Irrlicht

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Das Irrlicht ist ein extrem seltenes Insekt, welches zur Familie der Leuchtkäfer zählt. Es wird bis zu 40 cm lang und besitzt einen beinahe kugelförmigen Körper.


Physiologie

  • Insekten (Insecta)
  • Ordnung:Käfer (Coleoptera)
  • Unterordnung:Polyphaga
  • Teilordnung:Elateriformia
  • Überfamilie:Elateroidea
  • Familie:Leuchtkäfer

Das Irrlicht hat einen fast gänzlich durchsichtigen Körper aus Chitin-Glas. Auch seine 6 verhältnismäßig kurzen Beine bestehen aus diesem Material. Das Chitin-Glas ist enorm widerstandsfähig und kann zum Bau vor verschleißbeständigen Gegenständen genutzt werden, sofern man es bearbeiten kann. Irrlichter verfügen über vier große Flügel welche sich im Ruhezustand um den Körper legen. Der Flügelschlag ist so hochfrequent, das es sich für Menschen wie ein durchgängig schwingendes Glas anhört. Der Körper des Irrlichts geht direkt in den Kopf über. Die Fassettenaugen werden teilweise vom Panzer überschirmt. Es verfügt über zwei dünne Fühler und mit denen elektromagnetische Felder und magnetisches Metall wahrnehmen kann. Der Fressapparat eines Irrlichts besteht aus vier kurzen quadratisch angeordneten Zangen und einer mit Chitin-Glas besetzten Zunge zum Abreiben von Metallen. Im Zentrum des Irrlichtkörpers findet sich Ektogan. Dieses erzeugt die elektrische Aufladung, welche zur Nahrungssuche benötigt wird. Bei diesem Prozess entsteht auch das Licht, welchem das Irrlicht seinen Namen verdankt. Das Ektogan selbst besteht aus zwei flexiblen rauen Platten, welche das Irrlicht aneinander reiben kann und so elektrischen Strom erzeugt. Die Farbe in der das Irrlicht leuchtet wird durch die Metalle bestimmt, die es aufgenommen und in seinem Panzer verbaut hat.

Ernährung

Irrlichter sind Allesfresser. Hauptsächlich ernähren sie sich von Pflanzen, allerdings sind sie wegen ihres Chitin-Glas-Panzers auf Metalle angewiesen. Ohne Metallionen in ihrem Körper ist es ihnen nicht möglich zu wachsen, da der Panzer diese zum Aufbau benötigt. Ein Mindestmaß an Ionen ist ebenfalls erforderlich, damit das Ektogan arbeiten kann. Irrlichter jagen keine Beute, fressen aber Aas wenn sie auf welches stoßen. Verhalten Irrlichter sind sehr scheu und versuchen sich von anderen Lebewesen fern zu halten, da diese durch ihr elektromagnetisches Feld die Wahrnehmung des Irrlichts stören. Aus diesem Grund halten sich Irrlichter nicht nur von Stätten, sondern auch voneinander fern. Nur einmal pro Jahr am längsten Sommertag treffen sie sich zur Paarung. In der Nacht nach einer kriegerischen Auseinandersetzung suchen oft Irrlichter das Schlachtfeld auf um Nahrung zu sich zu nehmen. Die minimale Aufladung der aufeinandergeschlagenen Schwerter reicht meist aus, um ein Irrlicht darauf aufmerksam zu machen. Sie erscheinen allerdings nur wenn das Feld verlassen scheint.


Mythologie

Die Völker des Nordens glauben, es handelt sich bei den Irrlichtern um die Seelen der gefallenen Krieger, welche nach ihrem Ableben ihren toten Körper noch einmal aufsuchen wollen, um ihren wichtigsten Besitz mit ins Jenseits zu nehmen. Eine solche wandernde Seele gilt als heilig. Erscheint sie jemandem, so kann dies als große Ehre ober aber nach einem Mord als Rachewunsch aufgefasst werden. Der Stromschlag den die Menschen bekommen, welche versucht haben ein Irrlicht zu berühren, wird als Präsenz der kraftvollen, kämpferischen Seele gedeutet, die sich über den Tod hinaus verteidigt. Nur sehr wenige wissen um die tatsächliche Wahrheit hinter den Irrlichtern. Der Angriff auf ein Irrlicht gilt als Frevelhaft und kann zur Verbannung führen. Ausnahmen werden bei Mördern im eigenen Stamm gemacht, welche sich bewaffnen wollen, um mit Gewalt ins Jenseits vorzudringen, statt ewig im Dunkeln zu irren.

Mögliche Verwendungen

Wer um die wahre Form des Irrlichts weiß, kann es für diverse Dinge nutzen. Das Blut des Irrlichts enthält große Mengen Phosphor und leuchtet im Dunkeln. Aus dem Panzer können unterschiedliche kleinere Gegenstände hergestellt werden, welche sehr beständig gegen Verschleiß und wertvoll sind. Ein Chitin-Glas-Dolch steht unter dem Ruf die Seele eines Jeden zu rauben, der mit diesem umgebracht wird. Kräuter die mit einem solchen Dolch geschnitten wurden sollen besser wirken. Die Farbe des Chitin-Glas ist ebenfalls relevant. Ist es bläulich, so gilt es als gutmütig und heilsam. Grünes Chitin-Glas steht für Naturverbundenheit. Es wird zum Kräutersammeln, aber auch für Pfeilspitzen* verwendet. Rötliches Chitin-Glas gilt als Böse, Teil einer schwarzen Seele und wird daher bei dunklen Ritualen verwendet. Als Batterie wurde das lebende Irrlicht bislang nicht missbraucht.

*Aber was sind Pfeile? (Siehe Mythos „Pfeile“)