Módirkorn

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Illustration eines Schamanen zum Módirkorn
Als Módirkorn bezeichnet man ein vom Blakkrpilz befallenes Getreidekorn, das sich aufgrund seiner Inhaltsstoffe auf Mensch und Tier toxisch auswirkt. Es kann auch als Droge eingenommen werden und wirkt als Halluzinogen.

Aussehen

Das Módirkorn schält sich aus der befallenen Ähre und ist durch seine lange, krumme Form und seine dunkle Färbung gegenüber dem gesunden hellen Korn gut unterscheidbar. Die Körner sind darüber hinaus sehr widerstandsfähig.

Legende

Wegen seinen akustisch halluzinatorischen Eigenschaften wird Módirkorn im Volksmund auch oft Flüstersamen genannt, da es die Stimmen der Götter hören soll und in sich speichert, bis ein Sterblicher sie in sich aufnimmt und sie in ihm zu neuem Klang aufkeimen. Ist er dessen allerdings unwürdig, straft ihn das Korn durch Schmerzen. Einige Tiere Skarnlands sollen so auch zu ihrer Weisheit gelangt sein, als ihnen die Götter ihr Dasein erklärten.

Vermehrung

Wird Korn über einem Acker ausgesät, auf dem die harten Módirkörner liegen, sprießt der Pilz und dessen Sporen befallen vom Wind getragen das heranwachsende Getreide.

Eigenschaften

Als Korn

In purer Form wirken die Inhaltsstoffe des Módirkorns toxisch. Der Pilz kann vom Körper schlecht verdaut werden und führt so zu Darmkrämpfen und Durchblutungsstörungen, die die Sehkraft zeitweise beeinträchtigen können. Bei einer hochdosierten Zuführung des Pilzes kann es zu Kreislaufversagen und Atemlähmung kommen.

Als Mehl

Wird das Módirkorn mit normalem Getreide versehentlich zu Mehl verarbeitet und zu Nahrung verarbeitet, gelangt es bei dessen Verzehr schneller in den Kreislauf als pur und kann bei geringer Dosis noch schmerzlindernd und blutstillend wirken, führt bei einer höheren Dosis allerdings zu starken Krämpfen.

Als Droge

Im Mörser zermahlen und in der richtigen Dosierung in heißem Wasser aufgelöst, kann ein Rauschmittel hergestellt werden, das Halluzinationen hervorruft. Die Temperatur des Wassers macht hierbei einen entscheidenden Faktor aus. Ist sie von einem erfahrenen Kräuterkundler gut abgestimmt, können bereits geringe Mengen des zermahlenen Pilzes erhebliche Ausmaße auf die Wirkung des Trankes später haben. Ist das Wasser zu kalt wirkt es lediglich schmerzlindernd, ist es zu heiß führt es zu Übelkeit und Sehstörungen.

Wird die optimale Temperatur erreicht und für eine viertel Stunde beibehalten, in der das Módirkorn seine volle Wirkung entfaltet, wirkt es später stark schmerzlindernd und führt zu akustischen Halluzinationen, die von den Bewohnern Skarnlands oft als Stimmen der Götter interpretiert werden, sollten sie während des Rausches welche vernehmen. Auch hier kommt es zu Sehstörungen, allerdings nicht in Form von aufblitzenden Punkten und blinden Flecken im Sehbereich, wie bei purer Einnahme oder nach Zubereitung unter zu hohen Temperaturen, sondern zu einem eingeschränkten peripheren Blickfeld. Dies verstärkt zusätzlich den Effekt, dass der Hörsinn geschärft zu sein scheint und somit ein Wikinger selbst hinter sich eine Gefahr wahrnehmen könne. In Wirklichkeit fühlen sich die meisten durch die Geräusche und Stimmen die sie hören verfolgt und blicken sich deutlich öfter um, als ihre nüchternen Mitwikinger, um durch ihr eingeschränktes Sehvermögen nicht den Überblick zu verlieren und Herr ihrer Sinne zu bleiben. Diese Paranoia ist es, die einen höheren Schutz vor Hinterhalten und dergleichen bietet und nicht ein verbesserter Hörsinn.

Nutzen

Viele Schamanen und Seher verwenden das Módirkorn um es sich medizinisch oder wahrsagerisch zunutze zu machen.

Schamanen schätzen die schmerzlindernde und blutstillende Wirkung des Blakkrpilzes und bauen so das Módirkorn oft gezielt auf einem kleinen Feld an, das so angelegt ist, dass der Wind die Sporen dorfauswärts trägt und nicht hinein und darüber hinaus keinen gesunden Acker befällt.

Seher sehen im Módirkorn verkapselte Botschaften der Götter, die nur der Pilz wahrnehmen kann und die Gespräche in sich aufnimmt und speichert. Nur der Seher sei im Stande die Weissagungen zu erkennen, die die Götter wie im Alltagsgespräch von sich gäben. Dem gemeinen Laien würden die etlichen Stimmen, die man unter Einfluss des Módirkorntrankes hört, keinerlei Nutzen bringen und würden meist unter Gelächter verschmäht.

Deutung der Halluzinationen

Wikinger, die in den Genuss eines Blakkrrausches kamen, berichteten neben Geräuschen wie von aufeinanderschlagenden Waffen auf Rüstungen und Holz, knisterndem Feuer, heulendem Wind, auch von Stimmen, die für sie entweder unbekannt waren, von Bekannten, die teilweise sogar bei Ihnen standen aber gar nicht zu ihnen gesprochen hatten oder Verstorbenen. Oft würden sie dem Anwender Dinge befehligen oder ihn schlichtweg auslachen. Nichts davon konnte von ihren Gefährten wahrgenommen werden und sollten mehrere unter dem Bann des Flüstersamen stehen, hörte auch jeder etwas anderes, auch wenn die Körner von der gleichen Ähre geerntet und zu einem Trank verarbeitet wurden. Manche sehen hierin ihr persönliches Schicksal verborgen.