Petrun Stor

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Aus den alten Erzählungen und Geschichten über den Mann, der zum Stein wurde, den Stein, der zur Axt wurde und wie sie zusammen zur Legende wuchsen.

Oder besser: Das überlieferte Leben des Petrun Stor:

Frühe Jahre

"Wie sein Vater, sein Großvater und alle seine Ahnen seit dem Beginn aller Aufzeichnungen und vermutlich noch darüber hinaus, war Petrun ein Steinmetz. Sobald er laufen konnte, trug er stets seinen kleinen Meißel mit sich und wann immer es die Zeit erlaubte schnappte er sich einen Stein von irgendwo her und begann ihn zu formen. Selten kam dabei etwas von Nutzen heraus, nicht eine Pfeilspitze und kein Wetzstein verließen seine Hände und auch der Runenschrift verweigerte er sich, doch schon vor seinem zehnten Lebensjahr haute er mit einer Leichtigkeit, als würde er weiches Holz schnitzen, hübsche Figuren aus jedem Stein, den er fand. Einige zeigte er seinem Vater und dieser präsentierte sie stolz im ganzen Dorf, doch als sich Petrun, nach Eintritt in das Erwachsenenalter noch immer weigerte Aufträge anzunehmen verblasste die Begeisterung schnell und wandelte sich in Zorn.

"Sie dich an, Junge! Schwächlich, zu nichts nutze und vertrödelst deinen Tag mit dummen Figuren. Es wird Zeit einen Mann aus dir zu machen." sprach sein Vater eines Tages aus Wut, dass sein Sohn ihm wiedermal durch seinen Unwillen einen wichtigen Auftrag vereitelt hatte. Wohl wissend, dass er damit die lange Familientradition brechen würde, schickte er seinen Sohn zum Kampfplatz, auf dass er zum Kämpfer ausgebildet werden solle und von diesen elenden Figuren fortkäme.."

Die Ausbildung

"..Ehrlich bemüht, aber körperlich den anderen jungen Männern weit unterlegen, war es eine schwere Zeit für Petrun. Stärke, Ehre und Kampfgeschick waren die Voraussetzungen für jeden Kämpfer. Nichts davon brachte er mit und das war ihm in den ersten Tagen seiner Ausbildung schmerzlich bewusst geworden. Viel schlimmer jedoch war, dass es bald das gesamte Dorf wusste. Kurz darauf wandte sich auch sein Vater ab, die einzige Person, mit der er seine Begeisterung für Stein zumindest im Ansatz teilen konnte.

Als sein Ausbilder ihn suchen ließ, nachdem er an einem Tag nicht auf dem Kampfplatz erschienen war, und man ihn mit starrem Blick zwischen einer Steingruppe außerhalb des Dorfes fand, begann die Schikane. Niemand sprach mit dem schwächlichen merkwürdigen Jungen, ab diesem Zeitpunkt spöttisch "der Stein" genannt. Er bekam halbe Rationen und doppelte Schläge. In den wenigen Moment, in denen er die Kontrolle über seine Wut verlor, denn er wusste, dass ihm dies nur mehr Probleme einhandele, schrie er immer wieder die selben Worte: "Der Seher zeigte mir einen Fels, den ich zu eurem Untergang formen werde, sobald ich ihn finde"

Im Alter von etwa 17 Jahren verschwand Petrun aus seinem Dorf und wurde nie wieder so gesehen, wie er einst ging.."

Blutgriff

Petrun brauchte fast zehn Jahre nachdem er seinem Dorf den Rücken gekehrt hatte, um Bornes Finger zu finden und aus ihm Blutgriff zu hauen. Diese Axt war der Höhepunkt seiner Macht. Und sein Untergang:

"..Es war eine blutige Rache, die er an seinem Dorf nahm, denn obwohl er nie mehr als die Grundzüge des Kämpfen gelernt hatte, war es als wäre er eins mit dieser Axt. Sie schwang mit einer solchen Kraft durch die Reihen seiner eigenen Leute, dass die einzelnen Teile der toten Leiber noch meter weit flogen, nachdem sie getroffen wurden. Egal wessen Schild sich seinen Schlägen in den Weg stellte, er zerschmetterte alles, wo er mit festem Griff niederschlug. Er fällte 17 Mann, darunter sein früherer Ausbilder und der Jarl des Dorfes, bevor man ihn niederrang und ihm mit unzähligen Axthieben ein Ende bereitete.

Nachdem das Dorf beschlossen hatte ihm eine ehrbare Bestattung zu verwehren und zwei Männer notwendig waren, seinen toten Griff zu öffnen, entdeckten sie einen dunkelroten Handabdruck, den kein Wasser abwaschen konnte dort, wo seine Hand die Axt gehalten hatte. Manche sagen, er konnte nicht loslassen, denn der Stein, aus dem er die Axt geschlagen hatte, sei mit Flüchen der Götter belegt gewesen, andere sagen sein Griff sei schlicht zu mächtig geworden, als dass er seine Hand noch hätte öffnen könnte. Von nun an trug die Axt den Namen Blutgriff, erst nur wegen des Abdrucks, dann weil ein ein Streit zwischen jenen, die die Axt vernichten wollten und jenen, die ihre Macht behalten wollten, entbrannte und jeder, der sich bemühte Blutgriff zu schwingen, wie Petrun ehrlos starb.

Niemand weiß, wo sich Blutgriff heute befindet und wer Gerüchte gehört hat, sollte sie lieber rasch in einem Met ertränken, wenn er nicht ein ähnliches Schicksal teilen möchte."