Kartål

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Der Kartål wird der Gattung der Freiflügler (Vrønn Lotæ) zugeordnet und ernährt sich, soweit bekannt, von Fleisch, fällt damit also in die Kategorie der Brønnlet. Seine Existenz ist gemeinhin als anerkannt zu betrachten, jedoch bekam noch kein Skarnländer die Gelegenheit, diese Kreatur in Ruhe und bei seinem Nistplatz zu beobachten. Zumeist beschränken sich die Berichte auf das plötzliche Auftauchen und Verschwinden in Form eines harten Zischens und einem flirrenden Schemen, der mit kolossaler Geschwindigkeit an einem vorbeirauscht. Dies führt dazu, dass die Kenntnisse über den Kartål stark begrenzt sind und dazu von Legenden sowie Aberglaube zersetzt werden.

Name

Der Name Kartål kommt aus dem Skarnischen und setzt sich aus kartøs ,Wind‘ und ål ,Schatten‘ zusammen. Da sein Erscheinen stets mit dem Geräusch eines pfeifenden Windes einhergeht und man nie mehr erkennt als seinen Schatten, beschloss der stets einfallsreiche Volksmund, dass sein Name fortan Windschatten lauten sollte. Matrønen der Natur- und Kreaturenkunde übernahmen diesen Namen, aufgrund seines bedrohlichen Klangs und seiner mystischen Ausstrahlung, welche von Matrønen nur zu gerne gepflegt wird.

Geschichte

Der Sage nach, ist der Windschatten die Schöpfung Thyris, als diese Eifersucht auf Bornes Kreation, dem Witterförn, verspürte. Er ist ihr Versuch Borne zu übertrumpfen und klarzustellen, dass sie die Herrin über den Himmel ist und nicht im Schatten eines von Menschen erschlagenden Toten steht. Sie fungieren also im Prinzip als ein Symbol und Zurschauestellung ihrer Macht.

Im Zuge dieser Sage, erzählt sich man sich auch die sogenannte "Legende vom Berg".

Legende vom Berg

Alle paar Jahrhunderte soll es in den Skarnen ein brachiales Gewitter geben, welches mehrere Tage andauert. Während diesem Unwetter fährt ein mächtiger Blitz, genährt von der Macht Thyris höchstselbst, in die Spitze des Krummdorns und dieser nimmt diese Kraft in sich auf und speichert sie für ein Jahr.

Dann, am 1. Tag des 1. Monats des 1. Jahres nach dem Blitzeinschlag, lösen sich Brocken aus dem Berg und fallen nieder auf die Erde. In diesen Brocken schlummern die ersten männlichen Jungtiere der Kartåle und während die Felsen in die Tiefe stürzen, formen sich Flügel und Körper, Pranken und Klauen, Kiefer und Zähne. Kurz vorm Aufprall breiten sie ihre Schwingen aus und erheben sich in die Lüfte.

Am 2. Tag des 2. Monats des 2. Jahres wiederholen sich die Ereignisse, nur, dass es dieses Mal Weibchen sind, die in den Himmel schnellen. Die Männchen haben in diesem vergangenen Jahr einen sicheren Platz zum Nisten errichtet und nun die Gelegenheit, um eine weibliche Begleiterin zu buhlen.

Nachdem sich alle Paare gebildet haben, vergeht wieder ein Jahr, bis am 3. Tag des 3. Monats des 3. Jahres ein einzelner Fels aus dem Berg bricht, dessen Größe die seiner Vorgänger bei Weitem übertrifft. Dieser Kartål ist weder männlich noch weiblich, er ist der stärkste seiner Art, er ist der Anführer aller Kartåle und der Beschützer Skarnlands. Er ist Thyri Løtr, der "Emporkömmling der Thyri".

