Pelzhansa

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Die Pelzhansa ist eine eirnländische Vereinigung von Händlern. Vom Gedanken beflügelt, durch Kooperation anstatt durch Konkurrenz größere Profite zu erwirtschaften, trafen die Pelzhändler der eirnländischen Städte und Reiche einheitliche Richtlinien zum Verkauf ihrer Waren, die etwa die Bepreisung und die Qualität der Pelze betrafen. Nach und nach erweiterten die zur Hansa zusammengeschlossenen Händler ihr Angebot, sodass nicht nur der Pelzhandel, sondern der gesamte Handel in Eirnland in den Einflussbereich der Hansa geriet. Die Pelzhansa behielt freilich ihren Namen und erlangte zunehmend Einfluss, der von den einzelnen Völkern und Ortschaften unabhängig wurde. In den wichtigsten eirnländischen Städten findet sich ein Pelzhansakontor, in vielen Dörfern gibt es kleinere Handelsstationen.

Geschichte

Nachdem in Kammbrück lange Zeit die örtlichen und auswärtigen Händler einträchtig miteinander ausgekommen waren, kam es zu einer Zeit schwindender Nachtgiger-Populationen zunehmend zu Konflikten. Man warf sich Betrug, Verkürzung, gar Diebstähle vor. Der mächtige Pelzhändler Tarvin Nieland, der zu dieser Zeit großen Einfluss in der Politik von Kammbrück ausübte, war es, der die Händler und Handelsvertreter zu einer großen Versammlung bewegen konnte, auch wenn er einige der auswärtigen Händler nur mit großen Schmiergeldsummen davon überzeugen konnte. Nach langen und zähen Verhandlungen einigten sich die Händler schließlich und schlossen den sogenannten Hansavertrag, der bis heute das grundlegende Dokument über das Funktionieren der Pelzhansa ist. Nachdem sich die Grundsätze des Hansavertrags nach und nach durchsetzten, kehrte Frieden zwischen den in der Hansa organisierten Händlern ein. Durch ihre Einigkeit konnten sie sich nach außen hin schützen und begannen den gesamten Handel in Eiinland zu dominieren und zu bestimmen.

Grundsätze

Die Mitglieder der Pelzhansa einigten sich im Hansavertrag zunächst über ein grundsätzliches Gebot der Gewaltlosigkeit unter einander. Streitigkeiten unter den Händlern sollten nicht mehr blutig ausgetragen werden, sondern in einem Schiedsverfahren. Dieses findet vor dem Hansegericht statt, dem alle Handelsmeister sowie ebensoviele gesondert gewählte „Schöppen“ angehören. Um Konflikte von vornherein zu Vermeiden, unterwarfen sich die Händler bestimmten Vorgaben für ihr Geschäft. Dazu gehört zunächst die feste Preispolitik der Hansa. Sie sieht vor, dass den wichtigsten Handelswaren feste Preise zugeordnet werden, die auf dem jährlichen Treffen der Handelsmeister neu festgelegt werden. Sie können sich regional unterscheiden, da die gegenwärtige Verfügbarkeit, die örtliche Nachfrage und der Transportaufwand mit in die Preisbestimmung einbezogen werden. Von den Preisen dürfen die Händler in jeder Stadt in gewissem Umfang abweichen, freilich nicht auf Dauer in eine Richtung. Feste Preise gibt es etwa für Pelze, Getreide, Erze, behauene Steine, Walprodukte, bestimmte Hölzer und Tuch. Ergänzt wird dies durch die Hansazölle. Sie werden auf jede Ware, die in eine Hansastadt eingeführt wird, erhoben und richten sich nach dem Wert der Ware. Die erhobenen Zölle werden im örtlichen Hansakontor aufbewahrt und verwaltet. Von ihnen werden die gemeinschaftlichen Kosten der Hansa getragen, außerdem wird ein gewisser Teil in jedem Jahr an die Mitglieder ausgeschüttet. Ursprünglich wurden die Hansazölle nur von den der Hansa angehörigen Händlern eingezogen. Das wandelte sich jedoch mit dem zunehmenden Einfluss der Pelzhansa und so zahlt mittlerweile jeder Händler, der in einer Hansastadt verkauft, die Hansazölle. Daneben existiert freilich oft ein lukrativer Schwarzmarkt von Händlern, die sich dem Hansaregime nicht beugen wollen. Daneben tritt die Beistandspflicht der Händler. Sie hat wesentlich zum Erfolg der Hansa beigetragen. Ihr Kerninhalt ist die Pflicht der Mitglieder, einander in Fällen von äußeren Angriffen beizustehen. Dies ist eine allumfassende Pflicht, die die Verteidigung gegen fremde Händler ebenso umfasst wie die Auseinandersetzung mit lokalen Obrigkeiten oder Plünderern. Die Hilfe kann entweder auf politischem Weg erfolgen, indem die Hansa etwa Handelsembargos errichtet oder ihren oft großen Einfluss auf die Regierung nutzt, jedoch auch militärischer Natur sein. Für die Fälle kriegerischer Auseinandersetzungen sind in den Hansakontoren auch eine gewisse Zahl von Kriegern einquartiert, die das sogenannte Hansaheer bilden. Zum Teil werden zudem Söldner angeheuert. Dieser Kämpfer bedient sich die Hansa auch, um ihre Zölle den fremden Händlern aufzuzwingen und sie, notfalls mit Gewalt, durchzusetzen.

