Geitrid

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Die Geitrid [Jeitrid] sind ein skarnländischer Stamm von Wikingern, welcher in den Höhlensystemen des Gråtakel (Gråtakel-Gebirge (Skarnen)) lebt. Der Stamm lebt vor allem von ihrer Ziegenzucht und derer Produkte. Außerdem nutzen die Geitrid die Ziegen als Reit- und Lastentieren. Angeführt wird der Stamm zurzeit von Jarl Björn Isaacson.

Entwicklung des Stammes

Den Legenden nach entstand der Stamm der Geitrid durch eine Auseinandersetzung. Es gab in einem Dorf nahe des Gråtakel einen Streit über die Nachfolge des Jarls. Zwei Brüder stritten um die Position und der Rat konnte sich nicht zwischen ihnen entscheiden. Nun wurde dem älteren Bruder von einem Krieger zugetragen, dass der Rat sich für seinen jüngeren Bruder entschieden hatte. Wütend über diese Entscheidung, wollte der Ältere mit seinem Bruder reden, doch als er in sein Haus kam, fand er diesen, zusammen mit seiner Familie, ermordet vor. Das Dorf war bereits allarmiert und der Ältere musste erkennen, dass der Krieger für einen anderen Jarl gearbeitet hatte, der sich das Dorf einverleiben wollte. Da ihm jedoch die Beweise fehlten, floh er mit jenen, die ihm treu ergeben waren, aus dem Dorf und hinauf in die Berge. Mit nur wenigen Vorräten stiegen sie hinauf. Der Herbst war in diesem Jahr unerbittlich und der Ältere wusste, dass er bald für die Kinder und Alten einen Unterschlupf finden musste. Die Nacht dämmerte bereits, als er auf einmal in der Nähe eine Herde der Jättegeit ausmachen konnte, die zum Berg liefen. Da die Tiere Nahrung versprachen folgte der Ältere ihnen mit seinen Spähern. Zu ihrer Verwunderung, verschwanden die Tiere auf einmal am Berg und erst als die Späher die Umgebung genauer ausgekundschaftet hatten, fanden sie den Eingang einer Höhle. Sie drangen weiter in den Berg ein und mussten feststellen, dass es sich die Höhle nach einem kleinen Gang nach hinten immer weiter verbreiterte. Weitere Gänge gingen von den Höhlen ab. Die Ziegen hatten sich in einer der größeren Höhlen versammelt, um die Nacht zu überstehen, da sie hier vor den scharfen Winden des Gebirges geschützt waren. Kurz entschlossen ließ der ältere Bruder alle seines Stammes in die Höhlen bringen, wo sie endlich geschützt waren. Da ihnen die Jättegeit das Leben gerettet hatten, ließen die Wikinger sie in Frieden und teilten sich in der Nacht die Höhle gemeinsam. Am nächsten Morgen begannen die Wikinger die Höhlen zu erkunden und stellten fest, dass sie noch viel weiter in den Berg hinein gingen, als sie es vorher gedacht hatten. Der Jarlsson entschied in dem Moment, dass dies der Ort sein sollte, wo ihr Stamm bleiben würde. Sie schickten Jäger aus, die in der Umgebung auf weitere Herden der Jättegeit trafen und daher die Versorgung sichern konnten. Nach und nach baute sich der Stamm in den Höhlen ihr neues Dorf auf und die Jättegeit wurden die Grundlage des Lebens dieses Stammes. Sie wurden Nahrungsquelle, Kleidungslieferant, Reit- und Lastentier und Kriegsbegleiter. Die Herde, die ihnen das Leben gerettet hatte, sollen der Legende nach die ersten gewesen sein, welche von den Geitrid gezähmt wurden.

Gesellschaftsstruktur

Angeführt wird der Stamm der Geitrid von dem amtierenden Jarl und seiner Familie. Unterstützt wird der Jarl vom Rat der Ältesten und der Seherin, die auch für die Rituale verantwortlich ist. Danach haben die Krieger das höchste Ansehen in der Gesellschaft, wobei die Reiter mit ihren Kriegsziegen einen besonderen Status unter den Kriegern inne haben. Die Ziegenzüchter sind die angesehensten Menschen unter der nichtkämpfenden Bevölkerung. Danach kommen die Jäger und Handwerker, gefolgt von den Frauen und Kindern. Insgesamt umfasst der Stamm etwa 500 Mitglieder.