Merkmale

Aussehen

Wie schon erwähnt, herrscht Unklarheit über das Äußere eines Kartåls. Fakt ist, dass sie fliegen können und somit höchstwahrscheinlich über Flügel verfügen. Weiter vermutet man, dass er eine Körperlänge (Kopf bis Schwanzspitze) von ca. 1 bis 3 Meter und wenn er Flügel hat, diese eine Spannweite zwischen 2 und 5 Metern haben. Da dies nur geschätzte Werte auf Grundlage des wahrgenommenen Schattens sind, ist ihnen keine große Glaubhaftigkeit zuzuschreiben. Vielmehr ist über das Aussehen nicht bekannt. Zwar gibt es noch weitere Beschreibungen, die von feuerspuckenden Bestien, mit einem Körper aus Stein und Klauen aus Ønnowit über moosbewachsene Baumwesen bis zu Jarlbären mit Schwingen aus Dolchen reichen. Doch konnten diese von Fachkundigen bis jetzt nicht überprüft werden und sind somit ins Reich der Legenden zu verweisen.

Physis

Aufgrund ihres außergewöhnlichen Jagdstils, vermutet man, dass Kartåle einen äußerst kraftvollen Körper besitzen. Er muss enormen Geschwindigkeiten, Tiefen von mindestens 30 Metern, sollten die Geschichten denn wahr sein, und dem damit verbundenem Druck standhalten können. Einige Matrønen vermuten, dass der Kartål ein sehr schnell operierendes Gehirn besitzt, damit er bei der Jagd nicht in Bäume, den Boden oder etwaige andere Hindernisse prallt. Ein menschliches Gehirn könnte Bewegungen von solchem Tempo niemals schnell genug verarbeiten und würde einen als Fleck an der nächstbesten Felswand enden lassen.

Lebensweise

Ernährung

Nach jetzigem Wissensstand ernährt sich der Kartål vornehmlich von größeren Säugetieren aller Art. Er bewegt sich mit unerreichter und vorallem furchterregender Geschwindigkeit, die ihn zu einer der tödlichsten Kreaturen und erfolgreichsten Jägern in ganz Skarland macht. Nach den wenigen Augenzeugen, die glauben einen Kartål bei der Jagd beobachtet bzw. deren Auswirkung bemerkt zu haben, "verschwand" das jeweilige Beutetier vor deren Augen. Alles, was man hörte, war das charakteristische Zischen und den sehr schnell verblassenden Schrei des Opfers. Diese reichen vom Gaelg Hirsch über das gemeine Rind bis zu anderen Jägern, wie dem Nachtknirscher. Angeblich soll er selbst vor dem Narrenaal nicht halt machen. Man kann also sagen, dass es ihm egal ist, was es ist, so lange es groß genug ist und einen Körper aus Fleisch besitzt.

Lebensraum

Zusammenstöße mit diesen geheimnisvollen Kreaturen gab es im Norden, Süden, Osten und Westen, genau Aussagen lassen sich demnach nicht treffen. Es wird jedoch gemunkelt, dass sie in den Skarnen leben, wo kaum ein Wikinger sich hinverirrt und sie vor den Augen der Menschen verborgen bleiben. Dies würde auch erklären, wieso man einem Kartål noch nie außerhalb der Jagd begegnet ist.

Fortpflanzung

Es liegen keine Informationen über die Fortpflanzung vor.

Kartåle und Menschen

Es ist bisher noch kein Fall bekannt, in dem ein Mensch von einem Kartål attackiert worden wäre.

Der stärkste Krieger einer Generation wird mit dem Titel "Kartål Løtr" versehen.

An mancher Stelle wird der Windschatten als Synonym für Thyri gebraucht, z.B. in Schriften und Malereien.

Um die Stärke dieses Wesens zu erlangen, malen sich manche Skarnländer die Rune für "Wind" auf die linke und die Rune für "Schatten" auf die rechte Schulter, kurz bevor sie in eine Schlacht ziehen.

Viele Skarnländer hängen dem Glauben an, dass der Windschatten von den Skarnen aus Wache über der Wikinger heiß geliebtes Land hält. So kommt es, dass in dem einen oder anderen Wikingerheim eine Figur zu finden sein wird, die einen Windschatten darstellt und seinen Blick auf die Eingangstür gerichtet hat, um bösen Geistern und schlechten Zeiten den Zugang zu verwehren.