Ingot van Protjöl

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Ingot van Protjöl oder auch "Blutbart" ist ein berüchtigter Raubzügler aus Freisen und Anführer der "Roten Bären".


Person

Name

Der Name Ingot ist gleichbedeutend mit dem Begriff eines stark eisenhaltigen Gesteins im freisischen Sprachgebrauch. Ingots Familienname hat dagegen zwei Herkünfte von denen er stammen könnte. Zum einen gibt es die Geschichte des Zusammenschlusses der Familien Protulne und Jölnis, wobei sich mindestens zwei Mitglieder der Familien miteinander vermählten. Zum anderen soll in uralten Zeiten der Begriff „van Protjöl“ so viel wie „unter dem Dache“ oder „unter dem Schutze des Daches“ geheißen haben. Die Übersetzung ist dabei nicht mehr eindeutig auszumachen. Mit dem „Dache“ könnten auch Schutzwalle oder sogar Höhlendecken gemeint sein. Ingots Familie kommt ursprünglich aus den höheren Ausläufern des Nieblbecker Gebirges, in dessen Höhlen früher Menschen gewohnt haben sollen. Unter ihnen könnten auch Vorfahren von Ingots Familie gewesen sein.

Blutbart dagegen ist ein Name der zwar mit ihm verbunden ist, dessen Existenz er aber in öffentlichen Kreisen leugnet. Daher ist Blutbart - der Schrecken der Westküsten Freisens – auch eine Art moderner Legende, die den Kindern zu später Stunde als unheimliches Märchen erzählt wird. Durch diese Verschleierung als Mythos gelingt es Ingot leicht Fragen nach diesem Namen auszuweichen und als solche Märchen abzutun. Sicher ist jedoch, dass Ingot van Protjöl seit seinem grausamen Inlandsfeldzug gegen die angreifenden Skarnländer vor über 25 Jahren Blutbart genannt wird. Für diesen Kampf, von dem er keine Ehre zu erwarten hatte, wollte er aber auch keinen solchen Namen erhalten.

Erscheinungsbild

Ingot van Protjöl ist ein etwas kleinerer Mann mit stämmigem Oberkörper, muskelbepackten Schultern und kräftigen kurzen Armen. Die dicken Beine dieses schlechten Schwimmers tragen ihn selbst durch die sandigen Watte an den Küsten Freisens mit hoher Geschwindigkeit. Man sagt Ingot wäre sehr unzufrieden, wenn er stillstehen müsste. Seinen harten Gesichtsausdruck und die markante knorrige Nase soll schon sein Vater vor ihm gehabt haben. In seinem Gesicht wächst ein schwerer brauner Bart mit einer leicht rötlichen Farbgebung. Manches Mal soll man sich nicht sicher gewesen sein, ob der Farbstich natürlichen Ursprungs sei oder ob das Blut seiner letzten Opfer noch in seinem Bart zu sehen war, woraufhin der Name Blutbart entstand. Blutbart ist ein furchteinflössender Mann, der seinen Gegenüber aufgrund seiner bedrohlichen Aura immer im Griff zu haben scheint. Meist trägt der Vollblutfreise eine schwarze Lederrüstung mit einzelnen Metallnieten. An seinem vielmaschigen Gürtel hängen Dutzende verschiedener Messer, Jagd- und Kampfwerkzeuge.

Herkunft und Familie

Die Herkunft von Ingots Familie ist eine recht kurze und größtenteils unbekannte Geschichte. Während viele Vorfahren noch in den Minen und Schiefergruben geschuftet haben, sind Ingots Eltern eines Tages in ein größeres Dorf an den Berghängen gezogen, in denen aus einer Kriegsnot heraus Männer mit Verstand über Waffen und Schilden gesucht wurden. Einer von ihnen war sein Vater. Was nach Ende der damaligen Konflikte des Dorfes mit seinen Eltern geschah, ist weiter unbekannt. Man weiß nur, dass sich Ingot den regelmäßigen Raubzügen der Dörfler angeschlossen habe, ohne das Handwerk seines Vaters weiterzuführen.

