Draugr

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"Draugr? Das sind nur Märchen, die man den Kindern erzählt, wenn sie unartig sind!" - die letzten Worte des berühmten Kriegers Lirø Jenkin, bevor er im Kølstad-Hügelgrab verschwand.

Beschreibung

Ein Draugr (Pl. "draugar"), manchmal auch Wiedergänger oder Grabunhold genannt, ist eine uralte Sagengestalt: Ein untoter Krieger, der nach seinem Tod in der Nähe seines Hügelgrabs umherstreift und es vor Plünderern verteidigt. Der Legende nach waren die Draugr jene Skarnländer, die den Gott Borne einst stürzten. Für ihren Hochmut seien sie von ihm verflucht worden, so dass sie nach ihrem Tod keinen Einzug in Valhalla erhielten, sondern auf ewig an ihr Grab gebunden sind. Andere behaupten wiederum, sie seien Geister, die irgendetwas an die Welt der Sterblichen bindet: Unverrichtete Dinge, Schuldgefühle oder ein alter Fluch. Andere behaupten, es handle sich um Ketzer, die die Götter verleugneten und sich für ihre Meister opferten, um diese durch ihre eigene Lebenskraft am Leben zu erhalten. Trotz dieser Geschichten hat nie jemand die Existenz der Draugar beweisen können. Jene, die sie gesehen haben sollen, verlieren ihren Verstand und enden meist als wahnsinnige Einsiedler. Wenn sie Glück haben. Wer einem Hügelgrab zu nahe kommt, wird meist von den grässlich entstellten Leichen abgeschreckt, die sich dort befinden. Wer es dennoch wagt, die Ruhe der Toten zu stören, schließt sich diesen bald an. Um einen Draugr endgültig zu vernichten reicht es angeblich nicht aus, ihn zu erschlagen, da er sich nach einiger Zeit (Tagen, Wochen oder sogar Jahren) wieder erheben soll. Daher muss man den Kopf des Draugr abtrennen und ihn mit dem Rest des Körpers verbrennen. Will man den Draugr anderweitig von seinem Fluch befreien und ihm zur letzten Ruhe verhelfen, muss man herausfinden, was ihn an das Diesseits bindet. Vielleicht war es auch die Furcht vor den Draugar, die dazu geführt hat, dass die Beisetzung im Hügelgrab heute in Vergessenheit geraten ist und man die ehrenhaften Toten nun stattdessen verbrennt.

Aussehen

Draugar werden meist als hagere, blasse Tote beschrieben, deren Körper durch die Kälte Skarnlands und die Art der Hügelgräber selbst Jahrhunderte nach ihrem Tod noch gut erhalten sind. In ihren leeren Augenhöhlen glimmt ein unheimliches Licht. In voller Rüstung könnte man sie nur schwer von einem Lebenden unterscheiden, außer an ihrer Haltung (und eventuell dem Geruch). Wer jedoch glaubt, dass sie langsam wären, der irrt, denn sie sollen übermenschliche Stärke und magische Fähigkeiten besitzen. Sie sind außerdem in der Lage zu sprechen, jedoch nur die Sprachen, die sie auch zu Lebzeiten sprechen konnten. Einigen Sagen zufolge sollen sie sogar ihre Größe verändern und durch Wände gehen können.

Kinderzeichnung eines Draugr

"Draugr" in anderen Ländern

Im Eirnland gibt es eine Rasse kleiner, grünlicher Humanoide, die früher ebenfalls Draugr genannt wurden, was oft zu seltsamen Missverständnissen zwischen den Skarnländern und den Bewohnern des Festlandes führte. Diese "Draugar" sind in Wirklichkeit Wichte oder Kobolde, die dafür bekannt sind, Chaos zu stiften und Reisenden alle möglichen Streiche zu spielen.