Trebiorn Brunftbart

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Halbgott des Bartwuchses und der übertriebenen Männlichkeit

Mit einem Bart und Gerüchten zufolge während einer Schlacht aus dem männlichem Schoß des Kriegsgottes Chavo geboren, (In jener Schlacht kämpfte er bereits selbst Seite an Seite mit eben diesem. Siehe Unten.) nährte Trebiorn stets nur Met an Stelle von Muttermilch, und erzogen wurde er von den Schilden seiner Feinde, die er durchschlug, an Stelle von Liebkosungen seines Vaters. Seine gesamte Körperbehaarung ist miteinander verwachsen, allein über sein riesiges Gemächt gibt es zahlreiche Lieder, und sein Bart ist härter als die Knochen der meisten Sterblichen. Besonders männlichen Kriegern wird nachgesagt, sie seien von Trebiorns Bart gekitzelt worden. Brunftbarts äußerst männliche Heldentaten werden in zahlreichen Liedern besungen, die allermeisten davon sind jedoch Trinklieder, an deren ursprüngliche Form sich kaum noch jemand erinnern kann, da sie fast ausschließlich von besoffenen gesungen werden. Generell ist Trebiorn derjenige Halbgott, dessen Legenden wohl mit Abstand am meisten von Betrunkenen überliefert, und somit auch am meisten vom Bier verwässert wurden. Vermutlich war sein Gemecht also noch weitaus größer, als es in den Tavernen von Eirnland besungen wird.

Die Heldentaten

Trebiorns erste Heldentaten fanden bereits während der Schlacht statt, in der er geboren wurde. Es ging in dieser Schlacht um nicht weniger als um einen vollen Krug Silber-Met seines Vaters Chavo, der von einem Betrunkenen Mitstreiter während einem gottwürdigen Saufgelage vergossen wurde. Der Streit eskalierte so sehr, dass alsbald hunderte Männer in der größten und blutigsten und männlichsten Schlacht, an die sich je ein Betrunkener erinnern könnte, gegeneinander Kämpften. Eben jene angehäufte Männlichkeit führte zu Trebiorns Geburt. Sein erster Feind, das heißt, sein erstes Opfer, soll ein ausgewachsener Jarlbär gewesen sein, von dem bis heute kein Betrunkener mehr weiß, warum er an besagter Schlacht teilnahm, den er mit seiner eigenen Nabelschnur strangulierte. Anschließend schnitzte er aus einer der Rippen des Jarlbären einen Zweihänder, den er mit einer Hand führte, um seinem Vater tapfer zur Seite zu stehen, und zahlreiche weitere Gegner aufzuspießen, aufzuschlitzen und zu spalten. Letzten Endes war es Trebiorn Brunftbart, der den letzten Krieger erschlug, der behauptete, sein Vater hätte zu Unrecht denjenigen Tor enthauptet, der seinen Silber-Met verschüttet hatte. Als er jedoch damit fertig war, den Sieg zu bejubeln, und zum ersten Mal seit seiner Geburt aus dem durch Alkohol und dem enormen Bluträusch hervorgerufenen Delirium erwachte, konnte er seinen Vater nicht mehr wiederfinden. Diese Schlacht, manche nennen sie auch die "Trebiornschlacht", muss folglich kurz vor dem plötzlichen Verschwinden Chavos stattgefunden haben.

Die Trebiorntränen

Um seinen verschwundenen Vater Chavo nach dessen unangekündigten Verschwinden wiederzufinden, bewegte er ganze Wälder, indem er deren Bäume aus dem Erdreich zog, und sie über den Horizont warf, doch er fand auf den frei gewordenen Flächen nicht eine Spur von Chavo. Dies waren die einzigen Momente, in denen jemals Tränen seinen Bart beschmutzten. Den dadurch entstandenen vielen kleinen Seen zwischen den Wäldern, den sogenannten Trebiorntränen, sagt man nach, dass, wenn man von ihrem Wasser trinkt, man zum Weib, bzw. umso weiblicher wird, und wenn man selbst hineinweint, man zum Mann, bzw. umso Männlicher wird. Denn Trebiorn weinte nicht, weil er weibisch war, sondern, um es nicht mehr zu sein: Durch seine Tränen spülte er jede Weiblichkeit aus sich heraus, und wurde Augenblicklich wieder um ein vielfaches Männlicher. Die Trebiorntränen erkennt man an ihrem aufdringlichen, weiblichen Duft. Manche sagen, sie hätten zwischen den Bäumen, die sie umgeben, sogar das männliche Geflenne von Trebiorn Brunftbart wiederhallen hören. Die Trebiorntränen sind zahlreich und über ganz Eirnland verteilt.

Wie er zum Namen "Brunftbart" kam

Da er seinen Vater nur eine Schlacht lang kannte, erschien es auch Trebiorn selbst nicht sinnvoll, dessen Nachnamen anzunehmen. Lange Zeit wurde er deshalb einfach nur mit seinem Vornamen gerufen, oder als "der, durch dessen Adern BLUT fließt" bezeichnet. (Das erschien demjenigen, der sich diesen Namen einst ausdachte, dümmlicher Weise wohl besonders männlich und brutal, weshalb viele annehmen, dass auch diese Namensgebung nur von einem Saufkupan Trebiorns stammen konnte.) Eines Tages, als einer von Trebions zahlreichen Widersachern versuchte, ihn zu töten, rammte er sein Schwert in dessen Bart. Das Schwert blieb jedoch in dem Steinharten Bart stecken, und so besiegte Trebiorn ihn. Jedoch war niemand, nicht einmal Trebiorn selbst, in der Lage, das Schwert aus seinem Bart zu ziehen. Da es ihm irgendwann tierisch auf den Geist ging, mit einem Schwert vorm Hals durch die Welt zu reisen, beschloss er, seinen Bart loszuwerden. Männlich, wie er war, ging er für drei Tage und Nächte allein in den Wald, und als er wiederkam, war sein Bart verschwunden. Er hatte sich jedes Haar einzeln herausgerissen, und das Schwert, dass dabei endlich von ihm abgefallen war, hatte er als Grabstein für seinen Bart genutzt. Irgendwo muss noch immer dieses Grab sein, das Grab von Trebiorns erstem Bart. Zu seinem Namen kam er, als er noch am selben Abend in einer Taverne trank, und urplötzlich, mitten in seinem Satz, als er eine Dame erblickte, die ihm gefiel, wie ein wilder Hirsch einen Brunftschrei vollführte, von dem manche meinen, sie würden ihn noch heute auf dem Boden ihrer Metkrüge wiederhallen hören. Als der Lärm verflogen war, und alle Anwesenden wieder zu Sinnen kamen, war Trebiorns Bart wieder in voller Pracht und Länge und Härte an Trebiorns Kinn, und natürlich gefiel das der Dame seiner Wahl sehr. Manche behaupten, dass es erst Trebiorn war, der den Bart unter den Vikingern, vor allem aber auch unter den Vikinger-Damen, beliebt gemacht hat.