Charakter und Gesinnung

Häufig wird Ingot als böswillig und zornig beschrieben, dabei ist nicht außer Acht zu lassen, dass er eine ganze Schar an Männern um sich versammeln konnte, mit denen er schließlich in den Skarnländer-Kriegen die „Roten Bären“ gründete. So oft diese auch aufgrund ihrer Brutalität verachtet wurden, so schützten sie doch viele Menschen und Landstriche vor der Vernichtung. Ingot nennt sie daher immer zynisch die „Edlen Roten Bären“. Das Charisma auf seine Freunde und Feinde hatte weitreichende Auswirkungen auf seine Behandlung als Gefangener und Ausgestoßener. So ist er häufiger schon der Gefangenschaft oder dem Tod entronnen. Alle diese Bestrafungen hatte er sich selber verschuldet. Das Leben am Rande der Gesellschaft aber reizte ihn mehr als das Unterordnen in einer Hierachie.

Blutbart unterwirft sich fast nur seinen eigenen Gesetzen sowie er kann. In jungen Jahren war er erfolgreicher Plünderer der Eirischen Tieflande. Später schloss er und seine Meute sich Banditen an, die auch vor inländischen Gräueltaten keine Rücksicht nahmen. Dennoch scheinen ihm Prinzipien anzuhaften, die selten ausgesprochen werden. Obschon seiner Ablehnung des „fetten Wals“ Marollo Uffessers als Anführer des Tors, ist er seinem Bezirk in gewisser Weise sehr loyal gegenüber und kämpft schon sein Leben lang für die Westfreisen. Eine einzige Sache verbindet ihn mit dem derzeitigen Uffessers, nämlich die Distanzierung von einer Wiedervereinigung der freisischen Völker. Ingot hat einen regelrechten Hass auf alle Fremdvölker und Freisen anderer Bezirke. Lieber würde er gegen sie in den Krieg ziehen, als sich mit ihnen zu verbrüdern. Diese Problematik allerdings bringt Marollo regelmäßig Probleme ein, die von Blutbart nicht ganz unbeabsichtigt sind, wenn es um Verhandlungen mit den anderen Bezirken geht. Die Vorwürfe werden immer lauter, dass Marollo weiterhin einen Verbrecher wie Blutbart toleriere und Antifreisische Handlungen unterstütze.

So spielte Blutbart in der Vergangenheit oft Torben "Røkna" Lindingæ in die Hände, der solche Aufruhr für seine Interessen nutzte. Blutbart ist sich häufig nicht bewusst was seine Handlungen bewirken. Sein größtes Interesse besteht in vielen Fällen aus seinem eigenen Wohlergehen und dem Ausleben seiner sadistischen Wut.

Ein weiterer Punkt der nicht unerwähnt bleiben darf, ist seine Einstellung zu Frauen und im speziellen Schildmaiden. Während seine eigene Truppe nur aus Männern besteht, gibt es in den freisischen Bezirken auch Schlachtenverbände aus Frauen. Blutbart allerdings hat für diese Sichtweise und Toleranz für Frauen nichts übrig. Seine Bande zieht nicht nur plündert, sondern auch vergewaltigend und mit Missachtung der gesellschaftlichen Prinzipien durch die Lande.

Rolle im letzten Raubzug der Skarnländer

Die Grabstätte von Mark Hülm

Über die Zeit im Plünderzug des Dorfes Fjordheim ist von Blutbart vor der Invasion der Skarnländer nicht viel bekannt. Im Dorf wurde er berühmt als einer der besten Raubzügler der Eirnländischen Küsten und führte dort auch einen Verband an. Neben Furcht stieß er dort wegen ertragreicher Plünderungen aber auch auf Anerkennung von Gleichgesinnten. Als die ersten Schiffe der Skarnländer vor den freisischen Küsten gesichtet wurden, ging die Nachricht schnell durch alle Tore und erreichte auch die Freisen in Fjordheim. Während dieser Tage gingen die Freisen noch von einer üblichen Truppe Skarnländer aus, die es auf die Küsten Eirnlands abgesehen hatten. Jedoch ahnte noch niemand, dass die Skarnländer in gemeinsamer Abstimmung zur großen Wikingerfahrt aufgerufen hatten.