Organisation

In jeder der Städte, in denen die Hansa ein Kontor betreibt, den sogenannten Hansastädten, gibt es einen sogenannten Handelsmeister. Bei ihm handelt es sich um einen ortsansäßigen Händler, der das Vertrauen der übrigen vor Ort vertretenen Händler genießt. er wird alle 10 Jahre bestätigt oder durch einen Nachfolger ersetzt. Eine Abwahl kommt dabei faktisch nie vor, höchstens ein Rücktritt aus Altersgründen. In der Regel stellt eine der großen und mächtigen örtlichen Familien den Handelsmeister, da nur sie den Aufwand, der mit dem Amt einher geht, stemmen können. Auch sind sie in der Regel in der Lage, sich die Stimmen der übrigen Mitglieder durch großzügige Bestechungsgelder zu sichern. Der Handelsmeister verwaltet das Hansakontor und überwacht die Einhaltung des Hansavertrags in der Stadt. Er soll versuchen, zwischen den Mitgliedern im Streitfall zu schlichten und ist für die Einhaltung der Preise und die Abgabe der Hansazölle verantwortlich. Er ist zudem Kommandeur der örtlichen Abteilung des Hansaheers. In den Kontoren können die Hansamitglieder außerdem Waren gegen eine gewisse Abgabe lagern. Teils nutzen die Händler diese Möglichkeit, um den Markt künstlich zu verknappen und sich so höhere Gewinne zu sichern. Außerdem werden dort diejenigen Güter gelagert, die der Hansa insgesamt gehören. Die Handelsmeister versammeln sich einmal im Jahr in Kammbrück um über die wichtigen Angelegenheiten der Hansa zu beraten und insbesondere um Zölle und Preise festzulegen. Diese Versammlung wird auch Hansatag genannt. Daneben tagt alle fünf Jahre das sogenannte Hansathing an wechselndem Ort. Dabei versammeln sich alle Mitglieder der Hansa und entscheiden die grundlegendsten Fragen, etwa Änderungen der Hansavertrags. Ob des großen Aufwands, er damit verbunden ist, lassen sich viele Mitglieder durch Abgesandte vertreten. Wer die Stimmen vieler Mitglieder innehat, kann so auf dem Hansathing gewaltige Macht ausüben. In ländlichen Gebieten finden sich in vielen Dörfern Handelsposten der Hansa. Dabei handelt es sich um einzelne Händler, die in der Regel der Hansa angehören (es gibt hiervon wenige Ausnahmen) und neben ihrem eigenen Geschäft als Kommissionäre für die übrigen Hansamitglieder tätig sind. Sie kaufen und verkaufen also Waren im Auftrag derjenigen Händler, für die es zu aufwändig oder zu wenig lukrativ ist, selbst einen Handelsstandort in der Region zu eröffnen. Als Gegenleistung erhalten sie eine gewisse Beteiligung am Gewinn, die in Statuten der Hansa festgelegt ist.

