Mieftøpp

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Der Mieftøpp ist ein Trank, den der versierte Alchimist Krudowasch Michnet eher zufällig im Rahmen seiner Versuche entdeckte. Es zeichnet sich durch einen bestialischen Gestank aus, der jedem Opfer der Ausdünstungen ein hohes Maß an Selbstbeherrschung abverlangt, um nicht die unangenehmen Folgen zu spüren zu bekommen. Wenn es nicht zu ungewollten und meistens auch extrem unangenehmen Zwischenfällen kommt, ist der Mieftøpp grundsätzlich als Wurftrank zu bezeichnen.

Man ordnet es in den meisten Fällen in der Kategorie der Atemgifte ein.

Herstellung

"Nach dem kleinen Unfall mit der Stinkpøttke und dem Bornenstachel-Extrakt, die sich auf meinem schönen Jarlbären-Fell vor meinem Kaminfeuer ausgebreitet haben, war die Kacke am Dampfen...

Und wie sie dampfte: Gelb-grüne Nebelschwaden zogen durch die Hütte, ich konnte garnich mehr richtig sehen!"

- Krudowasch Michnet


Wie das Zitat des überraschten Entdeckers zeigt, ist die Herstellung eines Mieftøpps denkbar einfach: Man sucht sich ein dichtes Gefäß und füllt den Boden gut mit der kristallinen Stinkpøttke. Anschließend tränkt man das Fell eines toten Jarlbären mit reichlich Bornenstackel-Extrakt und stopft es mit in das Gefäß. Danach gibt man eine geschälte rohe Rokkrtbohne hinzu, die man gut im feuchten Fell verstauen sollte. Die Zwischenräume werden nun abschließend mit dem flüssigen Bornenstachel-Extrakt aufgefüllt und das Gefäß möglichst schnell luftdicht verschlossen. Danach sollte man darauf achten, dass es nicht zu sehr geschüttelt wird, da der entstehende Druck andernfalls zum Austritt der über riechenden Dämpfe führen kann. Zudem kann man nach eigenem Ermessen diverse weitere Zutaten mit abstoßendem Gestank in das Behältnis geben, was bereits zu unterschiedlichsten Farb- und Geruchsvariationen geführt hat.

Verwendung

Manch einer kann sich die Einsatzgebiete der Mieftøppe schon denken. Die entstehenden Ausdünstungen des Gemisches werden genutzt, um arglose Gegner kampfunfähig zu machen oder zumindest, um eine gute Ablenkung zu schaffen. Auch ist es bei einigen Stämmen übliche, den Trank bei der Jagd in Tierbaue oder Höhlen zu werfen, um die Bewohner selbiger heraus zu scheuchen. Es soll auch Fälle gegeben haben, in denen böse Buben den Trank in den Kamin des Nachbarhauses geschmissen haben, welches in Folge dessen nicht nur für kurze Zeit unbewohnbar war, sondern auch die Bewohner so verärgerte, dass bei der sich anschließenden Dorfschlägerei einige schwere Verletzungen gegeben hat.

Zum Einsatz des Mieftøpp nehme man das besagte Gefäß mit der Mischung und werfe es im hohen und möglichst Weiten Bogen in Richtung des ausgewählten Opfers. Anschließend sollte man einen großen Abstand zum Aufschlagspunkt halten und sich die Atemwege mit einem feuchten Stofffetzen abdecken, um nicht von der Wirkung getroffen zu werden.

Zum Schutz vor den Dämpfen des Mieftøpps eigenen sich entwerde oben erwähnter befeuchteter Stoff vor den Atemwegsöffnungen oder aber, wie es beispielsweise bei Krudowasch Michnet der Fall war eine Resistenz gegen übele Gerüche, die dieser gute Herr selber ebenfalls verbreitet. Möglicherweise sind so auch einige Wikinger weniger anfällig für die Mieftøppe als andere.

Wirkung

Durch die Vermengung der übel riechenden Inhaltsstoffe mit dem sich leicht verflüchtigenden Bornenstachel-Extrakt, das dann bei Aufprall durch die Rokkrtbohne kurz erhitzt und so verdampft wird, entsteht eine gelb-braune Dampfwolke. Diese Dämpfe riechen extrem nach den Zutaten und nehmen dem Einatmenden im ersten Moment den Atem ebenso wie den Verstand. Neben dem abscheulichen Gestank, der nicht selten auch einen Würgreiz beim Opfer hervorruft, wirken die Dämpfe extrem betäubend. Der Dampf entfaltet seine Wirkung durch Aufnahme über die Atemwege.

Das Opfer erleidet Einschränkungen der Geruchs- und Geschmackswahrnehmung. Durch die intensive Färbung ist oft auch die Sicht deutlich eingeschränkt, vor allem, wenn die Anwendung in geschlossenen Räumen erfolgt. Je nach Menge und Größe des Mieftøpps können Symptome wie Hustenanfälle, Übelkeit mit möglichem Erbrechen, Halluzinationen, Desorientierung, Schwindel oder auch Kopfschmerzen auftreten. Beim gezielten Einsatz als Waffe kann der Gestank sogar bis zur sofortigen Ohnmacht der einatmenden Personen führen, wenn diese sich nicht durch eine enorme Selbstbeherrschung bei Bewusstsein halten. Es sei aber angemerkt, dass die Ohnmacht maximal eine gute Stunde anhält. Einige Berichte erzählen allerdings auch von tagelangen Nachwirkungen des Mieftøpps, nach denen der Geruch auch lange nach Verfliegen des Dampfes noch in der Nase vorherrschte.

Wirkliche gesundheitliche Schäden richtet der Mieftøpp allerdings nicht an. Abgesehen von dem extremen Unwohlsein, von dem sich der Körper auch relativ schnell erholt und dem Geruch, der sich gerne auch in Inneneinrichtung, Kleidung, Haare und alles andere setzt, was sich in der Nähe des Einsatzortes des Wurftranks befindet. Bis der Geruch verflogen ist, vergehen nicht selten einige Tage bis Wochen. Während dieser Zeit stößt der Gestank verständlicherweise die meisten Mitmenschen, die selbigen wahrnehmen ab und so werden Opfer des Trankes danach für einige Zeit eher gemieden. Auch intensives Waschen verkürzt diese Zeit nicht nominal.