Die Freisen der Südkämme aber waren -genau wie Blutbarts Truppe aus Fjordheim- schon länger wieder zurück aus Eirnland und genossen das Leben. Die meisten Einwohner waren auf den Feldern und es war eine ruhige Zeit. Aus diesem Grunde und zum Glück der Freisen beschloss man daher die Flusswege der Länder zu sichern, um ein Überlaufen der Konflikte ins Inland zu vermeiden. Auch die Krieger aus Fjordheim wurden nach Norden gerufen, um zu ihren Brüdern zu stoßen. Ingot zog mit Freuden mit dem Schlachtenverband aus Fjordheim die Wasser hinauf an die Küsten Freisens, von denen aus die Skarnländer erwartet werden würden. Bald aber tat sich das Ausmaß des kommenden Konfliktes auf. Das Ziel der Skarnländer waren wieder einmal die reicheren eirnländischen Ortschaften und Städte, Küstendörfer und ihre Handelsrouten. Für einen schnellen Vorstoß nach Eirnland der zusicherte, dass die Skarnländer vor dem Winter wieder in ihrer Heimat zurück sein könnten, aber mussten sie die Flüsse und Fjorde der Freisen benutzen. Dort fanden sie seit jeher Vorräte für die weitere Fahrt und gute Buchten um schnell wieder zu verschwinden.

Auf dem Weg nordwärts aber machten Ingots Männer eine überraschende Entdeckung, die den Konflikt lostreten sollte. Die ersten skarnländischen Schiffe, die gesichtet wurden, waren nicht wirklich die ersten gewesen. Mannschaften von Skarnländern waren bereits früher und in Heimlichkeit in Freisen gelandet und hatten begonnen die Flusspfade auszukundschaften und zu sichern. Ingot hatte schon einen Verdacht, dass dieser Raubzug kein Gewöhnlicher werden würde. Am Flusslauf der Dwua stießen Ingots Truppen auf weitere Freisen, welche sie im Schutze der Nacht angriffen. Die, die nicht starben wurden zurück in ihre Boote getrieben. An dieser Stelle waren bereits mehrere freisische Schlachtenverbände aufeinander gestoßen, mit denen sie nun beide Flussufer hinauf wanderten. Der Konflikt wurde zu einem allnächtlichen Treib- und Jagdspiel, dass die beiden Feinde miteinander spielten.

Die Freisen hatten sich darauf geeinigt, den Skarnländern wie üblich den Weg nach Süden zu gewähren, wenn diese nicht auf freisischen Boden gehen würden. Dieses Gebot wurde nun widerrufen, als bekannt wurde wie zahlreich die Skarnländer an den freisischen Flussufern gelandet waren. Von dort an war Ingot frei darin die Skarnländer zu jagen. Er selbst führte einige Männer weiter nach Norden an.

In Talsbarg an der Mündung der Dwua kam es zur ersten Schlacht der verfeindeten Völker. Einer der Jarls der Skarnländer war dort gelandet und hatte das Dorf als Geisel gehalten. Ingot trieb sie mit den einheimischen Freisen aus dem Ort und tötete den Jarl. Entgegen der Überzeugungsversuche der anderen Krieger, die Skarnländer nicht zu verfolgen, da sie ihren Jarl bereits verloren hatten, kommandierte Ingot seine Truppe weiter die Küste entlang.

Sie erreichten 4 Tage darauf die Steinbucht von Mark Hülm. Durch die Vernichtung der Skarnländer hier erhielt Blutbart seinen berühmten Namen. Im Nebel des frühen Morgen umrundeten sie zunächst die Bucht und ließen einige Dutzend Männer vom Inland aus in die Felswänder des steinigen Hinterlandes klettern. Blutbart wollte hier seine Treibjagd abschließen und die Falle von beiden Seiten zuschnappen lassen. Die Skarnländer bemerkten die Boote der Freisen und zogen sich zurück in die Felsklamm der Küste, die sich wenige Kilometer von der Küste entfernt in einem Steinkessel aus Felswänden eröffnete. In diesem runden Gebilde, dass ein Fliehen kaum möglich machte, hatten die Bewohner von Mark Hülm seit Jahrhunderten ihre Toten vergraben und in Felsgräbern beerdigt. Als die Skarnländer die Männer auf den Felsklippen erblickten wussten sie bereits, dass die Grabstätte auch Ihre letzte Ruhestätte werden würde.