Außenbeziehungen

Ein wichtiger Bestandteil der Tätigkeit der Hansa ist der Handel mit auswärtigen, besonders mit fernen Händlern. So gibt es etwa auf den zwischen Eirnland und Skarnland viele Handelsstützpunkte, die sich sowohl auf den Austausch der Waren zwischen den Kontinenten als auch auf die Versorgung (und mitunter Ausbeutung) der vorbeikommenden Schiffe konzentrieren. Manche von ihnen sind wichtige Knotenpunkte des Handels und daher häufigen Überfällen ausgesetzt. Die Hansa versucht dem Herr zu werden, indem sie eine eigene kriegerische Flotte aufbaut und die wichtigsten Handelsstützpunkte zu kleinen Festungen ausbaut. Gerade gegen die kriegerischen Skarnländer hegt die Hansa einige Vorurteile. Man weiß jedoch, dass man auf die Waren aus dem Norden angewiesen ist. Händler, die nicht der Hansa angehören, haben es oft schwer, mit Mitgliedern Handel zu treiben. Grund dafür ist die Klientenpolitik und das grundlegende Mißtrauen der Pelzhansa gegen andere Händler. Um das Bedürfnis nach einem solchen Außenhandel zu befriedigen, gibt es sogenannte Hansabriefe. Diese können Dritthändler in den Hansakontoren zu hohen Preisen erwerben. Haben sie eine Geschäftsbeziehung zu einem Mitglied der Hansa, so kann dieses den Hansabrief unterschreiben oder mit seinem Siegel versehen und so sein Vertrauen in den Händler zum Ausdruck bringen. Auf dem Hansabrief kann der Händler so mehrere Vertrauensbeweise von Hansamitgliedern sammeln und sich als guter und verlässlicher Geschäftspartner ausweisen. Gerüchten zufolge soll es aber auch Hansamitglieder geben, die ihr Siegel schlichtweg zu horrenden Preisen verkaufen. Ein vielfach gesiegelter Hansabrief ist für einen nicht der Pelzhansa zugehörigen Händler bares Geld wert und oftmals der einzige Zugang zu den Märkten der Hansa. Daneben hat die Hansa Pakte mit einigen „Frøgenten“, unabhängigen Händlern oder auch nur Kapitänen, abgeschlossen, mit denen sie regelmäßig Handel treibt. Mit ihnen sollen die Mitglieder wie mit ihresgleichen handeln, in den Kontoren haben sie zudem die Möglichkeit, einen geringen Teil ihrer häufig raren Ware an die Hansa direkt zu verkaufen, sofern ihnen ein anderer Absatz nicht möglich ist. Im Gegenzug verpflichten sich die Frøgenten, Aggressionen gegen Hansamitglieder zu unterlassen. Häufig handelt es sich bei den Frøgenten schlichtweg um Piraten und Plünderer, über die Herkunft der Ware macht man sich bei der Hansa allerdings wenig Gedanken, so lange sie nicht von den eigenen Schiffen geraubt wurde. Zu den Frøgenten zählt insbesondere auch die Bolger Kutt. Mit dem jeweiligen Vann Bjørn wird zudem mitunter die Beschaffung besonders wertvoller, seltener und gefährlicher Güter vereinbart. Angeblich erwartet die Pelzhansa derzeit eine große Lieferung der Bolger Kutt aus Spitzstiften am Handelsposten auf Freisand.

Mitgliedschaft

Mitglied der Pelzhansa ist stets eine Familie oder ein Handelsgeschäft, dem ein Oberhaupt vorsteht. Die Pelzhansa besteht zum großen Teil aus den alt eingesessenen Handelsfamilien der großen Städte. Sie dominieren die Politik der Organisation und bestimmen ihre Leitlinien. Daneben gibt es auch kleine, unabhängigere Händler, die die Hansa als Mittel zum Zweck sehen und aus praktischen Gründen oder aus Tradition Mitglied sind. Mitglied der Hansa zu werden ist für einen Außenstehenden äußerst schwierig, da nur derjenige, der zwanzig Hansamitglieder als Fürsprecher für sich gewinnen kann und den Hansatag mit einer Mehrheit von zwei Dritteln von seiner Würdigkeit überzeugen kann, überhaupt nur als Mitglied auf Probe aufgenommen wird. Nach mindestens fünf Jahren entscheidet dann das nächste Hansathing über die Aufnahme als vollständiges Mitglied. Die Mitglieder und Vertreter der Pelzhansa erkennt man an einer dunkelblauen Schärpe, die mit hellem Pelz eingefasst ist. Die Handelsmeister tragen den Hansaorden, der an einer großen goldenen Kette um den Hals getragen wird und einen Anker darstellt. Die Mitglieder des Hanseheers tragen ein dunkelblau eingefasstes Wams.

Hansastädte

Wichtige Handelsposten in/auf:

Bedeutende Handelsmeister und Mitglieder