Sinne-Öl

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Sinne-Öl ist in seiner lagerbaren Form eine fast feste, goldbraun schimmernde, durchsichtige Substanz. Sie ist damit vom Aussehen am ehesten mit dem ebenfalls bei Wikingern bekannten Bernstein vergleichbar, wobei sich beide Substanzen darin unterscheiden, dass sich festes Sinne-Öl mit etwas Kraftaufwand plastisch verformen lässt. Für die Anwendung wird die Substanz in einem Topf über dem Feuer erhitzt und nimmt eine honigartige, schmierige Konsistenz an. Daher wird sie auch als Öl bezeichnet.
Dieser Substanz werden stärkende Kräfte nachgesagt, die einen Wikinger-Krieger für den Kampf stärken und so einen Vorteil gegenüber Feinden verschaffen soll. Sie ist jedoch sehr selten und nur Jarls mit einer reich gefüllten Schatzkammer können sich die Herstellung dieser Substanz leisten. Dies liegt zum einen daran, dass einige Substanzen, die zur Herstellung nötig sind, die nur in entlegenen Gebieten von Skarnland zu finden und damit sehr teuer sind. Zum anderen ist es durch die lange Herstellungsdauer zu begründen.

Es kann zu den Kontaktgiften gezählt werden, wird allerdings in den Fällen der (möglichst) kontrollierten Anwenung als Stärkungsmittel eingesetzt.

Herstellung

Zur Herstellung des Sinne-Öls muss zunächst eine gute Menge von Öl aus den Morren des Nadelbaums Tynnsbørn gepresst werden. Zu diesem Öl wird das Pulver vom fünf getrockneten und anschließend gemörserten Rokkrtbohnen hinzugegeben und gut vermengt. Nun muss dieses Gemisch eine volle Nacht unter freiem Himmel dem Mondlicht ausgesetzt werden. Das danach sehr klebrige, harzartige Mittel wird mit der Asche von verbrannten Rosenrod-Blütenblättern vermengt und erhitzt. Vor dem finalen Herstellungsschritt müssen die zerkleinerten Stiele der Ohrfeigenfrüchte zugegeben werden. Jetzt muss die Masse mit einem Mörser so lange bearbeitet werden, bis eine glatte Paste entstanden ist. Damit diese Substanz ihre Wirksamkeit entwickelt, wird sie in Wasser vollständig aufgelöst.

Anschließend muss das Gemisch in einem offenen Gefäß an einen sonnigen Ort gestellt werden. Dies dient dazu, das in dem Gemisch enthaltene Wasser wieder vollständig zu verdampfen. Dabei sollte sichergestellt werden, dass Regen nicht in das Gefäß gelangt. Dieser Verdampfungsprozess dauert zwischen zwei und sechs Wochen, bis das Sinne-Öl seine endgültige, feste Form angenommen hat. Dabei erhält es auch seine typische goldbraune Farbe. Danach ist es fertig für die Anwendung.

Verwendung

Damit das Sinne-Öl, die volle Wirkung entfaltet, muss es am Abend vor einem bevorstehenden Kampf oder Schlachtzug angewendet werden. Dabei muss das Sinne-Öl in einem Topf über dem Feuer erhitzt werden, bis es ölig geworden ist. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass das Öl nicht zu lange auf dem Feuer erhitzt wird, da es sonst zu einer schwarzen, nach faulen Eiern stinkenden Masse zusammenschrumpft und dadurch wertlos wird. Hat das Sinne-Öl die richtige Konsistenz erreicht, muss es von dem Krieger auf die Stirn, auf die Wangen, auf den Nacken und auf der Hand aufgetragen werden, die im Kampf die Waffe tragen soll. Die Auftragung kann mit der bloßen Hand erfolgen, Hilfsmittel wie ein Fellbüschel können aber ebenso benutzt werden.

Wirkung

Sobald ein Krieger das Sinne-Öl angewendet hat, verspührt er ein leichtes Kribbeln an den Stellen, an denen das Öl die Haut berührt hat. Dieses Kribbeln verstärkt sich innerhalb mehrerer Stunden zu einem starken Brennen, wobei jedoch keinerlei Rötung oder Hautveränderung sichtbar ist. Das Brennen führt zu sehr starken Schmerzen, was als Prüfung für den Krieger gilt, ob er würdig genug ist, in den Kampf zu ziehen. Schwache bzw. unwürdige Krieger ertragen die Schmerzen nicht und können an diesen sterben oder zumindest schwere bleibende Kennzeichen erhalten. Um den Schmerzen zu wiederstehen, stoßen Anwender des Sinne-Öls tierbrunft-ähnliche Schreie aus, die häufig nach dem Ausspruch B.E.A.R.D.S klingen. Des weiteren hat der Krieger ein leicht benommenes Gefühl und hat eine verzögerte Reaktion und Wahrnehmung. Letzteres wird vorallem vertärkt durch den Konsum von alkoholischen Getränken. Weitere Nebenwirkungen sind ein beschleunigter, sehr tiefer Atem und bei manchen ein starker Durst.
Ist diese, drei bis vier Stunden anhaltende Phase überwunden, klingen die Nebenwirkungen langsam ab und es verbleibt ein Gefühl der Stärke und des starken Mutes bei dem Krieger. Dies wird unterstützt durch eine Verschärfung der Sinne, woher diese Substanz auch ihren Namen Sinne-Öl erhalten hat. Das gesteigerte Wahrnehmungsvermögen äußert sich vorallem in einem gesteigerten Gehör-, Geruchs- und Tastsinn. So hört ein Anwender das Rascheln herrannahender Feinde, spührt ihre stampfenden Füße auf der Erde und riecht ihren Geruch auch gegen den Wind. Dies führt zu einem Vorteil im Kampf mit Feinden, da ein Anwender schneller und besser auf die herrannahende Bedrohung reagieren kann.

Mächtige Krieger, die den Schmerzen trotzen können, verfallen auf diese Weise nach der Verwendung des Sinne-Öls in eine Art Ekstase, während derer sie eine deutlich eingeschränkte Wahrnehmung haben. Sie nehmen nur noch bestimmte Reize auf, diese sind aber stark verstärkt, weshalb sie sich im Kampf deutlich besser auf die in der aktuellen Situation wichtigen Geschehnisse konzentrieren können. Auch ihr Schmerzempfinden ist aufgrund der von dem Sinne-Öl verursachten Schmerzen deutlich abgeschwächt. Die Angriffe sind deutlich erleichtert, Paraden aber um den selben Wert erschwert. In diesem Ragezustand steigt die Körperkraft an, was allerdings zu Lasten der geistigen Fähigkeiten des Kämpfers geht.

Nach Abklingen der Wirkung des Sinne-Öls spürt der Anwender die während der Zeit erlittenen Wunden und Verletzungen, die sich allerdings um ein vielfaches schmerzhafter anfühlen, als sie ohne das Öl gewesen wären. Außerdem wird der Krieger von extremer Erschöpfung aufgesucht. In dieser etwa einen Tag lang andauernden Phase kann er sich kaum bewegen und hat keine Motivation zu irgendwelchen körperlich oder geistig fordernden Aktivitäten.