Die Freisen aber warteten geduldig auf Blutbart und seine Männer, sodass die Gewissheit des Todes für die Skarnländer zur bitteren Qual wurde. Im Nebel, der den Felsengrund erfüllte, schlachtete Blutbart sie alle bis auf den Letzten ab. Eine blutige Legende war geboren.

Gründung der Roten Bären

Ingots Hetzjagd überlebte keiner der Skarnländer. So wurde er gefürchtet und gefeiert. Obschon der Hass auf die Skarnländer groß war, wurde das Blutbad nicht von jedem Freisen gelobt. Viele bezeichneten Ingot einen vom Wahnsinn getriebenen Mann. Nach dem erneuten Zusammentreffen der Schlachtenverbände nahm man ihm das Kommando über seine Truppe auch deshalb ab, weil behauptet wurde er würde seine Männer ohne Skrupel in Gefahr bringen. Daraufhin entsagte sich Ingot seinen Brüdern aus Fjordheim und erklärte er würde mit seiner eigenen Truppe auf die Jagd nach Skarnländern gehen. Eine große Menge an dort anwesenden Freisen schloss sich ihm dennoch an. Darunter waren vor allem Männer die in anderen Schlachtenverbänden in Ungnade gefallen waren, aber auch Männer mit Prinzipien, denen es nicht mehr reichte den Skarnländern einfach freie Fahrt durch ihre Gebiete zu gewähren.

Die Truppe von Ingot hatte sich dadurch allen freisischen Schlachtenverbänden und Dörfern losgesagt und wurden "de facto" zu Gesetzlosen. Immer öfter schlossen sich auch andere gesetzlose Männer der Truppe an. Trotz der offensichtlichen Entwicklung zu einer Art organisierten Räuberbande blieben die Männer weitestgehend unangetastet. Dies kam vor allem dadurch zustande, dass die Truppe weitere Erfolge an den Westküsten feierte und während des Krieges einen wichtigen Beitrag zur Vertreibung der Skarnländer leistete.

Der größere Teil des Krieges soll hier unerwähnt bleiben.

An anderer Stelle in Freisen wurden zum Ende des Krieges die Torlords ausgerufen. Darunter befanden sich alles Männer, die sich im Kampf um die heimischen Gebiete verdient gemacht hatten. Sie proklamierten Sicherheit und Einigkeit für die Freisen und gründeten die 7 Bezirke. Blutbarts Truppe hingegen war selbst noch im Kampf mit den Skarnländern verstrickt, während an anderen Orten bereits gefeiert wurde. Als Blutbart ein kleines Dorf von Skarnländern befreite, in dem diese kurz haltgemacht hatten, um zu rasten und Vorräte aufzufüllen, kam es zu einem kleinen Drama. Das Dorf besaß nur wenige Einwohner. Als die Skarnländer sich durch Blutbart so sehr in die Ecke gedrängt fühlten, dass sie keine Entkommen mehr aus ihrer Situation sahen, drohten sie damit Menschen aus dem Dorf zu ermorden.

