nicht direkt verletzten. Pfeile oder Bolzen mit Bodkinspitzen sind in der Lage, in die Platte einzudringen wenn auf kurze Distanz geschossen, jedoch können sie die Platte ebenfalls nicht durchschlagen.

Die einzige Waffengattung, welche sich bisher als tauglich herausgestellt hat, ist die der Kriegshämmer. Ein schwerer, großer Kriegshammer kann eine solche Rüstplatte zwar immernoch nicht zerschmettern oder einbeulen, jedoch ist der Schlag, der durch die dicke Platte an den Körper weitergegeben wird meist so extrem, dass innere Organe platzen oder Knochen innerlich splittern können.

Nachteile

Der Komfort der Rüstung ist umstritten. Die Rüstung trägt sich wie jede andere schwere Rüstung auch mehr oder weniger gut, jedoch hat eine Snissrüstung einen entscheidenden Nachteil. Im gegensatz zu einer Stahlrüstung kann das Material nicht so sauber geformt werden um dem Träger optimale Bewegungsfreiheit zu bieten. Wird ein Kriger in solcher Rüstung einmal zu Boden geworfen, ist er kaum noch in der Lage selbst aufzustehen.

Zudem gibt es kaum volle Snissrüstungen, welche absolut jedes Körperteil schützen. Das Material lässt sich nur mit sehr viel Zeitaufwand zu Schulterteilen oder Armschienen formen. Panzerhandschuhe sind beinahe unmöglich zu fertigen. Und selbst wenn es einfacher wäre, solche Teile herzustellen, wäre das Gewicht der Rüstung derart hoch, dass es in keinem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen stehen würde. Nur sehr große und extrem kräftige Menschen wären im Stande, das Potential einer solchen Vollrüstung auszunutzen.

Kosten

Der Zeitaufwand um eine Snissrüstung zu bauen ist das größte Problem. Zunächst muss ein genügend großes Exemplar der recht langsam wachsenden Snissföndt gefunden werden. Die Platten vom Skelett des erlegten Tieres zu trennen ist bereits eine zeitraubende Prozedur ohne einen wirklichen Mehrwert, da ein Snissföndt nicht sehr viel oder nahrhaftes Fleisch hergiebt.

Dann muss der Schmied in monatelanger Arbeit die Platten immer wieder erwichen unf formen. Während dieser Arbeit muss sich ein Schmied voll auf diese Arbeit konzentrieren und daneben jeden anderen Auftrag ruhen lassen.

Eine solche Rüstung - selbst wenn es sich nur um einen einfachen Brustharnisch handelt - kann nur von jemandem bezahlt werden, dem die Schmiede entweder bereits gehört oder welcher volle Schatzkammern hat. Es ist nicht selten, dass eine Snissrüstung als Familienerbstück im Adel weitervererbt wird und als festen Bestandteil des Reichtums gilt.

Hinzu kommt außerdem, dass nicht jeder Schmied das Wissen und die Erfahrung besitzt, um eine solche Rüstung zu fertigen.

Waffen

Aufgrund des relativ unflexiblen Materials ist es alles andere als einfach, Waffen daraus zu fertigen. Zudem würde das hohe Gewicht die Waffen sehr unhandlich werden lassen. Kurz: Es gibt keine Waffen aus diesem Material.