Módirkorntrank

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Wie der Name bereits verrät, handelt es sich beim Módirkorntrank um ein Rauschmittel, dessen Wirkstoff im Blakkrpilz enthalten ist, der aus dem Módirkorn gewonnen wird. Im Volksmund wird der Trank aufgrund seiner halluzinatorischen Eigenschaften auch Erguss oder Redeschwall genannt, da der Anwender des Trankes sich Geräusche und Stimmen einbildet.

Ursprung

Das Módirkorn, das für die Herstellung des Módirkorntranks benötigt wird, führt beim Verzehr ganzer Körner zu Darmkrämpfen, Durchblutungsstörungen und Sehstörungen, das je nach Dosis sogar zum Tod durch Atemlähmung und Kreislaufversagen führen kann. So wurde schnell von den Bewohnern Skarnlands das verseuchte Korn aussortiert.

Da es sich allerdings nicht immer vermeiden ließ, wurde es versehentlich mit gesunden Körnern gelegentlich zu Mehl zermahlen und zu Brot verbacken. Nach dessen Verzehr kam es je nach Grad der Kontamination des Teigs entweder zu einer schmerzlindernden und blutstillenden Wirkung oder zu starken Krämpfen in Magen und Darm.

Letztere Merkmale konnte man bereits auf das Módirkorn zurückführen, allerdings ließ die mögliche positive Auswirkung auf den Kreislauf einige Schamanen dazu bewegen, das vom Blakkrpilz befallene Getreide näher zu untersuchen.

Herstellung

Zugabe vom Blakkrmehl nachdem sich das Folnastrauchblatt bereits gekräuselt hat.

Für den Trank muss zuallererst das Módirkorn getrocknet werden, bevor es im Mörser zerstoßen werden kann. Es kann auch unverzüglich nach der Ernte mit einem Stößel zerkleinert werden, jedoch ist die Menge des im Korn enthalten Wirkstoffes so schlecht abschätzbar und kann die Dosierung beim Brauen unberechenbar gestalten. Erst nach Schwinden des Wassers kann die Dosierung relativ problemlos erfolgen. Hierfür werden die Körner am besten in die Nähe der Feuerstelle gelegt und benötigen so in der kalten, trockenen Luft Skarnlands nur zwei Wochen bis zum nächsten Schritt.

Der Schamane muss nun einen Kessel mit Wasser erhitzen. Während sich das Wasser erwärmt, legt er ein frisches Blatt eines Folnastrauches auf die Wasseroberfläche und wartet, bis das Blatt infolge seiner hohen Wärmeempfindlichkeit anfängt sich zu kräuseln. Je nach Erfahrung des Schamanen kann dieser durch die Geschwindigkeit des Ringelns des Blattes abschätzen, wie lange er das Wasser noch weiter stetig erhitzen muss, bis er es von der Feuerstelle nehmen muss und die zuvor vorbereitete Menge Pulver des Módirkorns hinzufügen kann. Hierbei gilt für drei Krüge an Wasser im Kessel verwendet man fünf gestrichene Schulterblätter eines Eychhørnchens an Mehl. Je nach Region haben sich unterschiedliche Maßeinheiten und Verfahren für das Dosieren des Trankes entwickelt.

Damit der Rausch auch später den gewünschten Effekt erzielt, muss die Temperatur nun für eine viertel Stunde beibehalten werden und der Schmanane somit mehrmals den Kessel auf die Feuerstelle legen und wieder entfernen um das erstrebte Ergebnis erzielen zu können.

Ist der Trank fertig gebraut und abgekühlt, kann man diesen Trinken. Je genauer die Temperatur eingehalten werden konnte, desto reiner ist der Trank.

Wirkung

Ein Horn voll des Trankes genügt bereits, um starke Schmerzen innerhalb der nächsten halben Stunde zu lindern. Darüber hinaus verschlechtert sich die periphere Sicht des Konsumenten womit gleichzeitig die Wahrnehmung von nicht vorhandenen Geräuschen und Stimmen einhergeht. Dieser Zustand dauert je nach Reinheit des Trankes bei dieser eingenommenen Menge zwischen ein bis vier Stunden an, bis die Symptome wieder abklingen. Sofern diese akustische Halluzination vom Betroffenen nicht als Zeichen Gottes oder der Offenbarung ihres Schicksals interpretiert wird, halten viele Wikinger den Trank für eine Erweiterung ihres Gehörsinns im Kampf. Die Tatsache, dass so viele Wikinger dieser Meinung sind, liegt vermutlich daran, dass sie sich durch ihre psychotische Paranoia öfters im Kampf umblicken und so einem Hinterhalt eher entrinnen als ihr nüchterner Nachbar.

Seher trinken gelegentlich einen Schluck, um sich dessen angeblichen wahrsagerischen Fähigkeiten zunutze zu machen, können hierbei aber auch in eine Abhängigkeit geraten, die bis nach dem Verzehr reiner Kerne oft tödlich endet.