Blutbart allerdings war unnachgiebig und verhandelte nicht. Nachdem die Truppe das Dorf gestürmt hatte, um die Menschen zu „befreien“, wurde klar, dass alle Krieger des Dorfes ermordet worden waren. Im Anschluss beanspruchten die Männer für sich die „Beute“, nahmen sich die Frauen und ließen es sich nicht nehmen ihren Sieg zu feiern. Es ist heute nicht klar, ob Frauen oder Kinder überlebten, aber es wird erwähnt, dass auch Blutbarts Männer Leute ermordeten und verschleppten. Das was allerdings bis heute überlebte war das Wappen der Krieger des Dorfes. Ein Roter Bär, den sie auf ihren Holzschilden trugen. Da keiner der Krieger im Dorf mehr am Leben war, rief Blutbart seine Männer dazu auf sich die Schilde zu Ehren der Gefallenen zu nehmen und gegen den Himmel zu wenden. Dabei gründete er die roten Bären, gab seiner Truppe nicht nur einen Namen, sondern auch eine Struktur. Bis dahin waren seine Gefolgsleute eine lose zusammengewürfelte Gruppe, von denen Mal einer kam und mal eine ging. Nun aber waren sie eine geeinigte Bande, die sich selbst einen Namen gegeben hatte, zu der man sich zugehörig fühlte. In Blutbarts eigener Erzählung kommt noch ein Detail hinzu, von dem man die Wahrheit nicht kennt. Ein überlebender alter Mann des kleinen Dorfes soll ihm in Wirklichkeit wegen der Befreiung den Vorschlag unterbreitet haben das Zeichen seines Dorfes zu übernehmen und auf ihre eigenen Waffen zu malen.

Die roten Bären streifen seit diesen Tage durch die Lande und stehen seitdem zugleich für Freiheit und Anarchie, für Schrecken und Segen, Brüderlichkeit und Feigheit, für Gier und Gabe.


Das letzte Ahnenfest (1 Jahr vor Beginn der aktuellen Ereignisse)

Die Ankunft

Während des letzten Ahnenfests war auch Blutbart anwesend, nachdem er gehört hatte, dass der Torlørd Torben "Røkna" Lindingæ mit einer großen Anzahl Männern erwartet werden würde. Laut Blutbart würde es mal wieder Zeit einigen Nord- und Ostfreisen zu zeigen wer die Herren von Freisen seien. Aus nicht näher bekannten Quellen war nach dem Ahnenfest vom Verschwinden mehrerer Dutzend Männer aus den ostfreisischen Gebieten zu hören. In der Öffentlichkeit wird davon ausgegangen, dass einige von ihnen untreue Männer waren, die die Gelegenheit -so weit von ihrer Heimat entfernt zu sein- genutzt haben sollen, um sich von ihrem Tor loszusagen und die Leben von Freibeutern zu wählen. Andere sagen, dass in diesem Jahr viele bei den stattfindenen Blutkämpfen umgekommen seien. Insgeheim besteht aber die Gewissheit das Blutbarts Männer sich viele der Krieger geholt haben.

Blutbarts Truppe traf mit einer Stärke von 22 Männern am Abend des ersten Feiertages am Berg Myrd ein. Laut Zeugen hatten sie mindestens ebensoviele Frauen mit auf dem Weg durch das am Fuße des Berges liegende Dorf Gyrdesdal mit. Mitfeiernde des Ahnenfests aber wollen auf dem Berg keine Frau gesehen haben. Wo Blutbarts Männer sie auf dem Weg ließen bleibt ungewiss. Oben angekommen erhielten sie Einlass von Pontars Kriegern und konnten sich knapp drei Abhänge unter dem oben gelegenen Druidenkreis niederlassen und Schlafzelte sowie Feuerplätze errichten. Auf dem Hauptplatz vom Ahnenfest, dass genau einen Abhang unter dem Druidenkreis liegt kam es zwischen ihnen und einigen Kriegern der anderen Tore zu Randalen und Prügeleien, die beigelegt werden mussten.

Die Roten Bären feierten ausgiebig und mit viel Bier die ganze Nacht durch. Um Mitternacht beriefen die Druiden die Torlørds von den Festivitäten ab und machten sich auf den jährlichen 30 minütigen Aufstieg zum Druidenkreis, um als erste den Ahnen zu gedenken. Erst in der Frühe des nächsten Tages würden auch alle anderen Männer hinaufsteigen dürfen. Blutbart bestand zwar wieder mehrere Male darauf während der Nacht ebenfalls hinaufgehen zu dürfen, es wurde ihm aber gemäß des Brauchs verweigert. Daraufhin nutzten er und seine Männer die Zeit mit ein paar befriedigenden Faustkämpfen und Handgemengen bis alle einmal im Dreck lagen.

