Sløvfjær

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Der Sløvfjær (Fringilla hebes pinna) ist eine seltene Vogelart in Skarnland.

Erscheinungsbild

Charakteristisch für den Sløvfjær ist sein mattes, fast schon stumpfes, Federkleid, welches auch namensgebend für den Vogel ist. Er besitzt einen großen birnenförmigen Körper von rund 15 cm Länge und 20 cm Durchmesser an seiner breitesten Stelle. Der Kopf des Sløvfjær ist mit seinen 5 cm Größe verhältnismäßig winzig.

Männchen lassen sich durch den roten dünnhäutigen Kehlsack von den Weibchen unterscheiden. Weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Farbe des Federkleids. Während die Federn der Männchen pechschwarz sind, sind die Federfarben der Weibchen um einiges komplizierter aufgebaut: Die unteren Federn, welche nur beim Aufplustern des Vogels sichtbar werden sind in einem zarten Rosa gehalten. Die Deckfedern bestehen aus einer Kombination von abwechselnd schwarzen und lila Federn.

Verbreitung und Lebensraum

Sløvfjær treten ausschließlich in den Höhlen des Hulfjell auf. Sie trauen sich nur selten aus diesen Höhlen hinaus, um angespültes Seegras zum Nestbau aufzusammeln. Anhand der Positionierung der Nester ist eine hierarchische Struktur des Sløvfjær-Volks erkennbar. Je höher ein Vogelpärchen in der Hierarchie steht, desto höher ist auch ihr Nest im Hulfjell angelegt. Dies hat den Hintergrund, dass die ranghöchsten Vögel nur selten von Fressfeinden aufgesucht werden, welche in den eher tiefen Höhlenstrukturen wohnhaft sind.

Sløvfjær sind sehr geduldige Vögel, welche sich bestens an die kargen und lebensfeindlichen Bedingungen des Hulfjell angepasst haben. Eine Aussiedlung der Vögel in wärmere und weniger stürmische Regionen Skarnlands ist bislang regelmäßig gescheitert. Es scheint, als benötigten die Sløvfjær den stetigen Überlebenskampf, um ihren Lebenswillen aufrecht zu erhalten.

Durch die ständige Zugluft in den Höhlen des Hulfjell ist der Sløvfjær kaltes Klima gewohnt. In wärmeren Gefilden geht der Vogel schnell ein. Es wird vermutet, dass sein dichtes Gefieder ihn bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt von innen heraus kocht.

Ernährung

Die Höhlen des Hulfjell gelten als eines der gefährlichsten und tödlichsten bekannten Territorien in ganz Skarnland. Es ist keine gesicherte Nahrungsquelle nachzuweisen, daher ist bislang auch kaum erforscht wovon sich der Sløvfjær ernährt. Die einzige bekannte Vegetation in den Höhlen stellt der höchst giftige Schmorpel dar. Es wird vermutet, dass die Sløvfjær mit Hilfe des Schmorpels kleine Insekten fangen können, da dieser über einen Verschlussmechanismus verfügt (vgl. Abschnitt "Merkmale" im Eintrag Schmorpel).

Stimme, Kommunikation und Gesang

Der männliche Sløvfjær verfügt in seinem großen Kehlsack über einen ausgeprägten Stimmapparat. Er ist in der Lage Luft aus seinem Atmungsorgan in seinen Kehlsack zu pressen, welcher von vielen Adern durchzogen ist. Dadurch kommt es zu einem deutlich wahrnehmbaren Geräusch, welche sich im Laufe der Paarungszeit verändert (vgl. Fortpflanzung).

Obwohl die Weibchen über keinen Kehlsack verfügen, können auch sie Töne von sich geben. Im Vergleich zu den Männchen haben sie einen komplexen teilweise knöchernen Stimmapparat in ihrer Kehle, mit dem sie verschiedenste, teilweise menschenähnliche Laute von sich geben können. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Sløvfjær-Weibchen auch ihre Zunge zur Formung von Lauten einsetzen können.

Sløvfjær kommunizieren nur sehr selten in freier Wildbahn, sind dafür in ihren Nestern dafür um so gesprächiger. Lediglich zur Paarungszeit kurz vor Wintereinbruch sind die Höhlen gefüllt von männlichen Paarungsrufen.

Fortpflanzung

Das Männchen beginnt ungefähr ein halbes Jahr vor der Paarungszeit mit dem Nestbau und versucht ein besonders großes und stabiles Nest zu bauen. Dazu sammelt es angespültes Seegras von den Klippen des Hulfjell und vermischt es mit Speichel und Kot, um es aushärten zu lassen. Nicht selten entstehen hierbei wundersame Gebilde, welche an menschliche Häuser erinnern.

Während der Paarungszeit sitzt das Männchen auf seinem Nest und singt dabei so laut es kann. Die Weibchen fliegen daraufhin an den Nestern vorbei und suchen sich dabei sowohl das größte und stabilste Haus, als auch das lauteste Männchen aus. Nicht selten bekämpfen und sabotieren sich die Männchen kurz vor der Paarungszeit, dadurch wird zugleich die Fortpflanzung der stärksten Männchen sichergestellt.

Hat sich ein Männchen und ein Weibchen zusammengefunden, beginnt auch kurz darauf die eigentliche Paarung. Das Männchen sammelt hierzu kleinste Mengen vertrockneten Schmorpels, um das Weibchen gefügig zu machen. Das Weibchen verfällt nach Einnahme der Substanz in einen tagelangen komatösen Zustand, welchen das Männchen zur mehrfachen Begattung nutzen kann.

Nach dem Paarungsritual beginnt ein weiterer Kampf: Erwacht das Weibchen, stellt es schnell fest, dass ihre Eier befruchtet wurden. Es flieht daraufhin in ihr ehemaliges Heimnest, wo der Vater des Weibchens die Befruchtung ebenfalls feststellt und sich auf den Weg zum Nest des befruchtenden Männchens macht, um es zu töten. Gelingt ihm dies, zieht der Vater die Jungen seiner Tochter auf. Stirbt er dabei, kehrt das Weibchen zurück zum Männchen und lässt sich dort aushalten. Die Mutter ist daraufhin wieder in den Paarungszyklus integriert und kann sich ein neues Männchen suchen.

Sløvfjær-Weibchen brüten teilweise in ihrem Körper. Vor der Eiablage ist das Ei bereits zur Hälfte fertig gebrütet. Sobald das Ei den Körper des Weibchens verlassen hat, setzt es sich bis zum Schlüpfen der Jungen auf die Eier. Das Männchen ist in dieser Zeit für die Nahrungsbeschaffung zuständig. Sobald die Jungen geschlüpft sind, wechseln die Rollen. Das Weibchen kümmert sich fortan um die Nahrungsbeschaffung, während das Männchen den Jungtieren innerhalb weniger Tage das Fliegen lehrt.

Nutzen

Menschen haben bislang nur wenig Nutzen vom Sløvfjær. Sein Fleisch gilt als ungenießbar, lediglich die Federn des Weibchens werden als Zutat für den Knulldrikk verwendet. Da sich der Sløvfjær nicht auswildern lässt, kann er auch nicht als Haus- oder Nutztier gehalten werden.