Das Höhlensystem

Tief in den Berg hinein schlängelt sich ein großes Höhlensystem, dass von dem Stamm der Geitrid als Lebensraum genutzt wird. Geschützt vor den Elementen können sie hier die schweren Winter des Gebirges überstehen. Neben vielen kleineren Höhlen, die mit Gängen verbunden sind und als Wohnräume dienen, gibt es vier große Höhlen. Die drei kleineren davon stehen zur Zucht der Jättegeit zur Verfügung. Die Stridgrotta (Kampfhöhle) dient zur Zucht der Kriegsjättegeit, während die Bløgrotta (Blauegrotte) und die Uddehøla (kleine Höhle) zur Zucht der Milchjättegeit dienen. Die größte Höhle, Storlekhøla (große Höhle), in der ein See liegt, dient als Versammlungs- und Ritualsort.

Öffentliche Gebäude und wichtige Plätze

Während die Wohnhäuser in die kleineren Höhlennischen des Systems eingearbeitet sind, gibt es auch eine zentrale Höhle, die wesentlich größer ist, als die anderen Höhlen. Dort hat sich seit der Entstehung der Höhlen ein unterirdischer See gebildet, dessen Mittelpunkt ein kleiner Fels bildet, der aus dem Wasser ragt. Dieser Fels ist für die Geitrid eine heilige Kultstätte. Dort bitten die Seherin und die Ältesten um die Gunst des Berges, um die Wintermonate zu überstehen. Dabei wird eine der stärksten Jungziegen geopfert. Im Anschluss verspeißt der Jarl bei einer großen Feier das Herz der Ziege, und die Seherin das Gehirn. Der Rest des Fleisches wird schließlich an das Volk verteilt. Auf dem See beten die Vertreter des Stammes auch zu Alpha. Neben dem See befindet sich das Versammlungshaus, das größte Haus des Stammes, wo alle wichtigen Entscheidungen durch den Jarl und den Rat der Ältesten getroffen werden. Hier werden auch die großen Feste gefeiert und am Ende des Sommers findet hier der große Jättegeitmarkt statt. Ein Gang des Höhlensystems führt hinauf auf einen kleinen Vorsprung, der sich außerhalb des Berges befindet. Dort liegt die Totenkultstätte der Geitrid, die, da sie nicht nah am Wasser leben dazu übergegangen sind, ihre Toten auf der Plattform mit einem Feuerbegräbnis zu ehren. Auf dem Weg dort hoch, liegt das Haus der Seherin und ihrer Schülerin.

Ziegenzucht

Die Ziegenzucht obliegt drei Familien die seit Generationen diese Aufgabe übernommen haben. Durch selektive Zucht über mehrere Generationen sind die gezähmten Jättegeit deutlich größer und stärker geworden, als ihre wilden Verwandten. Dadurch können sie problemlos auch große Lasten bewegen, oder Menschen in die Schlacht tragen. Schon sehr bald wurde die Zucht der Nutztiere und der Kriegstiere voneinander getrennt um die Züchtung zu verbessern. Auch wenn nur von diesen Familien die Jättegeit gezüchtet werden, hat fast jeder Haushalt eine oder zwei Ziegen, welche den Alltag mit der Familie teilen. Sie sorgen dafür, dass Nahrung wie Milch und Käse in jedem Haus zur Verfügung stehen. Fleisch wird vom Fleischer hergestellt, da die Jättegeit sehr früh geschlachtet werden müssen, um zartes Fleisch zu bekommen. Alternativ werden auch Fleischprodukte von wilden Jättegeit angeboten, deren Fleisch jedoch dunkler ist, und geschmacklich Wild ähnelt.

Wichtige Persönlichkeiten

Der aktuelle Jarl ist Björn Isaacson, der mit seiner Frau Eva zwei Kinder, Sòley und Brynjar, hat. Viele bemängeln an ihm, dass er zu vorsichtig ist und die Isolation des Stammes nicht weiter aufgeben will, um weitere Handelsbeziehungen zu knüpfen. Die Seherin ist die sechzig Jahre alte Rakel Dagursdottir, eine der ältesten Frauen, die jemals im Stamm der Geitrid gelebt hat. Ihre Schülerin ist die zwanzigjährige Waise Katla.

Triviales

Die Geitrid sind meist kleiner als andere Skarnländer. Durch das Bewegen in den Höhlen waren große Körpergrößen eher hinderlich. Viele Wikinger, die von der Existenz der Geitrid wissen, belächeln eher ihr Leben mit den Jättegeit und betrachten sie als Wilde. Zudem sorgte die Zurückgezogenheit, in der die Geitrid leben, für viele Gerüchte über den Stamm. Manche zweifeln sogar ihre Existenz an, und sehen in den Geitrid Wesen aus Mythen und Sagen, während andere behaupten, es handele sich bei ihnen um Mischwesen, halb Ziege, halb Mensch.