Mit dem Morgentau dann wanderten die ersten der etwa 800 -aus allen 7 Toren zusammengekommenen- Männer den steinigen Weg hinauf zum See Eiszig und dem Druidenkreis. Druiden gaben ihnen mit dampfenden an kurzen Ketten gebunden Schalen das Zeichen dass es losging. Sie trugen die Dampfgefäße mit sich, während sie die Männer begleiteten, gaben sie oben an wartende Druiden weiter, die sie neu entzündeten, um sie nun ihrerseits wieder hinunterzutragen. Dabei wechselten sie sich den ganzen Tag ab bis am Abend alle Männer den Berg bestiegen hatten. Dort oben nahmen die Männer in kleineren und größeren Gruppen an Beschwörungen der Ahnen teil, beteten für Ernte, treue Frauen und reiche Beute und dankten den Göttern. Das große Plataeu rund um den eisigen Bergsee ließ auch genug Platz für Gebete in Einsamkeit und Ruhe. Der Steinkreis, der zwischen den hier liegenden Druidenhütten das Herz bildete, war Platz für mitfühlende Danksagungen, Glückwünsche zwischen den Männern -für z.B. ihre neugeborenen Kinder- und Bereich für den Austausch von Geschichten und Geschehnissen.

Die Entscheidung der Sieben

Während der zweiten Nacht werden gemeinhin sieben große Feuer rund um den den Druidenkreis entfacht, um die sich die Männer und Druiden versammeln. Sie sind Symbole für mehrere Dinge. Sie stehen für die siebe Tore und sieben weltliche Tugenden. Aber sie sind auch das Zeichen vom Entfachen des Geistes und des Verstandes eines jeden einzelnen Mannes. Denn nach dem Tag der Rücksprache mit ihren Ahnen stehen in dieser Nacht und am darauffolgenden Tag die zukünftigen Entscheidungen der Lebenden an. Die Toten sollen ihre Zeugen sein.

Nach den Streitgesprächen der Torlørds, welche sie unter freiem Himmel an einem großen Rundtisch durchführten, konfrontierte Blutbart sie offen. Die Torlørds sind dabei umrundet von ihren Kriegern, aber um die Entscheidungen und Veranlassungen weiterzutragen laufen regelmäßig sogenannte Aussprecher zwischen den Feuern umher, wo die Massen der Männer sich versammeln. Sie berichten von den Themen und Streitereien des Rundtisches, damit sich jeder ein Bild von der Situation machen kann. Blutbart aber schaffte es mit Hilfe seiner Männer die versammelten Anführer noch während sie aufstanden anzutreffen. Dabei hielt er eine hässliche Ansprache, in der er im speziellen Torben "Røkna" Lindingæ angriff. Er sprach sogar von der Vernichtung einiger Dörfer und drohte Marollo damit keine Kompromisse mit "diesem Schlächter" einzugehen. Die Ironie dahinter war leider nur zu groß. Daher gab es es am Ende auch nicht mehr als Spott aus Richtung der anderen Tore. Es schadete wieder einmal mehr oder weniger Marollo, der sich rechtfertigen musste und Blutbart daraufhin persönlich entfernen ließ.

Die Konsequenz, welche folgte, war ein schwerer Rückschlag für Marollo Uffessers. Es bedeutete, dass Handelsorte, mit denen Marollo auf dem Eirischen Festland kooperierte, im gesamten folgenden Jahr keine Immunität mehr gegenüber freisischen Plünderungen genossen. Die Bedeutung für den Nieblbecker Handel war so gewaltig, dass ganze Küstendörfer verarmten und verwaisten. Während Marollo den Schaden in Grenzen hielt und versuchte Blutbart noch kürzer an der Leine zu führen, indem er seine Bande auf verschiedene Plünderungsgruppen aufteilte, ist es nicht einmal gesichert wie das Ahnenfest in diesem Jahr ausgehen wird. Blutbart allerdings ist der Handel einerlei. Den Krieg und die Plünderungen aber wünschte er sich wieder.

Am dritten Tage, als die Streitgespräche noch weitergingen und der Abschluss der Feierlichkeiten begangen wurde, verließen die "Roten Bären" das Ahnenfest als Erste.


Aktuelle Geschehnisse

Blutbart musste seine "Roten Bären" zugunsten des Schlachtenverbandes von Merls Bryggen verlassen. Der Befehl der Zuteilung kam kurz nach Ende des Ahnenfests von Marollo Uffessers persönlich. Er und weitere 6 seiner Bären trafen in Unkstein auf den Schlachtenverband, von dem sie mit Ungunst aufgenommen wurden. Lediglich Merls spielte wohlwollende Freundlichkeit und hieß sie willkommen. Noch am selben Abend versuchten die 7 Raubzügler ihre Stellung innerhalb der Gruppe klarzustellen und hatten eine Auseinandersetzung mit ihren zukünftigen Gefährten.

Nach dem großen Trinkgelage des Abends, stiefelte Blutbart mit leichtem Taumeln hinaus aufs Pier. Dort waren diverse Stoffe über den Marktständen gespannt, die in der Mittagshitze vor der Sonne schützen sollten. Jetzt warfen sie im Licht des Mondes einen umheimlichen Schatten in die dunklen Ecken der Stände. Aus einer diese Ecken sprach ihn plötzlich eine Frauenstimme an, die er nicht sofort zuordnen konnte. Die dunkle Gestalt saß auf einem Hocker -die Beine verschränkt auf den Holztisch vor sich gelegt. Auf ihrem Schoß lag ein Messer. Als Blutbart mit langsamen Schritten unter die Leinen trat, erkannte er die Gestalt. Dort saß Isla, die Anführerin der wichtigsten Gruppe aus Schildmaiden in Freisen. Die Halbschwester Marollo Uffessers'.

Gespräch zwischen Isla und Blutbart. Isla beginnt:

"Er ist kaum rot. ... Der Bart."
 "Ist er nicht. ... Sie ist garnicht so hässlich. ... Das Mädchen."
"Ich sollte den Bart tragen. Vielleicht erträgst du mich dann."
 "Du weißt noch immer nicht wo du hingehörst. Auf allen Vieren."
"Vielleicht steht Blutbart, der Geisterpirat, ja auf Frauen mit Bart oder gar auf Männer."
 "Ja blutig und am Strick hängend. Der Name..."
"Behalt ihn. Ich bin nicht hier für das Scheißgerede, ich bin nicht hier um dich zu töten."
 "Und sicherlich nicht, um dich über meine sichere Ankunft bei Merls Bryggen zu sorgen."
"Nein, wobei dir klar sein muss, dass Marollo sich diese Sorgen bereits macht."
 "Ich habe den Kerl bemerkt, der heute Nacht das Dorf verlassen hat. Ein Laufbursche. Marollo will wirklich sichergehen, dass ich da bin wo ich sein soll. Wo wir wieder dabei wären, wo dein Platz ist."
"An die Spitze dessen was nötig ist um dieses Land zu verändern."
 "Ein Hurenhaus wäre ein guter Anfang."
"Und du gehörst zu dieser Veränderung. Die Legende..."
 "Die Schauergeschichte für die Kinder und Schwachsinnigen."
"Der Befreier von Städten."
 "Du weißt nicht wer ich bin."
"Ich weiß was du tun wirst, das wusste ich immer."
 "Also warum bist du hier?"
"Um dir zu sagen, dass wir das auch tun werden. Dass wir zum richtigen Zeitpunkt da sein werden."
 "Ich kämpfe nicht mit Huren. Ich nehme sie mir."
"Zuerst muss man zahlen, Ingot. Der Preis kann hoch sein."
 "Streite nicht weiter mit mir...."
"Marollo hat dich schon zerschlagen."
 "Du..."
"Und er wird es weiter tun, weil er schlauer ist als du. Du siehst nicht wie du deine Edlen Bären verlierst. Was du noch verlierst."
 "Ich töte d..."
"Ja such dir ein, zwei Männer. Hoffen wir es trifft die Richtigen. Oder es trifft ...Deinen Geschmack."
 "Isla!"
"Wie lange bleibst du am Leben? Glaubst du das wird länger währen als dein Ruf? Wenn den Menschen klar wird, dass Blutbart keine Männer mehr hat, wie lange hast du dann in diesem Leben noch? Wenn dein Ruf schwindet, bist du eine Fliege wie jeder andere und man muss nur noch in die Hände klatschen."
 "Du weißt nicht was ich bin."
"Ich weiß wo du bist und ich bleibe dran. Wir hören von dir."
 "Was willst du tun?"
"Auf den richtigen Zeitpunkt warten."


Von Unkstein reiste der Schlachtenverband fortwährend nach Norden über die Bergkette des Inlandes.

Später in diesem Jahr zog Blutbart die Berghänge hinab in Richtung Talsbarg, welche er einstmals befreite. In der größer werdenden Küstenstadt hörte er das erste Mal von dem Gerücht, die berüchtigte Bolger Kutt sei gekapert worden. In den Gerüchten ging es teils darum, dass das Schiff gesunken sein sollte, teils, dass Geister aus der See sich das Schiff geholt haben sollen. Einige berichteten von Skarnländern, Menschen die zu Seeschlangen wurden und das Schiff ergriffen.

Er, seine Männer und die Krieger des Uffessers, denen er zugeteilt worden war, blieben länger als gewöhnlich. Sie genossen die Gastfreundlichkeit der Menschen, während sie nach Informationen zum diesjährigen Ahnenfest horchten. In Talsbarg enthauptete Blutbart drei Männer. Einen seiner eigenen, der aus der Reihe getanzt war und ihm nicht genug Respekt entgegenbrachte. Angeblich soll dieser Kumpane eine Frau angefasst haben, die Blutbart für sich beansprucht hatte, als die im örtlichen Langhaus feierten und tranken. Der zweite war ein Händler, der die Küste entlang zog und in Talsbarg nach Blutbarts Meinung ein untreues Waffengeschäft mit Ostfreisen abwickelte. Die Ostfreisen erwischte Blutbart nicht vor ihrem Abzug aus Talsbarg. Zuletzt begann Blutbart einen Streit mit einem Kapertrupp am Pier. Den größten und kräftigsten von ihnen bestrafte er daraufhin als Demonstration mit dem Tod.

Merls Bryggen, der Anführer des Schlachtenverbandes machte einen großen Aufruhr als er von den Enthauptungen hörte und brachte die Männer noch am selben Tage aus der Stadt raus, um sie ans Arbeiten zu kriegen. Er machte aber Halt davor Blutbart etwas anzutun, während er ihn in der Öffentlichkeit zwar tadelte und drohte, aber nicht mit dem Tode bestrafte. Beim Verlassen der Stadt erhielten die Männer die Information, dass Kapertrupps in die Wölmsee entsendet wurden, die nach feindlichen Schiffen suchen sollten. Wen die Trupps verfolgten bekamen sie jedoch nicht mit.

Die Männer bekamen die Aufgabe die weiteren Küstenstrecke westlich von Talsbarg mit Signalfeuern zu versehen. Alle paar Kilometer gruben sie Löcher und stapelten große Holzscheite aufeinander, dessen Feuer weit zu sehen sein würden.

In Kilgyr angekommen stahlen Blutbart und seine Kumpanen Gold von einem Viehhändler. Der Vorfall wurde in der Truppe nicht bekannt und der Viehhändler blieb am Leben. In der Ortschaft ging ein Gerücht um, dass man die Bolger Kutt gefunden hätte und nun den Freisen gehöre. Die Konsistenz der Gerüchte verwunderte Blutbart, aber schienen ihre Richtigkeit zu bestätigen. Dennoch mochte er sie nicht glauben.

Einige Tage später befahl Merls dem Trupp den Abmarsch zurück in Richtung Talsbarg. Aber das war nicht ihr Ziel. Sie sollten an die Grenze des Tors berufen werden.

Zitate von Ingot

"Blutbart? Und was ist mit der Todesmaid vom Breitsteinriff und den Meerjungfrauen von Fernkliff? Ich glaube ich habe letztens 7 Zwerge in den Zahnlücken des alten Görnhard gesehen."

- Ingot entgegen der Frage, ob er Blutbart kenne

Zitate über Ingot

"Ein Hund, den man nicht von der Leine lassen darf, aber dennoch ein Hund!"